Prof. Heather Hofmeister und Team - Forschung

Unser Forschungsthema: ARBEIT

Interdisziplinär - International vergleichend - Wissenstransfer in die Praxis

Unsere Forschung konzentriert sich auf die Veränderungen der Arbeitswelt zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Wir untersuchen entstehende Muster in der Bedeutung der Arbeit im größeren Rahmen des menschlichen Lebens, die Funktion menschlichen Handelns bei der Gestaltung von Arbeitsstrukturen und den Einfluss von Arbeitsstrukturen - inklusive der Art der Arbeit und der Machtbeziehungen innerhalb der Arbeit - auf soziale Interaktionen und individuelles Verhalten. Wir betrachten die Konsequenzen dieser Entwicklungen für Individuen, soziale Beziehungen, Familien und Arbeitsplätze.

Die Forschungsarbeiten am Schwerpunkt Arbeitssoziologie lassen sich vier Bereichen zuordnen:

                   
                     
                     

 


Life Course and Gender Perspectives

ScienceBurn: Science Careers during and after working at an Elite Institution (Heather Hofmeister)

Project Team: Heather Hofmeister, Anne Kronberg, Matthias Revers (external)

Dates: 2016 - ongoing

The question of women’s lack of representation in science has received tremendous attention in the past decades.  One explanation for women’s lack of advancement to the upper echelons of science is their lack of presence in a given field at the entry and advancement levels. Another is the lower likelihood that women are accepted to elite institutions that provide or increase the probability of networks and visibility relevant for further careers.  What if both of these are not the case?

In our project, we control for the quality of the academic institution by selecting one elite science institution in Europe that has an equal representation of women and men at the pre-doctoral and post-doctoral level in a field where women have been strongly represented for decades.  We talk to current post-docs, current principal investigators, and alumni of this organization to see where people tend to go after leaving this institution and what are the processes by which they decide what to do next.  How can the exit of women from academic science be explained if the quality of the institution and the „pipeline“ are no longer factors?

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Media and Technology

The silent revolution of Work. An inquiry into the self-assessed Quality of Life of eWorkers (Alexandra Florea)

The number of people working primarily or exclusively online -- eWorkers -- is increasing exponentially over time. EWork on a freelance basis could be seen as the ultimate in disembodied work, detached from place completely and detached from most familiar worker protections.  We look at these workers: what are their beliefs about their work arrangements? What are the problems and solutions generated by this kind of working? What are the quality-of-life issues surrounding eWorking?

Arbeit zwischen Bits und Bytes. Rationalisierung hochqualifizierter Arbeit durch Digitalisierung? (Antragsprojekt)

Gefördert durch: Eigenförderung der Goethe-Universität Frankfurt, Laufzeit 08/2014 – 07/2015

Projektteam: Dr. Mascha Will-Zocholl (Alumni)

Im Zuge der Diskussion um einen Wandel von Arbeit rückt zunehmend die Digitalisierung von Arbeit  in den Fokus. Die Rede von der „digitalen Revolution“ vergleicht das Ausmaß der Veränderungen mit jenen der industriellen Revolution. Wenngleich der Umfang der Veränderungen umstritten ist, so herrscht Einigkeit darüber, dass es sich zumindest um einen qualitativen Sprung in der bisherigen Entwicklung handelt. Es werden mit Blick auf Arbeit Entgrenzungsphänomene auf individuellen und kollektiven Ebenen diagnostiziert; konkret geht es um die Aufhebung der Grenzen zwischen Arbeit und Privatsphäre, die Loslösung von örtlichen Lokalisierungen wie dem festen Büroarbeitsplatz, räumlich-geografischen Arrangements und die zeitliche Entgrenzung (z. B. in flexiblen Arbeitszeitmodellen). In der Konsequenz werden Entwürfe einer vollends mobilen und selbstbestimmten Arbeits- und Lebensweise propagiert, die im Idealfall auch zu einem neuartigen Erleben von Arbeit führen sollen. Ziel des geplanten Projektes ist es, Prozesse der Digitalisierung und Virtualisierung von Arbeit, die als Ausdruck einer neuen Phase der Informatisierung gelten, in ausgewählten Forschungsfeldern zu untersuchen. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Konsequenzen für den Arbeitsgegenstand, für die Beschäftigten sowie für die Organisationen mit diesen Veränderungen einhergehen.

The professional transformation of the public sphere (Matthias Revers, Alumni)

How the emergence of the internet and associated technologies reshape public life is a question of lasting importance. This project looks specifically at the influence of social media on professional media work. How do values of digital culture, like transparency, interactivity and participation, intersect with established occupational norms in media work? This study commenced with an ethnography on the adoption of Twitter by journalists and will expand to other occupational fields that engage in and constitute political public spheres through media work, namely political advocacy and academia (through public intellectuals).

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Meaning and Identity

Gesellschaftliche Vorstellungen sinnvoller Arbeit und individuelles Sinnerleben in der Arbeitswelt

Gefördert durch die DFG. Laufzeit: 2016-2018

Projektleitung: Dr. Friedericke Hardering

Im aktuellen Projektteil wird das Feld des sozialen Unternehmertums untersucht. In diesem  Feld ist die Sinnhaftigkeit des Tuns tief in die eigene Narrative über Arbeit eingeschrieben. Zudem wird das Feld häufig als Avantgarde eines neuen Verständnisses von Arbeit in der Gesellschaft charakterisiert. Die Untersuchung dieses Feldes ermöglicht so, vertiefte Einblicke in veränderte Arbeitsorientierungen und Annahmen über gute Arbeit wie auch über gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle von Arbeit in der Gesellschaft zu erlangen.

