Projekte | Abschlussjahre 2018 und 2019




Die Personalisierung der Depression.
Voraussetzungen, Dynamiken und Implikationen der psychiatrischen Biomarker-Forschung

Das Forschungsvorhaben nimmt eine theoretisch fundierte und empirisch gesättigte Analyse des Projekts einer Personalisierten Psychiatrie vor. Im Mittelpunkt steht die explorative Untersuchung der Voraussetzungen, Dynamiken und Implikationen der psychiatrischen Biomarker-Forschung am Beispiel der Depression. Das Projekt geht von der These aus, dass die zunehmende Ausrichtung an Biomarkern in der Depressionsforschung nicht nur das professionelle Selbstverständnis der Psychiatrie verändert und ihre disziplinären Grenzen verschiebt, sondern auch neue institutionelle Strukturen und Handlungslogiken hervorbringt und gesellschaftliche Deutungsmuster von Krankheit und Gesundheit, Psyche und Körperlichkeit verschiebt.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Lemke 
Projektlaufzeit: 2017-2019



Leibniz Forschungsgruppe

The Leibniz-Research Group Transnational Justice focuses on different aspects of a theory of transnational justice, from the grounds, uses and contours of the notion of justice within various social, political and philosophical contexts to the most important injustices of the current transnational order.
It seeks to establish a transnational network of scholars from different regions of the world, including Latin America, North America, Africa, the Middle East, India and China in order to discuss issues of justice in a truly transnational perspective.
The group is funded through the German Research Foundation's Leibniz Award Program.

Projektleitung: Prof. Dr. Rainer Forst

Laufzeit: 2013 bis 2019




(New) Political Representative Claims
A Global View (France, Germany, Brazil, India, China)

Das Projekt untersucht neue Ansprüche politischer Repräsentation (representative claims), die sich neben den etablierten Formen wie Wahlen oder Mandaten herausbilden. In vergleichend-globaler Perspektive werden dazu representative claims in den fünf Ländern Deutschland, Frankreich, Brasilien, Indien und China untersucht.

Projektkoordinatoren für Deutschland: Prof. Dr. Brigitte Geißel und Prof. Dr. Thomas Heberer
Laufzeit: 2016 – 2019

Der Einfluss familienfreundlicher Maßnahmen in Betrieben auf das Arbeitsmarktverhalten von Müttern und Vätern – eine empirische Analyse mit verknüpften Betriebs- und Personendaten

Kooperationsprojekt mit dem Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Im Fokus des Projekts stehen betriebliche familienfreundlichen Maßnahmen, welche auf eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zielen. Familienfreundliche Maßnahmen sind nicht nur ein zentrales Thema in der Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, sondern mittlerweile fester Bestandteil in der betrieblichen Personalpolitik. Während die familienpolitischen Maßnahmen bereits evaluiert wurden, besteht eine Forschungslücke für die betrieblichen Maßnahmen.

Das Projekt greift auf verknüpfte Betriebs- und Personendaten (sogenannte Linked-Employer-Employee-Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)) zurück, die eine Analyse der Wechselwirkungen zwischen betrieblich angebotenen Maßnahmen und staatlich gesteuerten Rahmenbedingungen sowie regionalen Kontextfaktoren auf individuelle Arbeitsmarktentscheidungen erlauben.  

Das Projekt soll folgende  Forschungsfragen beantworten:

(1) Unter welchen Kontextbedingungen führen Unternehmen betriebliche familienfreundliche Maßnahmen ein und welche Veränderungen zeigen sich im Laufe der Zeit aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Themas in der Gesellschaft?
(2) Welche Auswirkungen haben betriebliche familienfreundliche Maßnahmen auf das Arbeitsmarktverhalten der Belegschaft, insbesondere der Mütter und Väter, in unterschiedlichen betrieblichen und regionalen Kontexten und unter verschiedenen familienpolitischen Rahmenbedingungen?

