Schwerpunkt Methoden der Qualitativen Empirischen Sozialforschung

"Methode“ kommt vom griechischen Wort μέθοδος, das dem deutschen Wort „Weg“ entspricht. Sozialwissenschaftliche Methoden stellen also einen Weg dar, von einer Frage zu einer Antwort zu kommen. Der Weg wird bereits mit dem Stellen der Frage eingeschlagen. Methodologie als die Lehre („Logos“) von den Methoden diskutiert also, wie sozialwissenschaftliche Wegstrecken zurückgelegt werden können. Nachdem dies üblicherweise von der Frage abhängt, die man stellt, aber auch von der Art Antwort, die man erwartet, kann es hier kein allgemein gültiges Rezept geben. An unserem Schwerpunkt verstehen wir Methoden als fragegeleitete Wege, die die Komplexität sozialer und politischer Wirklichkeit reduzieren und für Forscher*innen zugänglich machen.

Es gibt viele (durchaus umstrittene) Verständnisse davon, was ‚qualitative‘ Methoden sind. Während wir für eine pluralistische, frage- und datenorientierte Herangehensweise eintreten, so zeichnen sich qualitative Methoden in unserem Verständnis vor allem dadurch aus, dass sie Falleigenschaften eine besondere Bedeutung zumessen. Für unsere eigene Forschung und Lehre bevorzugen wir dabei diejenigen Verfahren, die empirisch erhebbare Daten verwenden und diese systematisch analysieren (siehe das griechische Wort ἀνάλυσις – Auflösung).
Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf mengentheoretische Methoden und hier vor allem auf Qualitative Comparative Analysis (QCA). Wir verstehen QCA dabei sowohl als Forschungsdesign als auch als Technik. QCA ist dabei natürlich nur eine mögliche Herangehensweise; unser Methodenverständnis ist breit und pluralistisch. Wir legen jedoch immer Wert auf Nachvollziehbarkeit, Transparenz und einen analytischen Zugang.

In der Methodenlehre wollen wir den Studierenden einerseits Wissen über verschiedene Verfahren vermitteln, gleichzeitig aber auch ein Bewusstsein für die problemorientierte Auswahl von Design, Methode und Technik vermitteln. Wann immer möglich lehren wir Methoden anwendungsbezogen. Während wir versuchen, die individuellen Begabungen und Interessen der Studierenden zu fördern, so ist gerade im Methodenbereich ein gemeinsames Grundwissen unverzichtbar.
Die Massenuniversität macht es nicht immer möglich, einzelne Studierende so zu begleiten, wie wir es uns wünschen würden. Wir bemühen uns aber, genügend kleinere Veranstaltungen anzubieten (um den Preis, auch Großveranstaltungen anbieten zu müssen), um einen guten Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden herzustellen. Dabei sind Studierende und Dozierende immer sowohl Lehrende als auch Lernende – man lernt im Austausch.

Inhaltlich ist unser Schwerpunkt der Vergleichenden Politikwissenschaft und der Policy-Analyse zuzuordnen, inklusive Themen der Politischen Soziologie und der Makrosoziologie. Prof. Wagemann ist Mitglied im Institut für Politikwissenschaft und assoziiertes Mitglied im Institut für Soziologie.

Neben der Professionalität von Wissenschaft ist uns die Internationalität sehr wichtig. Wir bieten Lehre auch auf Englisch an und laden Studierende mit internationaler Biografie sehr herzlich ein, bei uns zu studieren. Auch pflegen wir zahlreiche wissenschaftliche Kontakte in anderen Ländern. Aufgrund Prof. Wagemanns langjähriger Auslandstätigkeit bestehen insbesondere institutionalisierte Kontakte nach Italien und in die USA.


Beschreibung

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Beschreibung

"Methode“ kommt vom griechischen Wort μέθοδος, das dem deutschen Wort „Weg“ entspricht. Sozialwissenschaftliche Methoden stellen also einen Weg dar, von einer Frage zu einer Antwort zu kommen. Der Weg wird bereits mit dem Stellen der Frage eingeschlagen. Methodologie als die Lehre („Logos“) von den Methoden diskutiert also, wie sozialwissenschaftliche Wegstrecken zurückgelegt werden können. Nachdem dies üblicherweise von der Frage abhängt, die man stellt, aber auch von der Art Antwort, die man erwartet, kann es hier kein allgemein gültiges Rezept geben. An unserem Schwerpunkt verstehen wir Methoden als fragegeleitete Wege, die die Komplexität sozialer und politischer Wirklichkeit reduzieren und für Forscher*innen zugänglich machen.

