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Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) (E13 TV-G-U, 50%-Teilzeit)

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Im Rahmen der am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt angesiedelten Forschungsgruppe „Reconfiguration and Internalization of Social Structure (RISS)“ ist im Projekt Nr. 3: Intergenerationale Transmission von Arbeits- und Familienverläufen in Deutschland zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle für eine*n

Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Pre-doc) (m/w/d)

(E13 TV-G-U, halbtags)

befristet bis zum 30.09.2025 zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen des für die Goethe-Universität geltenden Tarifvertrags (TV-G-U).

Das Projekt wird von Prof. Heather Hofmeister geleitet und bietet die Möglichkeit einer Promotion. Der*Die Stelleninhaber*in wird wissenschaftlich in Forschung und Lehre arbeiten und im Rahmen des Projekts eine Dissertation schreiben. In dem Projekt vergleichen wir Arbeits-und Familienverläufe von Eltern, die zwischen 1930 und 1949 in Deutschland geboren wurden, mit denen ihrer erwachsenen, gleichgeschlechtlichen Kinder (geb. 1958-1981), deren Arbeits- und Familienverläufe sowie den sozioökonomischen Status (SES) von gleichgeschlechtlichen Geschwistern unter Verwendung des Sozioökonomischen Panels (SOEP). Arbeits- und Familienverläufe beziehen sich auf Sequenzen von Familienstand, Elternschaft und geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung, während SES-Verläufe Sequenzen von Bildungsstand, beruflichem Status und Einkommen einschließen. Folgende Fragestellungen sollen in dem Projekt beantwortet werden: 1) Unter welchen Bedingungen replizieren Kinder Arbeits- und Familienverläufe ihrer Eltern; unter welchen Bedingungen weichen sie von ihnen ab? 2) In welchen Aspekten ähneln oder unterscheiden sich Arbeits-/Familien- und SES-Verläufe von Geschwistern? Die enormen wirtschaftlichen, demografischen und kulturellen Veränderungen in Deutschland in jüngster Zeit deuten darauf hin, dass Kinder nicht den Lebensverlauf der Eltern und die daraus resultierenden Positionen in der Sozialstruktur replizieren und dass Geschwister möglicherweise sehr unterschiedliche Lebensverläufe führen, wobei Ost-West-Unterschiede wahrscheinlich sind. Das Projekt untersucht den Einfluss inter- und intragenerationeller Ähnlichkeit und Unterschiede in Bezug auf die gesellschaftliche Entwicklung der Sozialstruktur in Deutschland nach der Wiedervereinigung.

Für die empirische Analyse wird das SOEP benutzt: Längsschnittdaten aus einer repräsentativen Stichprobe von etwa 11.000 deutschen Haushalten und mehr als 20.000 Personen. Das SOEP eignet sich gut zum Vergleich von Eltern, Kindern und Geschwistern, da Generationen und Familien im Längsschnitt miteinander verknüpft sind. Wir vergleichen Generationen mit Hilfe von Daten zur Beschäftigung und Familiengeschichte. Dabei werden die gleichen retrospektiven Daten von Eltern und Kindern verglichen, sowie die Daten von Geschwistern, die im gleichen Haushalt mit denselben Eltern groß geworden sind. Die verwendeten Daten sind aus Ost- und Westdeutschland von 1990 bis heute verfügbar.

Das bieten wir:

Die Forschungsgruppe RISS untersucht den Zusammenhang zwischen multiplen Dimensionen soziostrukturellen Wandels und soziopolitischen Orientierungen. Es gibt verschiedene Hypothesen dazu, wie sich der gesellschaftliche Wandel, der an so vielen Stellen zu beobachten ist, langfristig auswirken könnte: Wird die sozialstrukturelle Durchmischung von Menschen mit unterschiedlichen Gruppenzugehörigkeiten zu mehr Integration und Einigkeit führen? Oder ist eher das Gegenteil der Fall und die Gesellschaft zerfällt in fragmentierte Gruppen? Die Forschungsgruppe RISS will eine ausdrücklich multidimensionale Konzeption von soziostrukturellem Wandel entwickeln und im Rahmen einer innovativen empirischen Forschungsstrategie testen. Dazu vereint sie Sozialstrukturanalyse und Politische Soziologie. Sprecherin der Forschungsgruppe ist Prof. Dr. Daniela Grunow, Co-Sprecher ist Prof. Dr. Richard Traunmüller. Die Forschungsgruppe besteht aus einem übergeordneten Koordinierungsprojekt und sechs Einzelprojekten, in denen 8 PIs mit ihren Teams zusammenarbeiten. https://www.fb03.uni-frankfurt.de/67808294/InFER_Projects. Wir sind eine eng verbundene Gemeinschaft von Forschern, und legen Wert auf die professionelle Gemeinschaftsbildung in der Abteilung und Fakultät, die auch über das Projekt hinaus geht.