Projektleitung: Prof. Dr. Daniela Grunow
Projektlaufzeit: 2017 - 2020





Gesellschaftliche Vorstellungen sinnvoller Arbeit und individuelles Sinnerleben in der Arbeitswelt

In zahlreichen Feuilletonbeiträgen und Wirtschaftsmagazinen wird gegenwärtig die Suche nach Sinn in der Arbeitswelt thematisiert. Im Fokus steht dabei insbesondere die Generation Y, die Generation der zwischen 1980 und 1990 Geborenen, denen nachgesagt wird, sie suchten vor allem nach Sinn im Berufsleben. Neben der Generation Y werden häufig auch BerufswechslerInnen als Beispiele für die neue Sinnsuche in der Arbeitswelt genannt. Soziologisch werden diese neuen Arbeitsansprüche seit geraumer Zeit unter dem Stichwort der normativen Subjektivierung der Arbeit (Baethge 1991) verhandelt. Zahlreiche Untersuchungen widmen sich gegenwärtig der Untersuchung des Subjektivierungsprozesses und der subjektivierten Arbeit. Während einige der für die Diskussion relevanten Begriffe wie Selbstverwirklichung oder Autonomie intensiv thematisiert werden, bleibt bisher weitgehend offen, was genau unter den neuen Sinnerwartungen eigentlich zu verstehen ist. Wonach wird also gesucht, wenn nach Sinn gesucht wird? Geht es um Arbeitszufriedenheit, Fragen der Selbstverwirklichung oder den gesellschaftlichen Nutzen der Arbeit? Und wie lässt sich die Sinnsuche vor dem Hintergrund aktueller Entfremdungsphänomene in der Arbeitswelt begreifen? Diesen Fragen gehen wir anhand von unterschiedlichen Beschäftigtengruppen, u. a. von BerufswechslerInnen nach. Weiterhin werden die hier skizzierten Fragen auch im Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Vorstellungen sinnvoller Arbeit und individuelles Sinnerleben in der Arbeitswelt“ (siehe oben) adressiert.

Im aktuellen Projektteil wird das Feld des sozialen Unternehmertums untersucht. In diesem Feld ist die Sinnhaftigkeit des Tuns tief in die eigenen Narrative über Arbeit eingeschrieben ist. Zudem wird das Feld häufig als Avantgarde eines neuen Verständnisses von Arbeit in der Gesellschaft charakterisiert. Die Untersuchung dieses Feldes ermöglicht so, vertiefte Einblicke in veränderte Arbeitsorientierungen und Annahmen über gute Arbeit wie auch über gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle von Arbeit in der Gesellschaft zu erlangen.

Projektleitung: Prof. Heather Hofmeister, PH.D., und Dr. Friedericke Hardering
Projektlaufzeit: 2016-2018



Anlageträger. Genetisches Wissen und die Entstehung einer neuen biosozialen Identität

Das Vorhaben untersucht, ob und inwieweit gegenwärtig eine neue biosoziale Identität und Personenkategorie der sogenannten heterozygoten Anlageträgerinnen und -träger von rezessiv vererbten Erkrankungen aus dem Zusammenwirken von genetischem Wissen, neuartigen biomedizinischen Technologien, wissenschaftlich-politischen Diskursen und kommerziellen genetischen Testangeboten entsteht. 
Mit diesen Fragestellungen und Zielen kann das Vorhaben einen weiterführenden Beitrag leisten zur differenzierten Untersuchung der sozialen Wirkungen genetischen Wissens und biomedizinischer Technologien, zur soziologischen Analyse von Praktiken des Wissens wie des Nichtwissens sowie zu der beginnenden öffentlichen Diskussion über mögliche Vor- und Nachteile einer in wesentlichen Aspekten neuartigen und potentiell folgenreichen genetischen Diagnostik.

