Statement of Support for Ayse Gül Altınay

Hier findet ihr den Letter of Support des Cornelia Goethe Centrums: http://www.cgc.uni-frankfurt.de/91076/statement-of-support-for-ayse-guel-altinay/


Save the Date: Der Gleichstellungsrat wird 30!

Wir laden Euch herzlich zum 30-jährigen Jubiläum des Gleichstellungsrats am Fachbereich 03 ein!

Wir möchten dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, um zurück zu schauen und an die geführten Kämpfe zu erinnern. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, die Bedeutung des Rates für Frauen* und die damit verbundene Aktualität und Notwendigkeit von frauen*- und gleichstellungspolitischer Arbeit am Fachbereich zu unterstreichen.

Wir wollen gemeinsam am 02.07.2019 ab 18 Uhr feiern! Weitere Informationen zu Ort und Ablauf folgen in den nächsten Wochen.

Wir freuen uns auf Euch!


Umbenennung

Vom Frauen*Rat zum Gleichstellungsrat

Wie die Idee dieser Veranstaltung entstanden ist

Diese Veranstaltung in der Art durchzuführen, hatte für uns mehrere Gründe. Grundsätzlich waren wir mit der Entscheidung und der fehlenden Diskussion um die Umbenennung unseres Arbeitsbereiches unzufrieden. So hätten wir uns eine tiefere inhaltliche und kritisch-solidarische Auseinandersetzung um Implikationen für uns und unsere Aufgabenbereiche gewünscht.

Des weiteren haben wir als Frauen*rat zunehmend das Gefühl, dass wir und unsere Arbeit innerhalb der Studierendenschaft weitestgehend unsichtbar bleiben, wir es also nicht schaffen uns an die von uns repräsentierten Statusgruppen anzuknüpfen. Deswegen nutzten wir diese Veranstaltung auch um auf uns und unsere Arbeit aufmerksam zu machen und nicht zuletzt auch die Meinungen von Student*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und dem Personen aus dem Wissenschaftsmanagement einzuholen. Andererseits ging es auch ganz konkret darum, inhaltlich über unsere Umbenennung, den Prozess dahin und unsere Einschätzung dazu, zu informieren und zu diskutieren.

Die Veranstaltung gliederte sich in einen kurzen Informationsteil über unsere Arbeitsstruktur und -bereiche. Im Anschluss stellte Prof'in Ulla Wischermann die historische Entstehungsgeschichte des Frauen*rates am Fachbereich 03 vor, zitierte aus alten Ratsfrau-Ausgaben und schaffte es, Analogienzu für uns immer noch aktuellenProblemen aufzuzeigen.

1. Momentan sind wir am Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften fünf gewählte Frauenrätinnen, die die verschiedenen Statusgruppen am FB03 vertreten (vorgesehen sind: Studis, ATMs, WiMis, Prof'innen,aktuell vertreten: Studis und WiMis). Die rechtliche Einbettung und auch die Grundlage der gleichstellungs-politischen Arbeit läuft über das Hessische Hochschulgesetz.

Unser Aufgabenfeld ist breit gefächert und erfordert verschiedenartige Kompetenzen. So sind wir einerseits für die Umsetzung der Gleichstellungspolitiken auf Grundlage des Hochschulgesetzes zuständig. Das bedeutet konkret für uns die fachbereichsinterne Gremienarbeit, also in die verschiedenen Institutssitzungen und -ausschüsse zu gehen und diese mitzugestalten (jedoch unter der Einschränkung, dass wir immer nur als beratendes Mitglied darin tätig sind und nicht stimmberechtigt).Weiterhin wirken wirin beratender Funktionin Einstellungs- und Berufungskommissionen mit, umdiese Prozesse zu begleiten, natürlich vor allem unter gleichstellungspolitischen Gesichtspunkten. Andererseits versuchen wir aktiv in unserem Fachbereich aufzutreten und Studierende zu aktivieren, eigene thematische Punkte zu setzen. Dies läuft bei uns aktuell z.B. über die Arbeit an der neuen Ausgabe der Ratsfrau, die vor kurzem begann, und durch die Organisation von Veranstaltungsreihen und Vorträgen.