Gefördert durch die DFG. Laufzeit: 2014-2016

Projektteam: Dr. Friedericke Hardering (Projektleitung), Prof. Heather Hofmeister, Ph.D. (Projektleitung), Dr. Mascha Will-Zocholl

Das Forschungsprojekt zielt darauf, empirische Erkenntnisse über das Sinnerleben in der Arbeitswelt zu gewinnen, und zugleich konzeptionelle Vorschläge für die soziologische Thematisierung von sinnvoller Arbeit zu entwickeln. Dabei sollen sowohl subjektive Aspekte der individuellen Sinnzuschreibung und des Sinnerlebens wie auch gesellschaftliche Vorstellungen dessen, was eine sinnvolle Arbeit ausmacht, untersucht werden. Da die arbeitssoziologische Forschung Fragen des Sinnerlebens insbesondere in Industriebetrieben oder in Arbeitskontexten mit geringen Autonomiespielräumen untersucht hat, werden im Rahmen des Projektes Berufsgruppen mit hoher beruflicher Autonomie untersucht. 

Sinn in der Arbeitswelt (Friedericke Hardering)

In zahlreichen Feuilletonbeiträgen und Wirtschaftsmagazinen wird gegenwärtig die Suche nach Sinn in der Arbeitswelt thematisiert. Im Fokus steht dabei insbesondere die Generation Y, die Generation der zwischen 1980 und 1990 Geborenen, denen nachgesagt wird, sie suchten vor allem nach Sinn im Berufsleben. Neben der Generation Y werden häufig auch BerufswechslerInnen als Beispiele für die neue Sinnsuche in der Arbeitswelt genannt. Soziologisch werden diese neuen Arbeitsansprüche seit geraumer Zeit unter dem Stichwort der normativen Subjektivierung der Arbeit (Baethge 1991) verhandelt. Zahlreiche Untersuchungen widmen sich gegenwärtig der Untersuchung des Subjektivierungsprozesses und der subjektivierten Arbeit. Während einige der für die Diskussion relevanten Begriffe wie Selbstverwirklichung oder Autonomie intensiv thematisiert werden, bleibt bisher weitgehend offen, was genau unter den neuen Sinnerwartungen eigentlich zu verstehen ist. Wonach wird also gesucht, wenn nach Sinn gesucht wird? Geht es um Arbeitszufriedenheit, Fragen der Selbstverwirklichung oder den gesellschaftlichen Nutzen der Arbeit? Und wie lässt sich die Sinnsuche vor dem Hintergrund aktueller Entfremdungsphänomene in der Arbeitswelt begreifen? Diesen Fragen gehen wir anhand von unterschiedlichen Beschäftigtengruppen, u. a. von BerufswechslerInnen nach. Weiterhin werden die hier skizzierten Fragen auch im Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Vorstellungen sinnvoller Arbeit und individuelles Sinnerleben in der Arbeitswelt“ (siehe oben) adressiert.

The silent revolution of Work. An inquiry into the self-assessed Quality of Life of eWorkers (Alexandra Florea)

The number of people working primarily or exclusively online -- eWorkers -- is increasing exponentially over time. EWork on a freelance basis could be seen as the ultimate in disembodied work, detached from place completely and detached from most familiar worker protections.  We look at these workers: what are their beliefs about their work arrangements? What are the problems and solutions generated by this kind of working? What are the quality-of-life issues surrounding eWorking?

Professional cultures of journalism in the US and Germany (Matthias Revers, Alumni)

Journalism faces a dual crisis of economic survival and professional authority in the early 21st century. A question of pressing concern in this context is the role and democratic performance of professional news making. This comparative study shows that professional cultures of journalism, their distinct positions in civil societies and responses to global forces play a key role to answer this question. It is based on 3.5 years of qualitative field research at state house press corps in Albany and Munich, which mainly involved participant observation and interviews, as well as an extensive analysis of occupational discourses in obituaries of journalists and journalism award statements on a national level.

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Careers and Leadership

Anne Kronberg

Die Rolle von Organisationen im Ausgang von Firmen-interner und –externer Jobmobilität

Seit den 1970gern haben sich Karrierewege sehr geändert, so dass Personen öfters Arbeitgeber wechseln,  anstatt eine Firmeninterne Karriereleiter steigen zu können. Dieses Projekt untersucht, was nach dem Firmen-internen oder –externen Jobwechsel passiert und inwieweit es geschlechtsspezifische Unterschiede in der weiteren Lohnentwicklung gibt.  Weiterhin untersucht das Projekt, ob die Beziehung zwischen der Mobilität und geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden von Merkmalen der Organisation moderiert wird. Dazu benutze ich Beschäftigungsdaten eines großen U.S. Unternehmens (1997-2013) in Kombination mit 20 qualitativen Interviews mit Vorgesetzten aus unterschiedlichen Organisationen und Branchen. 

 

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