Projektleitung: PD Dr. Peter Wehling
Projektlaufzeit: 2015-2018



Demografisierung des Politischen? Eine intersektionale Analyse deutscher Familien- und Migrationspolitik seit Mitte der 1990er Jahre

Demografisierung des Politischen? Eine intersektionale Analyse deutscher Familien- und Migrationspolitik seit Mitte der 1990er Jahre. Das Forschungsprojekt untersucht den Bedeutungszuwachs demografischen Wissens in der bundesdeutschen Familien- und Migrationspolitik seit Mitte der 1990er Jahre. Ziel ist es, Reichweite, Elemente und Dynamik einer neuen Bevölkerungspolitik in ihrer wissenschaftlichen Begründung zu analysieren. Im Fokus stehen staatliche Ansätze zur Steuerung von Fertilität und Zuwanderung als diejenigen Elemente einer neuen Demografiepolitik, die auf eine aktive Gestaltung der Größe und Zusammensetzung der nationalen Bevölkerung abzielen. Das Projekt wird Methoden der interpretativen Policy mit staatstheoretisch verankerten Politikfeldanalysen kombinieren und dabei im Sinne der Intersektionalitätsforschung danach fragen, mit welchen demographischen Instrumentarien bestimmte Bevölkerungsgruppen in beiden Politikfeldern als erwünscht oder unerwünscht statistisch hervorgebracht und klassifiziert werden, welche Strategien der staatlichen Steuerung in Bezug auf diese Bevölkerungsgruppen diskutiert und implementiert werden und wie sich diese Prozesse der Kategorisierung und Steuerung verschränken oder auch voneinander abgegrenzt werden.

Projektleitung: Dr. Susanne Schultz
Projektlaufzeit: 2014-2018



Erwerb von sprachlichen und kulturellen Kompetenzen von Migrantenkindern und der Übergang nach der vierten Klasse (ESKOM-Ü4)

Verschiedene Studien zur ethnischen Bildungsungleichheit haben ergeben, dass Migrantenkinder selbst bei Berücksichtigung der sozialen Herkunft und der Migrationsbiografie im deutschen Bildungssystem deutlich benachteiligte Positionen einnehmen. Dies kann vor allem auf den Mangel an bildungsrelevanten sprachlichen und kulturellen Kompetenzen zurückgeführt werden. Da bereits zu Beginn der Grundschulzeit deutliche Unterschiede zwischen Kindern mit und ohne Migrations-hintergrund festgestellt werden und diese sich offenbar dann noch kumulativ verstärken, muss eine Erklärung dieser Startnachteile, neben den recht gut untersuchten Einflüssen der Familien- und Migrationsbiografie, bereits in der Vorschulzeit ansetzen. Zur Erklärung der ethnischen Kompetenzunterschiede im Vorschulalter bietet sich, wie für die Bildungsbeteiligung insgesamt, eine humankapitaltheoretische Modellierung des Kompetenzerwerbs und dessen Folgen an. Die Aneignung von Humankapital im Vorschulalter kann als Investition der Familie aufgefasst werden, die jedoch weitgehend den über Familien- und Migrationsbiografie bestimmten Vorgaben, darunter besonders die Ausstattung mit kulturellem Kapital, und den in der Wohnumgebung vorgefundenen Möglichkeiten, folgt. Vor diesem Hintergrund wird der Kindergartenbesuch als eine derart strukturierte vorschulische Bildungsentscheidung der Eltern verstanden. Für die empirische Untersuchung der Bestimmungsgründe und der (längerfristigen bildungsrelevanten) Folgen speziell des Kindergar-tenbesuchs (im Vergleich zu den anderen Einflüssen) ist ein Panel mit türkischen und deutschen Familien geplant, wobei zu zwei Zeitpunkten eine Befragung der Eltern und die Durchführung eines standardisierten Tests der kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten mit dem Kind erfolgen sollen. Informationen über den Wohnkontext sowie die Merkmale des Kindergartens sollen diesen Daten zugespielt werden.

Das Längsschnittprojekt ESKOM-Ü4 beschäftigt sich mit der Entwicklung verschiedener Kompetenzen von deutschen und türkischstämmigen Kindern ab dem dritten Lebensjahr und deren Einfluss auf die Übergangsentscheidung in der vierten Klasse.

Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Becker, Prof. Dr. Hartmut Esser (Universität Mannheim)
Projektlaufzeit: 2012-2018

Institutionelle Determinanten industrieller Innovationsprozesse in Brasilien

Das Vorhaben "Institutionelle Determinanten industrieller Innovationsprozesse in Brasilien" wird von 2016 bis 2018 im Rahmen des DAAD PROBRAL-Programms gefördert. Parallel hat die brasilianische Förderorganisation CAPES dem Kooperationspartner an der Universität Brasilia, Moisés Villamil Balestro, ein entsprechendes Partnerprojekt genehmigt. Weitere Projektmitwirkende an der Goethe-Universität sind Christian May, Daniel Mertens und Michael Schedelik. 


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Nölke
Laufzeit: 2016 - 2018


Populism, Prejudices and PerspectivesItaly and Germany in Today's Europe

In public discussions on European politics – above all, if addressed to the European Union (EU) in its current crisis and with regard to the re-vitalized North-Southern divide – rising 'populist' forces are frequently invoked. This did not only happen over the most recent elections to the European Parliament (EP) but 'populism' has also been noted at various other instances all over Europe, ranging from electoral behavior to protests. While the definition of populism is discussed in the social sciences, references to stereotypes about the 'other' are part of its common core. The most honorable aim of the EU has always been the integration of different European countries, cultures and identities; however, it cannot be denied that the completion of this process takes longer than some political thinkers of the past had foreseen.
It seems that rather the contrary can be witnessed: above all, the €uro crisis and its various ramifications on national austerity programs seem to provoke a revival of mutual stereotypes within the EU which has widened the gaps between single member states. Recent discussions about the distribution of refugees over Europe, other issues on border protection, and more general topics on the distribution of financial means in the EU add to this phenomenon.
We see two consequences from the most recent developments: first, from a supra-national perspective, identification with and approval of the European project (going beyond the purely institutional integration into the EU but also referring to the need of various mutual political, economic, social, cultural, and technological exchanges) is endangered. Second, from a bi-national perspective which evolves between nation states, stereotypes and prejudices challenge established contacts, routines, and images.
We study these phenomena above all with regard to Italian-German relations, but keep an eye on other countries, such as Greece, Portugal, and Spain.

Projektleitung: Prof. Dr. Claudius Wagemann
Laufzeit: 2016 bis 2018





Auf den Seiten des Excellenzclusters (2007-2019) finden Sie weitere Informationen zu den Forscher*innen des Clusters und ihren Forschungsschwerpunkten.

Teilprojekte aus dem Institut für Politikwissenschaft:

Name: Macht, Herrschaft und Gewalt in Ordnungen der Rechtfertigung
Projektleitung: Prof. Dr. Rainer Forst

Name: Nachhaltige Entwicklung, Global Governance und Gerechtigkeit
Projektleitung: Prof. Dr. Darrel Moellendorf

Name: Sicherheitskommunikation in Demokratien
Projektleitung: Prof. Dr. Gunther Hellmann


ARTENGINE: Artificial Life/Anthropological and Sociological Analysis of Life Engineering

Das Projekt widmet sich gegenwärtigen Herausforderungen im Feld der reproduktiven und genetischen Technologien aus soziologischer und anthropologischer Perspektive. Auf der Grundlage von Fallstudien in zwei europäischen Ländern – Deutschland und der Tschechischen Republik – werden Praktiken der Präimplantationsdiagnostik (PID) in den beiden Ländern untersucht. In der Tschechischen Republik werden die PID und die damit verbundenen Probleme bislang nur unzureichend anthropologisch und soziologisch reflektiert. Dass diese Themen nicht adressiert werden, trägt zu einem mangelhaften Verständnis der spezifischen Beschaffenheit der Lebenswissenschaften im osteuropäischen und post-sozialistischen Kontext bei. Das Forschungsvorhaben besteht darin, die materiellen Praktiken der PID in der Tschechischen Republik und in Deutschland zu vergleichen.