2. Am 11.7.88 wurde auf der FBR-Sitzungdie Gründung des Frauen*rat beschlossen. Dem Frauen*rat wurden dadurch unter anderem Räume zum Arbeiten und im weiteren Verlauf bezahlte HiWi-Verträge bzw. eine Entlastung für alle anderen Mitarbeiter*innen zugesprochen. Der Frauen*rat bewegt sich somit seitdem in einem Spannungsfeld zwischen der universitären Institutionalisierung und dem eigenen Anspruch der Autonomie. Dennoch zieht sich trotz dieser Institutionalisierung die Arbeitsüberlastung der Frauen*rätinnen durch die Geschichte des Frauen*rats.

Das Ratsmodell, das seit der Gründung besteht, wurde wegen seiner spezifischen politischen Tradition und insbesondere wegen seines basisdemokratischen Anspruchs gewählt. Leider vertritt der Frauen*rat in seiner jetzigen Besetzung nur die Statusgruppen der Student*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Wie Frau Prof'in Ulla Wischermann zu berichten wusste, gab es seit der Gründung keine professorale Vertretung im Frauen*rat.

3. Nachdem HGLG darf sich ausgesucht werden, ob man Frauen- und Gleichstellungsrat bzw. nur Gleichstellungsrat heißt. Das zentrales Gleichstellungsbüroder Goethe-Universität entschied sich für den Namen Gleichstellungsrat bzw. Gleichstellungsbeauftrage, woraufhin die dezentralen Frauen*rätinnen bzw. -beauftragen wählen sollten, ob sie dieser Umbenennung zustimmen. Bei dieser Wahl waren jedoch nicht alle dezentralen Frauen*rätinnen bzw. -beauftragten anwesend, außerdem blieb die Kommunikation im Vorfeld der Wahlin Teilen intransparent. Besonders auffallend war, dass kaum eine inhaltliche Auseinandersetzung bezüglich möglicher Implikationen und Folgender Umbenennung stattfand. Nach interne Auseinandersetzung im Frauen*rat des Fachbereichs 03 entschlossen wir uns eine Stellungsnahme zu veröffentlichen, die aufführt, warum wir die Umbenennung in vielen Punkten kritisch sehen und ihr aus den genannten Gründen vorerst nicht zustimmen.

4. Nach den Ausführungen über das Tätigkeitsprofil des Frauen*rats, seiner Geschichte und den Ablauf der Umbenennung, haben wir über mögliche Implikationen und Fragen, die sich dem Plenum im Kontext der Umbenennung stellten, diskutiert:

Welche Konsequenzen hat die Umbenennung in Bezug auf das Arbeitsfeld, die Arbeitsorganisation bzw. die Besetzungspolitik des Rats? Wird mit der Umbenennung die Forderung nach Männern im Gleichstellungsrat lauter? Wie begegnen wir dieser Forderung argumentativ? Die rechtliche Grundlage, dass nur Frauen* Teil eines Gleichstellungsrates sein dürfen, ist zwar eindeutig, jedoch besteht die Befürchtung, dass wir zunehmend in Rechtfertigungsdruck kommen.

Ist die Umbenennung im Kontext der zunehmenden Hinwendung zur Diversity-Politik zu verstehen? Wenn ja, wie ist das zu bewerten? (Neoliberalisierungstendenzen? Spannungsfeld: Kürzung von Geldern, jedoch Ausweitung der Arbeitsbereiche).

Für uns sind die obenstehenden Fragen keineswegs beantwortet, sondern sind im Zuge der Veranstaltung teilweise diskutiert worden und aufgekommen. Es gibt erste Ideen wie diese Fragen nicht einfach verpuffen sondern sich mit ihnen auf verschiedenen Ebenen tiefergehend und produktiv auseinandergesetzt werden kann. 


Feministisches Frauen*frühstück

Feministisches Frauen*frühstück:

Wo? Feministischer Salon PEG (2.G215 PEG)

Wann? Mittwoch, 11.05.2016 von 11 bis 13 Uhr

Wir veranstalten solche feministischen Frühstücke immer mal wieder, da es eine gute Gelegenheit ist um in entspannter Atmosphäre zusammen zu kommen, sich auszutauschen und aktuelle Ereignisse am Fachbereich zu diskutieren.

