Abgeschlossene Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen im SoSe 2019

Prof. Dr. Thomas Lemke


BW-C/Sb2: Soziale, kulturelle und geschlechtsspezifische Lebens- und Lernbedingungen/Biopolitik und Bioethik in der Schule: Gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen der Lebenswissenschaften

Do.  10:00 - 12:00 Uhr       ab 25.04.2019          Raum PEG 1.G 165

Prof. Dr. Thomas Lemke


Kolloquium

Do.  16:00 - 18:00 Uhr                                      Raum PEG 1.G 107

Lehrveranstaltungen im WS 2018/19

Prof. Dr. Thomas Lemke


Bioeconomies - Elements of a Political Economy of Life

Do.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 165

Prof. Dr. Thomas Lemke


Kolloquium

Do.  16:00 - 18:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 107

Lehrveranstaltungen im SoSe 2018

Prof. Dr. Thomas Lemke

Einführung in die Wissenschafts- und Technikforschung

Do.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 165

Prof. Dr. Thomas Lemke


Kolloquium

Do.  16:00 - 18:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 107

Lehrveranstaltungen im WS 2017/18

Prof. Dr. Thomas Lemke


Bioeconomies - Elements of a Political Economy of Life

Do.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 165

Prof. Dr. Thomas Lemke


Einführung in die Akteur-Netzwerk-Theorie

Di.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum SH 1.101

Prof. Dr. Thomas Lemke


Michel Foucaults Geschichte der Gouvernementalität - Ein Lektürekurs

Fr.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 191

Prof. Dr. Thomas Lemke


Kolloquium

Do.  16:00 - 18:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 107

 

Lehrveranstaltungen im SoSe 2017

Prof. Dr. Thomas Lemke

Einführung in die Wissenschafts- und Technikforschung

SOZ-BA-ST, SOZ10-BA-ST, SOZ-BA-S2, SOZ10-BA-S2, SOZ10-BA-S3, SOZ-BA-S4

Mi.  08:00 - 10:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 191


Prof. Dr. Thomas Lemke

Soziale, kulturelle und geschlechtsspezifische Lebens- und Lernbedingungen/ Biopolitik und Bioethik in der Schule: Gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen der Lebenswissenschaften

BW-C/Sb2

Di.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum SH 0.105

Prof. Dr. Thomas Lemke

Materialität und Gesellschaft

SOZ-BA-SP, SOZ10-BA-SP, SOZ-MA-1, SOZ10-MA-1, SOZ-MA-6, SOZ10-MA-6, SOZ-MA-8, PW-BA-SP, IS-MA-6,GS-BA-6

Do.  10:00 - 12:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 165


Prof. Dr. Thomas Lemke

Kolloquium

SOZ-MA-11, SOZ10-MA-9, SOZ10-BA-KO, SOZ-BA-KO

Do.  16:00 - 18:00 Uhr                                     Raum PEG 1.G 107

Forschungssemester im WS 2016/17

ohne Lehrvertretung

 

Kolloquium


SOZ-MA-11, SOZ10-MA-9, SOZ10-BA-KO, SOZ-BA-KO

Do 16:00 - 18:00                                     Raum PEG 1.G 107

Forschungssemester von SoSe 2015 bis SoSe 2016

Lehrvertretung Dr. Eva Sänger

Lehrveranstaltungen im WS 2014/15

Prof. Dr. Thomas Lemke

 

Zurück in die Zukunft? Von der Eugenik zur aktuellen Humangenetik


GS4, SOZ-BA-S1, SOZ-BA-S2, SOZ-BA-SP

Di 10:00 - 12:00                                     Raum SP 1.01


Bioökonomie. Aspekte einer politischen Ökonomie des Lebens


SOZ-BA-SP, SOZ-MA-5, SOZ-MA-6, HS

Do.  10 – 12 Uhr                                     Raum PEG 1. G 165


Biopolitik und Bioethik in der Schule: Gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen der Lebenswissenschaften