Zwei Hauptziele leiten das Forschungsprojekt an. Erstens werden der soziale und kulturelle Hintergrund sowie die spezifischen Bedenken in Bezug auf die Anwendung der PID im Europäischen Kontext untersucht. Zweitens werden soziale und kulturelle Praktiken und Formen von agency im Kontext der PID analysiert, definiert und diskutiert. Die empirische Forschung basiert auf einer breiten Palette an qualitativen soziologischen und ethnographischen Methoden: klassische Verfahren, wie teilstrukturierte Interviews, ethnographische Beobachtungen und kritische Diskursanalyse werden mit innovativen Methoden, wie digitaler Soziologie und multi-sited sowie multi-species ethnography kombiniert.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Lemke und Dr. Eva Šlesingerová
Projektlaufzeit: 2017-2019

CORRODE: Corroding the social? An empirical evaluation of the relationship between unemployment and social stratification in OECD countries

The project aims to deliver a comprehensive evaluation of the relationship between unemployment and social stratification in Europe and North America. Our core goal is to provide empirical estimates of the causal impact of unemployment on four critical domains of social life, namely household incomes, demographic behaviour, educational attainment, as well as social integration and civic participation. Our research will examine the persistence of such effects in the medium and longer run, and will evaluate the role of moderating factors like coupled unemployment and unemployment duration. The distinction between the stratification impacts of household experiences of unemployment and those of aggregate macroeconomic conditions will be a particular focus in the analysis, as will be the evaluation of a mediation model including changing household incomes, changing economic expectations and changing norms and preferences as relevant factors. The project will also address heterogeneity in the effects of unemployment e.g. by level of education, household demographics, household income or social class, and will evaluate the extent of cross-country variation in the impacts of unemployment, as well as any mitigating role of labour market and social policies, along the four dimensions of stratification considered. The empirical analysis rests on cross-nationally harmonized multilevel life course datasets constructed from various representative household panel studies, notably the EU Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC), the European Community Household Panel (ECHP) and several national panel studies, merged with time-series data on aggregate unemployment at the regional level. To achieve robust causal inference, the project utilizes multilevel panel data modelling, notably two-way fixed-effects and related estimators that statistically control for unobserved heterogeneity at both the household and contextual level.

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Gangl
Projektlaufzeit: 2014-2019

DANDELION

The Goethe University Frankfurt (GUF) is actively involved in the activities related to the valorisation methodology for inclusive, innovative and reflective societies research, where it leads task “dimensions and criteria for fostering  societal  impact  out  of  inclusive,  innovative and  reflective  societies  research",  the “evaluation of inclusive, innovative and reflective societies performance in tackling Grand Challenges: Best Cases", and the “elaboration of a multi-sectoral/multi-disciplinary valorisation concept for sustainable inclusive, innovative and reflective societies uptake".

Additionally, GUF also leads task related to the methodological framework for inclusive, innovative and reflective societies projects benchmarking", the task “promoting productive interactions among stakeholders", and the task “Strengthening the impact of inclusive, innovative and reflective societies in the interfaces Research-Society, Research-Market, Research-Public Services".

GUF is, furthermore, a contributing partner in most other tasks of Dandelion.

Projektleitung: Dr. Giorgios Kolliarakis
Laufzeit: 2016 bis 2018


EUENGAGE
Bridging the gap between public opinion and European leadership: Engaging a dialogue on the future path of Europe.

The goal of the EUENGAGE Project is twofold: first, to inquire into the current tensions between supranational EU governance and popular mobilisation at the national level, critically questioning EU-driven policies and EU legitimacy; and second, to propose remedial actions based on sound empirical research on the relationship between public opinion, national and supranational political elites.

Projektleitung: Prof. Dr. Claudius Wagemann
Laufzeit: 2017 bis 2018


Prähistorische Konfliktforschung: Burgen der Bronzezeit zwischen Taunus und Karpaten

