Forschung von Prof. Sigrid Roßteutscher, PhD


German Longitudinal Election Study – GLES



Allgemeine Informationen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert im Rahmen ihrer „Langfristförderung Geisteswissenschaften“ die German Longitudinal Election Study (GLES). Dieses Projekt untersucht die Bundestagswahl 2009, 2013 und 2017. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts kann ein tiefgreifender Wandel beobachtet werden, der sowohl die Wähler, die Parteien, ihre Kandidaten als auch deren Wahlkampfführung und nicht zuletzt die Massenmedien betrifft. Zusammen genommen haben diese Prozesse zu einem beträchtlichen Anwachsen der Fluidität und Instabilität des elektoralen Prozesses mit potenziell weitreichenden Konsequenzen für die repräsentative Demokratie in Deutschland geführt. Mit Blick auf die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 untersucht die GLES, wie die heutige mobilere Wählerschaft auf die Herausforderungen dieser neuen, sehr komplexen Konstellation elektoraler Politik reagiert.

Drei von insgesamt neun Studienkomponenten dieser bislang umfangreichsten deutschen Wahlstudie werden unter Leitung von Prof. Sigrid Roßteutscher an der Goethe Universität Frankfurt realisiert: Vorwahlquerschnitt, Online-Tracking/Landtagswahlen-Boosts und die Langfristige Medienagenda-Analyse. Die Studie ist ein Kooperationsprojekt und wurde von Prof. Dr. Hans Rattinger (Universität Mannheim), Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher (Universität Frankfurt/Main), Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck (Universität Mannheim) und Bernhard Weßels (Wissenschaftszentrum Berlin) ins Leben gerufen. Geleitet wird das Projekt derzeit von Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher, Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck (Universität Mannheim), Prof. Dr. Harald Schoen (Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung), Prof. Dr. Bernhard Weßels (Wissenschaftszentrum Berlin) und Prof. Dr. Christof Wolf (GESIS). Hervorgegangen ist dieses Projekt ursprünglich aus einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW).

Als bislang ehrgeizigstes Forschungsprogramm der deutschen Wahlforschung generiert und analysiert das Projekt eine umfassende und integrierte Datenbasis, die über GESIS bezogen werden kann. Es versteht sich als wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur hochqualitativer Programme sozialwissenschaftlicher Datenerhebung in Deutschland. Alle Daten werden als öffentliches Gut behandelt und interessierten Sozialwissenschaftlern unverzüglich zugänglich gemacht. Zusätzlich zur Bereitstellung von Daten fördert die GLES die Vernetzung und Förderung junger Wissenschaftler. Zu diesem Zweck wurde das GLES Young Researcher’s Network eingerichtet.


Für weitergehende Informationen zur GLES besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des Projekts.
Projektzeitraum: 2009-2017

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