BW-C/Sb2: Soziale, kulturelle und geschlechtsspezifische Lebens- und Lernbedingungen

Di.    08 – 10 Uhr                                     Raum PEG 1. G 191


Forschungs-Kolloquium


KO, SOZ-BA-KO, SOZ-MA-9, Dissertations-Kolloquium

Do.  16 – 18 Uhr                                     Raum PEG 1. G 107

Lehrveranstaltungen im SoSe 2014

Prof. Dr. Thomas Lemke


Der Begriff der Biopolitik in aktuellen Gesellschaftstheorien


HS, SOZ-MA-1, SOZ-MA-5, SOZ-MA-6, PT-MA-1, PW-MA-3, PW-MA-7, PT-MA-5a

Di 10:00 - 12:00 ab 22.04.2014, Raum SP 1.01

Mo 23.06.2014,12:00 - 14:00 Uhr, Raum HZ 11

Do 10.07.2014, 18 - 20 Uhr,  Raum PEG 1.G 168

Die Veranstaltung am 24. Juni 2014 wird wg. der Konferenz Critical Sociology auf Mo. den 23.06.2014, 12 - 14 Uhr (im HZ 11) verschoben!

Bitte beachten Sie auch den Zusatz-Termin am 10.07.2014, 18 - 20 Uhr, PEG 1.G 168.

Einführung in die Wissenschafts- und Technikforschung


SOZ-BA-ST, SOZ-BA-S2, G1, GS6

Mi. 10 - 12 Uhr, ab 23.04.2014, Raum PEG 1 G 191

Do. 03.07.2014, 18 - 20 Uhr, Raum IG 311

Genetik und Gesellschaft


SOZ-BA-S2, GS 6

Do. 10 - 12 Uhr, ab 24.04.2014, Raum PEG - PEG 1.G 165

Di. 10.06.2014, 18 - 20 Uhr, Raum PEG - PEG 1.G 192

Forschungs-Kolloquium


KO, SOZ-BA-KO, SOZ-MA-9, Dissertations-Kolloquium

Do. 16 - 18 Uhr, ab 24.04.2014, Raum PEG 1. G 107

Lehrveranstaltungen im WS 2013/14

Prof. Dr. Thomas Lemke

Kolloquium

Do. 16 - 18 Uhr, Raum PEG - PEG 1.G 107

KO, SOZ-MA-9, SOZ-BA-KO

Lehrveranstaltungen im SoSe 2013

Prof. Dr. Thomas Lemke
Der Begriff der Biopolitik in aktuellen Gesellschaftstheorien

Di.  08 – 10 Uhr,    PEG - PEG 1.G 192

SOZ-MA-1, SOZ-MA-5, SOZ-MA-6, SOZ-BA-ST, SOZ-BA-T, SOZ-BA-SP, POWI-VS2, HA, PT-MA-5a

 

Prof. Dr. Thomas Lemke
Forschungs- und Examens-Kolloquium

Do.  16 – 18 Uhr,    PEG - PEG 1.G 107

KO, SOZ-BA-KO, SOZ-MA-9
Kolloquium

 

Prof. Dr. Thomas Lemke, Sarah Dionisius
Zurück in die Zukunft? Von der Eugenik zur aktuellen Humangenetik

Do. 10-12 Uhr, PEG - PEG 1.G 165

GS1, GS4, SOZ-BA-S1, SOZ BA-S2,SOZ-BA-SP

 L-POWI-S2, L-GW-D3

 

Lehrveranstaltungen im WS 2012/13

Prof. Dr. Thomas Lemke
Forschungs- und Examens-Kolloquium

Do.  16 – 18 Uhr,    Raum FLAT 2

SOZ-BA-KO, SOZ-MA-9, KO Dipl./Mag,
Dissertations-Kolloquium


Lehrveranstaltungen im SoSe 2012

Prof. Dr. Thomas Lemke
Materialität und Gesellschaft

Zeit: Di.: 10 - 12 Uhr
Ort: Raum: FLAT 2
Kürzel:HA, SOZ-BA-S2, SOZ-BA-SP, SOZ-MA-1, SOZ-MA-6, PT-MA-7, PT-MA-5a, L-POWI-VS2