Den theoretischen Bezugsrahmen für die Rekonstruktion bronzezeitlicher Sozialstrukturen bilden zwei aktuelle Diskurse der Bronzezeitforschung: Zum einen der Verweis auf die ägäische Bronzezeit als Ausgangspunkt einer etappenweise bis nach Mitteleuropa ausstrahlenden Entwicklung der Zentralisierung und Machtkonzentration, kulminierend in der Person eines machtvollen Einzelherrschers bzw. einer „Elite“. Zum anderen ein Diskurs, den man schlagwortartig mit „Beyond Elites“ bezeichnen könnte und der sich gegen eine einseitige Fixierung der traditionellen Bronzezeitforschung auf die Angehörigen von „Eliten“ richtet. Beide Diskurse nehmen auf neoevolutionistische Stufenmodelle der Entwicklung von Gesellschaften Bezug, in denen zunehmende Komplexität mit zunehmender Hierarchisierung und Verstetigung einhergeht. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Teilprojektes, Modelle zur Verfasstheit bronzezeitlicher Gesellschaften zu erarbeiten, ohne dabei von vornherein auf nicht näher spezifizierbare „Eliten“ einerseits und einen neoevolutionistisch inspirierten Theorieeklektizismus andererseits zu rekurrieren. Impulse gehen stattdessen aus von ethnologisch-kulturanthropologischen Studien zu Mechanismen gesellschaftlicher Integration jenseits vertikaler Machtausübung, es sind mit anderen Worten Modelle zu entwickeln, die nicht wie selbstverständlich Sozialstruktur auf Herrschaftsorganisation reduzieren und sich andeutende Siedlungshierarchien mit sozialen Hierarchien identifizieren.

Projektleitung: Prof. Dr. Ferdinand Sutterlüty, PD Dr. Matthias Jung, Dr. des. Andy Reymann
Projektlaufzeit: 2016-2019


Evaluation von Planspielen und ihrer Lehr/Lernprozesse im Kontext des Themenschwerpunktes "Flucht und Asyl, Migration und Europa"

Planspiele sind als Lehr-/Lernmethode durch multidimensionale Lernmöglichkeiten gekennzeichnet, die sich sowohl auf inhaltliche wie auch auf methodische, sozial-kommunikative und affektive Aspekte beziehen. Damit eignen sich Planspiele aus politikdidaktischer Sicht in besonderer Weise zur Förderung von Partizipation und Mündigkeit. Im Rahmen dieses Projekts sollen Planspiele für den schulischen wie außerschulischen Bereich über eine empirisch angelegte Studie der aktionsbezogenen Lehr-/Lernforschung mit quasi-experimentellem Design evaluiert werden. Es soll analysiert werden, inwieweit Planspiele einen nachhaltigen (und nicht nur kurzfristigen) Lerneffekt zeitigen, das Partizipationsverhalten positiv beeinflussen, die Partizipationsbereitschaft erhöhen und Partizipationsfähigkeiten mit Blick auf die Beförderung einer demokratischen Kultur ausbilden. Überdies soll stichprobenartig erhoben werden, weshalb Planspiele zum Einsatz gebracht werden und welche Gründe aus Sicht der Leiter/innen dafür sprechen, Planspiele (nicht) durchzuführen. 

Projektleitung: Prof. Dr. Tim Engartner
Laufzeit: 2016 – 2019


LEVEL – Lehrerbildung vernetzt entwickeln
Mündigkeit im sozialwissenschaftlichen Unterricht
Das im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung bewilligte Konzept „LEVEL – Lehrerbildung vernetzt entwickeln“ wird von zahlreichen lehrerbildenden Institutionen der Goethe-Universität getragen. Im sozialwissenschaftlichen Fächerverbund wird die Vernetzung der politischen, historischen und geographischen Lehrerbildung angestrebt. Im Zusammenwirken der beiden ersten lehrerbildenden Phasen sollen im Wege der videobasierten Unterrichtsbeobachtung zentrale Charakteristika von Mündigkeit als Leitziel sozialwissenschaftlich-historischer Bildung identifiziert, analysiert und interpretiert werden, um daraus sowohl inhaltliche als auch didaktisch-methodische Schlüsse für das Lehrer(innen)handeln zu ziehen.

Projektleitung: Prof. Dr. Tim Engartner, Prof. Dr. Henke-Bockschatz und Prof. Dr. Detlef Kanwischer
Laufzeit: 2015 - 2018





Paradoxien des Kindeswohls

Teilprojekt im Rahmen der Forschungsgruppe am Institut für Sozialforschung "Verhandlungsformen normativer Paradoxien", Förderlinie "Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft". 