Wir werden natürlich auch wieder die Arbeit des Frauenrates vorstellen und es wird genug Raum für Fragen und eure persönlichen Anliegen oder Ideen geben.

Wir freuen uns wenn ihr Teil weiterer feministischer Gruppen und Projekte (an der Uni) seid und eure Arbeit bei dieser Gelegenheit auch vorstellen wollt.


Wir haben einen Grundstock an Essen da, Getränke wie Café und Säfte gibt es auch. Bringt aber auch gerne etwas mit, falls ihr wollt.


Auf die üble Tour - Pick-Up-Artists an der Goethe-Universität

Da es in letzter Zeit vermehrt zu übergriffigem Verhalten durch "Pick-Up-Artists"* an der Goethe Universität gekommen ist, haben sich einige Menschen dazu entschlossen, Berichte darüber zu sammeln und dagegen vorzugehen.
Solltet ihr davon betroffen gewesen sein und/oder ihr Informationen bezüglich der Täter teilen möchtet, habt ihr die Möglichkeit euch an folgene email-Adresse zu wenden: info_pickupartists_uebergriffe@web.de

* Hierzu ein Artikel aus dem letzten Jahr.
http://www.fr-online.de/panorama/-pick-up-artist--auf-die-ueble-tour,1472782,29085466.html


Beratung FEBS (Feministisch-Emanzipatorische Beratungsstruktur)

Antidiskriminierungs-Beratung vom Autonomen Frauen*Lesben-Referat

Wir sind eine (Teil-)Gruppe von Menschen vom AF*LR (Autonomes Frauen*Lesben Referat der Uni Frankfurt), die zwar keine professionelle Beratungsausbildung haben, sich aber durch regelmäßige Workshops und Fortbildungen weiterbilden. Wir sind momentan dabei, eine eigene Struktur aufzubauen, weil wir die Notwendigkeit sehen, etablierte Beratungen zu ergänzen.

Wir hören zu und beraten dich, ganz egal in welcher Situation du dich befindest. Du kannst auch zu uns kommen wenn...

... du traurig oder wütend bist
... du dich bei anderen Beratungsstellen nicht aufgehoben fühlst
... du dir unsicher bist, ob du als Frau oder Mann oder eigentlich anders leben möchtest
... du  die einzig lesbisch lebende Person in deinem Freund_innen-Kreis bist
... du dich als Person mit Migrationshintergrund in deiner Lebensweise ausgegrenzt oder abgelehnt fühlst
... du schwanger bist und nicht genau weißt was du tun möchtest
... du dich als Schwarze Person in einem Seminar an der Uni unwohl fühlst
...

Wir beraten Menschen, die Rassismus erfahren haben, aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Migrationshintergrund oder gelebter Beziehungsform von Diskriminierung betroffen sind. Unsere Beratung richtet sich an Menschen, die von struktureller, psychischer und physischer Gewalt betroffen sind, die Ausgrenzung erleben und die sich in hegemonialen gesellschaftlichen Normen nicht wieder finden

Wenn du gerne Beratung wünschst, kannst du mit uns per Mail (febs[at]riseup.net) einen Termin vereinbaren. Die Beratung ist absolut vertraulich. Ihr könnt auch Wünsche zu den Schwerpunkten der Beraterinnen* äußern, dafür schreibst du uns am besten ebenfalls vorab.

So findest du uns: Der Frauen* Raum ist im Erdgeschoss des Studihauses, wenn du an der Pforte vorbeigehst geradeaus den Gang hinter, einer der letzten Räume. Es steht Frauen*Raum an der Tür.

Wir können in folgenden Sprachen zuhören: Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch, Portugiesisch, (Französisch).

Falls du ein Cis-Mann[1] bist und Beratung möchtest, kannst du dich gerne z.B. an folgende Stellen wenden:

- Schwulenreferat Uni Frankfurt (http://frankfurterschwule.wordpress.com/)
- Psychotherapeutische Beratung (http://www.uni-frankfurt.de/35793221/psychotherapeutische)
- Nightline (http://nightlineffm.com/)


[1] Als cis werden Menschen bezeichnet, deren bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht mit der gesellschaftlichen Sozialisation, der geschlechtlichen Performance und Identität übereinstimmt.