Der „linguistic turn“ hat die Sozial- und Kulturwissenschaften in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt. Seit einigen Jahren ist eine interessante Neuorientierung und Akzentverschiebung zu beobachten. Theoretische Perspektiven und empirische Studien, die sich verschiedenen Aspekten und Formen von „Materialität“ widmen, treten zunehmend an die Stelle bzw. ergänzen Forschungsarbeiten, die auf soziale Konstruktionen oder diskursive Prozesse fokussieren. Materie wird dabei nicht als passive Verfügungsmasse und einfaches Objekt menschlichen Handelns begriffen, sondern zeichnet sich selbst durch Eigensinn und Handlungsmacht aus, die auf menschliche Akteure und deren Interaktionsformen und Selbstverständnis zurückwirkt.
Das Seminar soll Gelegenheit geben, neuere feministische, poststrukturalistische, marxistische und wissenschaftstheoretische Arbeiten zu diskutieren, die dem Verhältnis von Dingen und Menschen, von Körperlichkeit und Wissensproduktion nachgehen und stellt aktuelle Konzepte einer materialistischen Ontologie vor.

Seminarplan Materialität und Gesellschaft

 

Prof. Dr. Thomas Lemke
Forschungs- und Examenskolloquium

Zeit: Do 16-18 Uhr
Ort: FLAT 2
Kürzel: SOZ-BA-KO, SOZ-MA-9, KO Dipl./Magister, Dissertations-KO

Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende und DoktorandInnen. Es bietet die Möglichkeit, Abschlussarbeiten und Dissertationen vorzustellen und aktuelle Literatur gemeinsam zu diskutieren. Darüber hinaus dient die Veranstaltung auch als Forschungswerkstatt, in dem Projektideen konkretisiert und Ergebnisse laufender Projekte erörtert werden. Der Seminarplan wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.

Kolloquiumsplan SoSe 2012

 

Lehrveranstaltungen im WS 2011/12

Prof. Dr. Thomas Lemke
Genetik und Gesellschaft: Empirische Analysen und theoretische Perspektiven

Zeit: Di.: 10 - 12 Uhr
Ort: Raum 502 AfE
Kürzel: SOZ-BA-S2, SOZ-BA-SP, SOZ-MA-6, HS, L-POWI-S2, L-POWI-VS2

Die Sequenzierung des menschlichen Genoms, die darauf basierende Entwicklung medizinisch-genetischer Techniken sowie die zunehmenden Kenntnisse über die Funktion von Genen haben in den letzten Jahren das Verhältnis von Genetik und Gesellschaft ins Zentrum des medialen und politischen Interesses gerückt. Dabei wurden meist Chancen und Risiken des genetischen Wissens gegeneinander abgewogen, ohne jedoch historische Entstehungsbedingungen und den sozialen Kontext systematisch zu berücksichtigen.
In dem Seminar soll eine sozialwissenschaftliche Perspektive auf den Gegenstand eingenommen werden, die sich dezidiert von den vorherrschenden bioethischen und politisch-rechtlichen Formen der Auseinandersetzung unterscheidet. Im ersten Teil der Veranstaltung werden die historischen Kontinuitäten und Differenzen zwischen den eugenischen Praktiken der Vergangenheit und der „neuen Genetik“ analysiert. Darauf aufbauend sollen dann exemplarische Problem- und Praxisfelder (Diskriminierung und Stigmatisierung, Veränderungen von Familien- und Verwandtschaftskonzepten, Genetifizierung von Gesundheit und Krankheit, etc.) untersucht werden, um die Macht- und Subjektivierungseffekte genetischer Praktiken in den Blick zu nehmen.

