M.A. Internationale Studien / Friedens- und Konfliktforschung

Die Studierenden werden im M.A. Internationale Studien / Friedens- und Konfliktforschung (ISFK) mit theoretisch angeleiteten und normativ begründeten Perspektiven nationaler, transnationaler und globaler Vergesellschaftungsprozesse vertraut gemacht und erwerben die Fähigkeit zu einer differenzierten Analyse von inner- und zwischenstaatlichen Konflikten, sowie einer reflektierten Entwicklung von Strategien der Konfliktregelung und Friedensförderung.

Der Studiengang ist interdisziplinär angelegt. Im Zentrum steht die Politikwissenschaft, dort insbesondere die Internationalen Beziehungen (IB). Außer der Politikwissenschaft mit ihren verschiedenen Teilgebieten sind die Soziologie, die Philosophie sowie über die Wahlpflichtmodule die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften am Masterstudiengang beteiligt. Diese Fächer sind keine Nebenfächer im konventionellen Sinne, sondern über bestimmte Fragestellungen und Gegenstandsbereiche in den Masterstudiengang integriert. So wird die intensive Auseinandersetzung nicht nur mit, sondern auch zwischen unterschiedlichen theoretischen und methodisch-praktischen Herangehensweisen gefördert.

Hierzu nehmen die Studierenden u.a. an einem Forschungspraktikum teil, in dem sie selbst forschend tätig werden. So können sie trainieren, ihre theoretischen und methodischen Kompetenzen auf die Analyse konkreter „Fälle“ anzuwenden.

Einzigartiger Kooperationsstudiengang

Der konsekutive und forschungsorientierte Masterstudiengang Internationale Studien / Friedens- und Konfliktforschung wird gemeinsam von der Goethe-Universität Frankfurt und der Technischen Universität Darmstadt in Kooperation mit dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) angeboten.

Am Institut für Politikwissenschaft der Technischen Universität Darmstadt arbeiten sieben Arbeitsbereiche zu Fragen der vergleichenden Politikwissenschaft, der politischen Theorie, zu Verwaltung und (trans-nationalem) Regieren und zu Methoden der Politikwissenschaft. Neben den im strengeren Sinne politikwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen werden an der TU Darmstadt regelmäßig Seminare zu naturwissenschaftlich-technischen Aspekten globaler Entwicklung angeboten.

Die Arbeit des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) ist seit ihrer Gründung 1970 darauf gerichtet, die Ursachen gewaltsamer internationaler und innerer Konflikte zu erkennen, die Bedingungen des Friedens zu erforschen sowie den Friedensgedanken zu verbreiten. Sie ist seit 2007 mit vier Principal Investigators am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ beteiligt und seit 2009 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Forscher_innen der HSFK bieten regelmäßig Lehrveranstaltungen im M.A. ISFK an.

Das Institut für Politikwissenschaft am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität ist mit 22 Professuren eine der größten politikwissenschaftlichen Einrichtungen Deutschlands. Es bietet ein vielfältiges und differenziertes Studienangebot mit hohem Forschungsbezug in allen Teilbereichen des Fachs. Forschungsschwerpunkte sind gegenwärtig Comparative Capitalism, Gerechtigkeit und Legitimität in transnationaler Perspektive, Vergleichende Demokratieforschung und konkurrierende internationale Ordnungspolitiken.

Studierende im M.A. ISFK besuchen mindestens sechs Lehrveranstaltungen an der Goethe-Universität Frankfurt und mindestens vier an der Technischen Universität Darmstadt.

Entsprechend der internationalen Ausrichtung des Studiengangs finden regelmäßig Veranstaltungen in englischer Sprache statt. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Auslandssemester an einer Partneruniversität zu verbringen. Hierbei können sich Studierende des M.A. ISFK über das ERASMUS-Programm des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität und des Instituts für Politikwissenschaft der TU Darmstadt bewerben.

Studiengangsverantwortliche:

Prof. Dr. Tanja Brühl
Goethe-Universität
Frankfurt am Main

Prof. Dr. Markus Lederer
Technische Universität Darmstadt

Prof. Dr. Christopher Daase
Leibniz-Institut Hessische Stiftung
Friedens- und Konfliktforschung

 


Reakkreditierungsurkunde ma isfk

Qualitätssicherung durch Systemakkreditierung

Die Akkreditierung von Studiengängen an der Goethe-Universität zielt als Verfahren der Qualitätssicherung auf hochwertige Studiengänge. In Hessen werden Studiengänge gemäß § 12 Abs. 2 HHG in der Regel vor Aufnahme des Lehrbetriebs akkreditiert. Seit der Zulassung zur Systemakkreditierung erfolgt die Akkreditierung im Rahmen der Einrichtung bzw. Weiterführung von Studiengängen als interne (Re-)Akkreditierung.