Wir verfügen über ein internationales Netzwerk und arbeiten gerne interdisziplinär und zukunftsorientiert. Ein Teil des Teams arbeitet im Bereich Wissenschaftskommunikation und wissenschaftlichem Transfer (Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen). Wir legen Wert auf flache Hierarchien, viel Unabhängigkeit und eine respektvolle und rücksichtsvolle Arbeitsatmosphäre. Wir halten Kontakt zu ehemaligen Teammitgliedern und pflegen guten Umgang mit unseren Studierenden sowie den Kolleg*innen. Gegenseitige Unterstützung schreiben wir groß. Neue Teammitglieder sollten sich mit unserem Leitbild identifizieren und unsere Werte teilen.

Frankfurt ist eine Stadt mit ca. 700.000 Einwohnern, mit vielen Unternehmenszweigen und einem starken Finanzsektor. Als erste Stiftungsuniversität Deutschlands von Frankfurter Bürgern 1914 gegründet, ist die Frankfurter Goethe Universität mit über 45.000 Studierenden (Stand WS 20/21) die drittgrößte Universität Deutschlands. Seit ihrer Gründung hat sie sich zu einer weltbekannten und forschungsstarken Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt weiterentwickelt.  Die unter Soziologen berühmte „Frankfurter Schule“ wurde hier gegründet und eine starke Tradition in Soziologie und Politikwissenschaft besteht weiter: wir sind die größte Abteilung für Sozialwissenschaften in Deutschland. Lebendig, urban und weltoffen besitzt die Goethe Universität als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Unser parkartiger Campus ist neu und hat ausgezeichnete Anlagen, zugleich ist er nur 5 Minuten per U-Bahn vom Stadtzentrum entfernt.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) im Bereich der Soziologie oder ähnlichen Feldern, Kenntnisse in mehreren der genannten projektrelevanten Themenbereiche, und ausgezeichnete Kenntnisse in der Anwendung fortgeschrittener quantitativer Analyseverfahren mit gängiger Statistiksoftware, insbesondere Stata und/oder R. Bewerber mit Erfahrung in der Längsschnittdatenanalyse, Sequenzanalyse oder der Bereitschaft, diese Fähigkeiten zu erlernen, sind besonders willkommen: entsprechende Schulungen können angeboten werden. GSOEP Erfahrung ist ebenfalls von Vorteil. Sehr gute Englisch- sowie Deutschkenntnisse setzen wir voraus. Darüber hinaus erwarten wir ein hohes Maß an Eigeninitiative und eine gewissenhafte und sehr strukturierte Arbeitsweise gepaart mit einer hohen Teamfähigkeit. 

Bei Interesse schicken Sie uns bitte folgende Dokumente (in einem PDF-Dokument) unter Nennung der Projektnummer, auf die sich Ihre Bewerbung bezieht:

  • lückenloser tabellarischer Lebenslauf einschließlich Studiengang, Publikationen oder andere schriftliche Arbeiten sowie weitere Erfahrungen, die Ihnen für die Bewerbung von Belang erscheinen
  • Beschreibung der vergangenen, aktuellen und zukünftigen Forschungs- und Lehrvorhaben
  • Motivationsschreiben
  • eine repräsentative Publikation, die Ihre Fähigkeiten in der Forschung, im analytischen Denken sowie in der Anwendung quantitativer Techniken belegt. Dies kann für noch nicht Promovierte gerne eine Masterabschlussarbeit sein
  • Name und Kontakt für zwei Referenzen
  • Zeugnisse bzw. ausführliche Leistungsdokumentation. 

Die Goethe-Universität möchte in ihrer Beschäftigtenstruktur möglichst vielfältige Lebenswelten und Erfahrungshintergründe repräsentieren und setzt sich aktiv für Chancengleichheit ein. Um die Diversität ihrer Mitarbeiter*innen weiter zu steigern, begrüßt die Goethe-Universität Bewerbungen von Personen mit Migrationsgeschichte sowie von Menschen unterschiedlichster Altersgruppen, Religionszugehörigkeiten und sexueller Orientierungen. Frauen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt. Dies gilt auch für Personen mit Behinderungen. Auf die familienfreundliche Gestaltung universitärer Arbeitszusammenhänge wird großen Wert gelegt; Stellen sind grundsätzlich teilbar, sofern die Aufgaben dem nicht entgegenstehen. Auf die familienfreundliche Gestaltung der Arbeit an der Universität legen wir großen Wert.

Bewerbungen sind elektronisch unter Angabe der Kennziffer 06/2022 bis zum 04.04.2022 zu richten an die Dekanin des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der J.W. Goethe-Universität, Mailadresse: dekanat.fb03-bewerbungen@soz.uni-frankfurt.de .