Projektleitung: Prof. Dr. Ferdinand Sutterlüty
Projektlaufzeit: 2015–2018




Protecting the Weak
Entangled Processes of Framing Mobilization and Institutionalization in East Asia

Since the mid-nineteenth century, East Asia has been the locus of ambivalent constructions of modernity vis-à-vis a Western modernity idealized as progressive and rejected as a suppressive “other" at the same time. We find the notion of “entangled modernities" formulated by Shalini Randeria and others most adequate to capture the interactive processes of translation, contestation, negotiation, and appropriation of Western concepts amalgamated with supposedly indigenous traditions that underlie the constructions of modernity in East Asia. These processes have been, and in many cases still are, highly relevant not only to the self-perceptions of but also to the interactions between East Asian and Western societies.

Projektleitung: Prof. Dr. Heike Holbig

Laufzeit: 2014 bis 2018


Entwicklung und Evaluation von Unterrichtsmaterialien für den sozioökonomischen Unterricht

Im Rahmen des Projekts wurde ein auf die schulische Umsetzbarkeit zielendes Konzept zur sozio-ökonomischen Bildung entworfen. Dieses enthält neben einer theoretischen Grundierung entlang zentraler didaktischer Prinzipien einen Kriterienkatalog, um geeignetes Unterrichtsmaterial identifizieren zu können. Projektleitung: Prof. Dr. Tim Engartner
Laufzeit: 2012 - 2018






Wie denken zukünftige Ökonom(inn)en?
Eine qualitativ-quantitative Befragung von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften an deutschen Hochschulen

Die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise hat nicht nur in Deutschland Zweifel an der gegenwärtigen Ausrichtung der Ökonomik genährt. Die Einseitigkeit in Forschung und Lehre, die Prädominanz neoklassischer Ansätze und die methodische Verengung zugunsten statistisch-mathematischer Modelle zählen zu den am häufigsten geäußerten Kritikpunkten. Das vorliegende Projekt knüpft an diese Selbstverständnisdebatte an, indem es über eine Methodenkombination aus qualitativer und quantitativer Befragung die Einstellungen von Studierenden verschiedener Semester zur wirtschaftswissenschaftlichen Hochschullehre in Deutschland untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, (a) wie junge Ökonom(inn)en die derzeitige theoretische und methodische Verfasstheit ihres Faches reflektieren, (b) wie sich die akademische Lehre auf ihr ökonomisches Grundverständnis auswirkt und (c) welche Konsequenzen sich hieraus für ihre wirtschafts- und gesellschaftspolitische Urteilsbildung ableiten.

Projektleitung: Prof. Dr. Tim Engartner und Prof. Dr. Till van Treeck

Laufzeit: 2016 - 2018


The Goethe University Frankfurt (GUF) is actively involved in the activities related to the valorisation methodology for inclusive, innovative and reflective societies research, where it leads task “dimensions and criteria for fostering  societal  impact  out  of  inclusive,  innovative and  reflective  societies  research",  the “evaluation of inclusive, innovative and reflective societies performance in tackling Grand Challenges: Best Cases", and the “elaboration of a multi-sectoral/multi-disciplinary valorisation concept for sustainable inclusive, innovative and reflective societies uptake".

Additionally, GUF also leads task related to the methodological framework for inclusive, innovative and reflective societies projects benchmarking", the task “promoting productive interactions among stakeholders", and the task “Strengthening the impact of inclusive, innovative and reflective societies in the interfaces Research-Society, Research-Market, Research-Public Services".

GUF is, furthermore, a contributing partner in most other tasks of Dandelion.

Projektleitung: Dr. Giorgios Kolliarakis
Laufzeit: 2016 bis 2018


World Order and PeaceInternational Politics in the 21st Century in a Global Perspective
Projektleitung: Prof. Dr. Gunther Hellmann
Laufzeit: 2016 - 2018

Finanzierung: Fondation "Avec et pour autres"