Seminarplan Genetik und Gesellschaft zum Download

weitere Literatur
 Genetik und Gesellschaft zum Download 

 

Forschungs- und Examenskolloquium

Zeit: Do 16-18 Uhr
Ort: FLAT 2
Kürzel: SOZ-BA-KO, SOZ-MA-9, KO Dipl./Magister, Dissertations-KO

Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende und DoktorandInnen. Es bietet die Möglichkeit, Abschlussarbeiten und Dissertationen vorzustellen und aktuelle Literatur gemeinsam zu diskutieren. Darüber hinaus dient die Veranstaltung auch als Forschungswerkstatt, in dem Projektideen konkretisiert und Ergebnisse laufender Projekte erörtert werden. Der Seminarplan wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.

Kolloquiumsplan

 

Lehrveranstaltungen im SoSe 2011

Prof. Dr. Thomas Lemke
Bioökonomie. Aspekte einer politischen Ökonomie des Lebens

Zeit: Di. 10-12
Ort: FLAT 2
Kürzel: HS, SOZ-BA-S1, SOZ-BA-S2, L-POWI-VS1, SOZ-MA-1, SOZ-MA-5

Der Begriff der Biopolitik findet inzwischen eine große Resonanz in den Sozialwissenschaften und in öffentlichen Debatten. Weniger gut untersucht ist hingegen die Frage, wie die Politisierung des Lebens sich mit dessen Ökonomisierung verschränkt: Welche ökonomischen Motive und Profitabilitätserwägungen begleiten die Regulierung und Optimierung von Lebensprozessen, welche neuen Marktstrukturen und Ausbeutungsformen etablieren sich und wie verändert sich das Verhältnis von Produktion und Reproduktion im Kontext biotechnologischer und biomedizinischer Innovationen?

Das Seminar vermittelt einen Überblick über verschiedene historische und aktuelle Versuche, (menschliches) Leben unter dem Gesichtspunkt ökonomischer Rationalität zu betrachten. Das Spektrum umfasst Konzepte einer „Menschenökonomie" am beginnenden 20. Jahrhundert und Überlegungen zur Bestimmung „lebensunwerten Lebens" in den 1920er und 1930er Jahren. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf zeitgenössischen theoretischen Debatten zur Entstehung eines „Biokapitalismus" und empirischen Untersuchungen von „Gewebeökonomien" und „Biobanken" im Kontext biowissenschaftlichen Wissens.

Literatur:
Jörn Klare: Was bin ich wert? Eine Preisermittlung. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2010.
Stefan Helmreich: "Species of Biocapital", in: Science as Culture, Vol. 17, No. 4, 2008, S. 463-478.

Seminarplan_Bioökonomie

 

Forschungs- und Examenskolloquium

Zeit: Do 16-18 Uhr
Ort: FLAT 2
(KO, SOZ-BA-Ko)

Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende und DoktorandInnen. Es bietet die Möglichkeit, Abschlussarbeiten und Dissertationen vorzustellen und aktuelle Literatur gemeinsam zu diskutieren. Darüber hinaus dient die Veranstaltung auch als Forschungswerkstatt, in dem Projektideen konkretisiert und Ergebnisse laufender Projekte erörtert werden. Der Seminarplan wird in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.

 

Lehrveranstaltungen im Wintersemster 2009/2010

 

Evolutionstheorie und Gesellschaftsbegriff:
Darwin und die Sozialwissenschaften

Hauptseminar (HA, HS, L-POWI-VS1, SOZ-BA-T, SOZ-BA-ST)
Seminarleitung: Prof. Dr. Thomas Lemke
Zeit: Di 10-12 Uhr
Ort: FLAT 10

Das Darwin-Jahr mit zahlreichen Ausstellungen, Buchpublikationen, Zeitschriften- und Radiobeiträgen geht langsam zu Ende. So groß das mediale Interesse zum 200. Geburtstag des Begründers der modernen Evolutionstheorie ist, seine Bedeutung für die sozialwissenschaftliche Theoriebildung bleibt meist ausgespart.

