Dr. Andrea Ziefle

Ziefle_0310_0001

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

DFG-Projekt (Leitung): Familiäre Herkunft und
der Wandel weiblicher Lebensverläufe

Im WS 14/15 und im SoSe 2015 Vertretungsprofessur im Schwerpunkt: Soziologie, insbes. Sozialstruktur und Sozialpolitik

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Institut für Soziologie
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60629 Frankfurt am Main

Raum: 3.G150
Tel: +49 (69)798-36613
E-Mail:aziefle@soz.uni-frankfurt.de


Zur Homepage der Professur


VITA FORSCHUNG  |  LEHRE  |   PUBLIKATIONEN | AUSZEICHNUNGEN


Vita

Beruflicher Werdegang

  • 10/2014-09/2015 Professurvertretung, Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Sozialstruktur und Sozialpolitik, Goethe-Universität Frankfurt am Main, FB Gesellschaftswissenschaften
  • seit 01/2014 Leiterin des DFG-Projekts „Familiäre Herkunft und der Wandel weiblicher Lebensverläufe“

  • seit 01/2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Goethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften

  • 08/2008 -12/2010 Visiting Research Fellow (Postdoc), University of Wisconsin-Madison, Department of Sociology

  • 12/2004 -08/2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, MannheimerZentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), Arbeitsbereich A „Die Europäischen Gesellschaften und ihre Sozialstruktur“

  • 08/2003 -08/2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, ESF-DFG Projekt „Human Capital Effects of the Welfare State“

  • 06/2003 -11/2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung

  • 04/1998 -03/2001 Wissenschaftliche Hilfskraft, Senatskommission zur Förderung der gleichberechtigten Entfaltung von Frauen in Studium, Forschung und Lehre, Universität Mannheim

Ausbildung

  • Dr.phil. (Soziologie, summa cum laude), Freie Universität Berlin, 2009. Dissertation “Familienpolitik als Determinante weiblicher Lebensverläufe? Eine Evaluation der Reformen des gesetzlichen Erziehungsurlaubs und ihrer Auswirkungen auf weibliche Familien- und Erwerbsbiographien.” (Gutachter: Prof. Dr. Günther Schmid, Prof. Sonja Drobnič, PhD)
  • Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, Universität Mannheim, 2001. Diplomarbeit “Kind und Karriere? Eine empirische Analyse der kurz- und längerfristigen Folgen des Erziehungsurlaubs für den Einkommensverlauf von Frauen.” (Gutachter: Prof. Dr. Josef Brüderl, Prof. Dr. Walter Müller)
  • Studium Dipl.-Biologie, Universität Hohenheim, 1994-96.




Forschung

Forschungsschwerpunkte

Sozialstrukturanalyse, Geschlechterungleichheit im Arbeitsmarkt, Lebensverläufe, Familienpolitik, Bildungspolitik

Aktuelles Forschungsprojekt

Familiäre Herkunft und der Wandel weiblicher Lebensverläufe

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit: Januar 2014 – Dezember 2016

Vor dem Hintergrund des säkularen Wandels weiblicher Lebensentwürfe und Lebensverläufe untersucht das Projekt den Beitrag familiärer Sozialisationsprozesse für Ausprägung und Wandel von Rollenvorstellungen, Bildungsentscheidungen, Arbeitsmarkt- und demographischem Verhalten von Frauen. Im Anschluss an Modelle der sozialen Reproduktion soll dabei zunächst die Transmission des elterlichen Schicht- bzw. Bildungsstatus in Form elterlicher Investitionen in das Erwerbspotenzial von Töchtern dokumentiert werden. In Erweiterung der traditionellen Mobilitätsforschung soll dann vor allem die Bedeutung von Müttern als biographisches wie normatives Rollenvorbild untersucht werden. Neben der Bildungsbeteiligung wird dabei insbesondere die Bedeutung des faktischen Erwerbs- und demographischen Verhaltens von Müttern im Mittelpunkt der Analysen stehen. Zudem wird der Einfluss von Müttern als normatives Rollenvorbild über das Ausmaß der Transmission von Rollenverständnis, Lebenseinstellungen und Karriere- bzw. Familienorientierungen zwischen den Generationen empirisch ermittelt. Für die statistischen Analysen werden Sekundärdaten des Sozio-ökonomischen Panels herangezogen, die teilweise durch Daten des ALLBUS und der Lebensverlaufsstudie ergänzt werden.