Pressemitteilung des Frauenrats FB 03: Zur Lage eines selbstverwalteten Frauenraums am IG Farben Campus

Das Frauencafé im 21. Stock des AfE-Turms am Campus Bockenheim gibt es seit fast 25 Jahren. Der helle Raum mit Tischen, Stühlen, Sofas und einer Küchenzeile, die für das Zubereiten von Tee oder Kaffee genutzt werden kann, wird von allen Uniangehörigen, d.h. von Studentinnen, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und von Mitarbeiterinnen aus dem technisch-administrativen Bereich genutzt. Er lädt dazu ein sich in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre zu unterhalten, sich zu informieren, zu lesen oder sich einfach einmal auszuruhen. Hier finden seit Jahren diverse Veranstaltungen, Projekte, Lesekreise, autonome Tutorien, das Frauenfrühstück, Workshops und Vorträge mit feministischem Anspruch einen Ort. Auch für die Arbeit des Frauenrats ist das Frauencafé unerlässlich: die Frauen-Vollversammlungen und Wahlen der Vertreterinnen des Frauenrates finden hier statt sowie die wöchentlichen Plena der studentischen Vertreterinnen des Frauenrates und die monatlichen Treffen des gesamten Frauenrates (8 Vertreterinnen). Anders gesagt: Es handelt sich hierbei um eine Institution die aus dem universitären Leben an der Goethe-Universität nicht mehr wegzudenken ist.

Dass dies nun doch möglich ist zeigt sich in den Entwicklungen, die sich im Zuge des Umzugs vom Campus Bockenheim an den IG Farben Campus abzeichnen. Diesen Raum in der offiziellen Raumplanung einfach zu „vergessen“ ist schon ärgerlich genug, nun aber auch noch für einen solchen Raum streiten zu müssen ist skandalös. Das Frauencafé im Turm ist im Verlauf der Unistreiks 1988/89 besetzt worden. Es ist unmittelbares Zeichen für den Kampf um Emanzipation in einer Sphäre, die allzu lang und immer noch männlich dominiert ist. Dass nun ausgerechnet auf dem geschichtsträchtigen ehemaligen Gelände der IG Farben kein Platz mehr für einen solchen Raum gefunden werden kann, ist nicht hinnehmbar, – oder ist es ein Zeichen der antifeministischen Gesinnung, die sich hier wacker hält? Es wäre ein deutlicher Rückschritt nicht nur für eine Universität, die sich doch zumindest nach außen hin als um Gleichstellung bemüht präsentieren will, sondern auch für eine feministische Bewegung die damit noch hinter den einst erkämpften status quo zurück fallen würde.

Angesichts der katastrophalen bisherigen Raumplanung, die mit Einschränkungen in allen Bereichen verbunden ist, hat der Frauenrat bereits eine Kompromisslösung erarbeitet. Im neuen PEG-Gebäude (Kürzel für Psychologie, Erziehungswissenschaft und Gesellschaftswissenschaft) soll nun gemeinsam mit den Frauenrätinnen und -beauftragten der anderen dort ansässigen Fachbereiche ein gemeinsamer Raum bezogen werden. Damit reagieren wir nicht nur auf die Raumknappheit, sondern verstehen die Situation auch als Chance die Zusammenarbeit zu intensivieren und die Möglichkeiten für dezentralen Austausch in Sachen Frauenpolitik besser zu gewährleisten. Nicht zuletzt wird so auch die bisher desolate Lage der Frauenvertretungen der anderen Fachbereiche verbessert: ihnen ist bisher nicht einmal ein angemessener Arbeitsplatz zugestanden. Mit einem neuen Frauenraum, der von Frauenvertreterinnen aller Fachbereiche, von Studentinnen und Mitarbeiterinnen genutzt werden kann, wäre zumindest eine kontinuierliche frauenpolitische und feministische Arbeit gewährleistet. Von den DekanInnen ist uns die Unterstützung schriftlich zugesichert worden. Nun warten wir auf konkrete Vorschläge von Seiten der Universität.