In dem Seminar sollen zunächst Grundlinien und zentrale Konzepte der Darwin’schen Evolutionstheorie rekonstruiert werden. Den größten Teil der Veranstaltung nimmt die Diskussion klassischer und zeitgenössischer soziologischer Theorien von Herbert Spencer bis Niklas Luhmann ein, die sich auf evolutionstheoretische Konzepte beziehen und sie für ihre Gesellschaftsanalyse fruchtbar machen. Im letzten Teil des Seminars werden aktuelle entwicklungsbiologische Arbeiten sowie Beiträge aus der Evolutionspsychologie im Hinblick auf ihren Gesellschaftsbegriff untersucht.

Einführende Literatur: Manuela Lenzen: Evolutionstheorien in den Natur- und Sozialwissenschaften, Frankfurt am Main/New York: Campus 2003. 

Seminarplan Evolutionstheorie und Gesellschaftsbegriff

Update: Reader ab 14.10. in Copies etc. in Gräfstraße erhätlich.

 

Lehrveranstaltungen im SoSe 2009

 

Genetik und Gesellschaft: Empirische Analysen und theoretische Perspektiven

Zeit: Di 10-12 Uhr
Ort: Institut für Sozialforschung
Seminarleitung: Prof. Dr. Thomas Lemke
Hauptseminar (HS, L-POWI-VS2, SOZ-BA-S2, L-GW-A-3, G LA 1-5)

Die Sequenzierung des menschlichen Genoms, die darauf basierende Entwicklung medizinisch-genetischer Techniken sowie die zunehmenden Kenntnisse über die Funktion von Genen haben in den letzten Jahren das Verhältnis von Genetik und Gesellschaft ins Zentrum des medialen und politischen Interesses gerückt. Dabei wurden meist Chancen und Risiken des genetischen Wissens gegeneinander abgewogen, ohne jedoch historische Entstehungsbedingungen und den sozialen Kontext systematisch zu berücksichtigen.

In dem Seminar soll eine sozialwissenschaftliche Perspektive auf den Gegenstand eingenommen werden, die sich dezidiert von den vorherrschenden bioethischen und politisch-rechtlichen Argumentationsstrategien unterscheidet. Im ersten Teil der Veranstaltung werden die historischen Kontinuitäten und Differenzen zwischen den eugenischen Praktiken der Vergangenheit und der "neuen Genetik" analysiert. Darauf aufbauend sollen dann exemplarische Problem- und Praxisfelder (Diskriminierung und Stigmatisierung, Veränderungen von Familien- und Verwandtschaftskonzepten, Genetifizierung von Gesundheit und Krankheit, etc.) untersucht werden, um die Macht- und Subjektivierungseffekte genetischer Praktiken in den Blick zu nehmen.

Seminarplan

 

Der Begriff der Biopolitik in aktuellen Gesellschaftstheorien

Zeit: Mi 8-10 Uhr
Ort: AfE 904
Seminarleitung: Prof. Dr. Thomas Lemke
Hauptseminar (HA, HS, L-POWI-VS2, SOZ-BA-ST, W LA 1-5, MA Politische Theorie)

Der Begriff der Biopolitik hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. War er bis vor kurzem nur wenigen Fachleuten bekannt, findet er heute eine immer größere Resonanz. Das Spektrum seiner Verwendungsweisen reicht inzwischen von der Asyl-Politik über die AIDS-Prävention bis hin zu Fragen des Bevölkerungswachstums. Er bezeichnetdie Unterstützung landwirtschaftlicher Produkte ebenso wie die Förderung medizinischer Forschung, strafrechtliche Bestimmungen zur Abtreibung und Patientenverfügungen zum Lebensende. Der Begriff taucht bei Vertretern der Alten Rechten ebenso auf wie in neueren linksradikalen Texten, es verwenden ihn Kritiker des biotechnologischen Fortschritts, aber auch dessen Befürworter, erklärte Rassisten wie bekennende Marxisten.