 



Lehre

SS 2011 Seminar: Forschungsdesign

WS 2011/12 Empiriepraktikum: Struktur und Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit (Teil 1)

SS 2012 Seminar: Weibliche Erwerbskarrieren im Wandel

WS 2012/13 Seminar: Das Forschungsdesign in der empirischen Sozialforschung

SS 2013 Seminar: Geschlechterungleichheit im Arbeitsmarkt

WS 2014/15 Proseminar: Einführung in die Sozialstrukturanalyse

WS 2014/15 Proseminar: Geschlechterungleichheit im Arbeitsmarkt

WS 2014/15 Hauptseminar: Das Forschungsdesing in der empirischen Sozialforschung

WS 2014/15 Kolloquium: Kolloquium für Abschlussarbeiten im Bereich Sozialstruktur

SS 2015 Proseminar: Einführung in die Sozialstrukturanalyse

SS 2015 Proseminar: Bildungsungleichheit

SS 2015 Hauptseminar: Familienpolitik und weibliche Lebensverläufe

SS 2015 Kolloquium: Kolloquium für Abschlussarbeiten im Bereich Sozialstruktur


Publikationen

Monographien

Aufsätze in referierten Zeitschriften

  • 2017: Der lange Arm der Bildungsexpansion: die Bedeutung zunehmender elterlicher Bildungsressourcen für die Bildungsbeteiligung von Frauen in Deutschland. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 69 (1), im Erscheinen.

  • 2016: Persistent educational advantage across three generations: empirical evidence for Germany. Sociological Science 3, im Erscheinen.

  • 2015: The making of a good woman: Extended parental leave entitlements, normative policy feedback, and mothers’ work commitment in Germany. American Journal of Sociology 121 (2): 511-563. (zusammen mit Markus Gangl)

  • 2014: Do Women Respond to Changes in Family Policy? A Quasi-Experimental Study of the Duration of Mothers' Employment Interruptions in Germany. European Sociological Review 30 (5): 562-581. (zusammen mit Markus Gangl)

  • 2009: Motherhood, labor force behavior and women’s careers: An empirical assessment of the wage penalty for motherhood in Britain, Germany and the United States. Demography 46 (2): 341-369. (zusammen mit Markus Gangl)

  • 2004: Die individuellen Kosten des Erziehungsurlaubs. Eine empirische Analyse der kurz- und längerfristigen Folgen für den Karriereverlauf von Frauen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 56 (2): 213-231.

Andere Publikationen

  • 2006: Comparing the Labour Market Effects of Childbirth in Ireland, Sweden, the UK and Germany. ESRI Working Paper 170. Dublin: Economic and Social Research Institute. (zusammen mit Helen Russell, Brendan Halpin und Mattias Strandh)

  • 2004: Die individuellen Kosten des Erziehungsurlaubs. Eine empirische Analyse der kurz- und längerfristigen Folgen für den Karriereverlauf von Frauen. WZB Discussion Paper SP I 2004 – 102. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin.




Auszeichnungen

6/2016: Gewinnerin des Rosabeth Moss Kanter Award for Excellence in Work and Family Research für den Aufsatz “The Making of a Good Woman: Extended Parental Leave Entitlements and Mothers’ Work Commitment in Germany”, Center for Families, Purdue University, USA

4/2016: Aufnahme als Mentee in das Mentoring-Projekt ProProfessur der hessischen Universitäten