Es gibt viele (durchaus umstrittene) Verständnisse davon, was ‚qualitative‘ Methoden sind. Während wir für eine pluralistische, frage- und datenorientierte Herangehensweise eintreten, so zeichnen sich qualitative Methoden in unserem Verständnis vor allem dadurch aus, dass sie Falleigenschaften eine besondere Bedeutung zumessen. Für unsere eigene Forschung und Lehre bevorzugen wir dabei diejenigen Verfahren, die empirisch erhebbare Daten verwenden und diese systematisch analysieren (siehe das griechische Wort ἀνάλυσις – Auflösung).
Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf mengentheoretische Methoden und hier vor allem auf Qualitative Comparative Analysis (QCA). Wir verstehen QCA dabei sowohl als Forschungsdesign als auch als Technik. QCA ist dabei natürlich nur eine mögliche Herangehensweise; unser Methodenverständnis ist breit und pluralistisch. Wir legen jedoch immer Wert auf Nachvollziehbarkeit, Transparenz und einen analytischen Zugang.

In der Methodenlehre wollen wir den Studierenden einerseits Wissen über verschiedene Verfahren vermitteln, gleichzeitig aber auch ein Bewusstsein für die problemorientierte Auswahl von Design, Methode und Technik vermitteln. Wann immer möglich lehren wir Methoden anwendungsbezogen. Während wir versuchen, die individuellen Begabungen und Interessen der Studierenden zu fördern, so ist gerade im Methodenbereich ein gemeinsames Grundwissen unverzichtbar.
Die Massenuniversität macht es nicht immer möglich, einzelne Studierende so zu begleiten, wie wir es uns wünschen würden. Wir bemühen uns aber, genügend kleinere Veranstaltungen anzubieten (um den Preis, auch Großveranstaltungen anbieten zu müssen), um einen guten Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden herzustellen. Dabei sind Studierende und Dozierende immer sowohl Lehrende als auch Lernende – man lernt im Austausch.

Inhaltlich ist unser Schwerpunkt der Vergleichenden Politikwissenschaft und der Policy-Analyse zuzuordnen, inklusive Themen der Politischen Soziologie und der Makrosoziologie. Prof. Wagemann ist Mitglied im Institut für Politikwissenschaft und assoziiertes Mitglied im Institut für Soziologie.

Neben der Professionalität von Wissenschaft ist uns die Internationalität sehr wichtig. Wir bieten Lehre auch auf Englisch an und laden Studierende mit internationaler Biografie sehr herzlich ein, bei uns zu studieren. Auch pflegen wir zahlreiche wissenschaftliche Kontakte in anderen Ländern. Aufgrund Prof. Wagemanns langjähriger Auslandstätigkeit bestehen insbesondere institutionalisierte Kontakte nach Italien und in die USA.

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Gesetzgebung: Fehlanzeige

Interview mit Frankfurter Politikwissenschaftler: Wie wird es nach den Midterm-Elections mit den USA unter Trump weitergehen?

 

FRANKFURT. In einem Online-Interview spricht der Frankfurter Politikwissenschaftler Markus Siewert über die politische Situation in den USA nach den Midterm-Elections und über eine Zeit nach Trump.

Gesetzgebung: Fehlanzeige

Interview mit Frankfurter Politikwissenschaftler: Wie wird es nach den Midterm-Elections mit den USA unter Trump weitergehen?

FRANKFURT. In einem Online-Interview spricht der Frankfurter Politikwissenschaftler Markus Siewert über die politische Situation in den USA nach den Midterm-Elections und über eine Zeit nach Trump.

„Es ist schon überraschend, wie wenig legislativ beschlossen wurde“, bilanziert der Frankfurter Politikwissenschaftler Dr. Markus Siewert die ersten beiden Amtsjahre von US-Präsident Donald Trump in einem Interview, das im Online-Magazin der Goethe-Universität veröffentlicht wurde (www.aktuelles.uni-frankfurt.de). Obwohl Trump vor den Midterm Elections eine republikanische Mehrheit im Kongress hatte, zog er es vor, durch administrative Entscheidungen Politik zu machen. Er habe gar nicht erst versucht, mit dem Kongress zusammenzuarbeiten, sagt der Politologe, der seine Dissertation über die Rolle des amerikanischen Präsidenten im Gesetzgebungsprozess geschrieben hat und an der Goethe-Universität forscht und lehrt. Insofern seien die veränderten Mehrheitsverhältnisse keine große Veränderung für den US-Präsidenten – er könne diese vielleicht sogar zu seinem Vorteil nutzen, meint Siewert.

Der Vorteil seines Regierungsstils für die Nach-Trump-Ära: Dekrete sind leichter rückgängig zu machen als Gesetze. Die Dissonanzen, die seine Politik zum Beispiel bei den internationalen Partnern hervorgerufen habe, könnten aber nicht von heute auf morgen beseitigt werden: „Der Vertrauensverlust ist enorm“, so Markus Siewert. Im Online-Interview sagt Siewert auch, warum die USA ein lehrreiches Beispiel für Deutschland sein kann, wo derzeit häufig die Klage laut wird, dass sich die politischen Parteien zu sehr ähnelten.

Das gesamte Interview finden Sie unter dem Link: http://tinygu.de/interview-siewert

 

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