In dem Seminar sollen Geschichte und Gegenwart des Begriffs der Biopolitik und seine Bedeutung in aktuellen Gesellschaftstheorien untersucht werden. Ziel ist es, einen kritischen Überblick über die unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Perspektiven auf das Problem zu gewinnen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Arbeiten des französischen Philosophen Michel Foucault und die an dessen Konzept der Biopolitik anschließenden Theorien von Giorgio Agamben auf der einen und Michael Hardt und Antonio Negri auf der anderen Seite.

Seminarplan 
Weitere Literaturhinweise


Lehrveranstaltungen im WS 2008/09

Einführung in die Akteur-Netzwerk-Theorie

Zeit: Mo. 10.00-12.00
Ort: AfE-Turm 904

Die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) gehört heute zu den bedeutendsten neueren Sozialtheorien. Begründet und ausgearbeitet von Bruno Latour, Michel Callon, John Law und vielen anderen hat sie seit 30 Jahren einen festen Platz in der Wissenschafts- und Technikforschung. Die ANT bricht mit einigen zentralen Grundprinzipien (sozial-)wissenschaftlicher Analyse und Kritik. Sie begreift Natur und Gesellschaft nicht als zwei voneinander getrennte und gegeneinander abgeschlosse Bereiche oder Sphären, sondern als ein Kontinuum von Netzwerken und Akteurskoalitionen. An die Stelle des ontologischen Dualismus tritt der Monismus von Beziehungsgefügen und Praktiken. Damit einher geht eine Umkehrung der traditionellen Perspektive: Natur und Gesellschaft sind nicht Grundlage für die Aktivität von Menschen bzw. Nichtmenschen, sondern das Ergebnis von Praktiken, in denen sich menschliche und nichtmenschliche Akteure in Natur und Gesellschaft spalten. Das Seminar gibt einen Überblick über Grundannahmen, Begrifflichkeiten und Analysepotenzial der ANT und soll zu einer kritischen Überprüfung dieses Forschungsprogramms einladen. Grundlagenliteratur: Belliger, Andréa/Krieger, David J. (Hg.): ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie. Bielefeld: transcript; 2006.

Seminarplan ANT

 

Grundlagen und Grenzen der Sozialwelt - Zur Soziologie der Mensch-Tier-Differenz

Zeit: Di. 10.00-12.00
Ort: Institut für Sozialforschung (Sitzungsraum 1, Senckenberganlage 26)

Die Soziologie befasst sich in der Regel mit der Vergesellschaftung von Menschen. Dies greift aus mindestens zwei Gründen zu kurz. Zum einen zeigt die historische und ethnologische Forschung, dass auch Tiere und andere nicht-menschliche Entitäten als Gesellschaftsmitglieder begriffen werden. Es ist daher zweifelhaft, dass ausschließlich Menschen soziale Akteure sein können. Zum anderen gerät durch die anthropozentrische Fixierung der ambivalente Status der Mensch-Tier-Differenz aus dem Blick: Tiere sind nicht nur Gegenbild, sondern auch Vorbild menschlicher Existenz – dies zeigt nicht zuletzt die Rede von »Modellorganismen« in der biowissenschaftlichen Forschung. In dem Seminar soll den verschiedenen Formen nachgegangen werden, in denen die Mensch-Tier-Differenz zum Gegenstand soziologischer Forschung wird. Das Spektrum reicht von Forderungen nach einer »symmetrischen Anthropologie«, die menschliche und nicht-menschliche Akteure gleichermaßen als handlungsfähige Entitäten begreift, bis hin zu medientheoretischen oder diskursanalytisch inspirierten Studien zur »politischen Zoologie«.

Seminarplan MTD