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22.10.2022 15:04

Tagung der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Recht im Anthropozän" vom 3.-4. November 2022

Prof. Thomas Scheffer ist Teil der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Recht im Anthropozän", welche eine gleichnamige Tagung vom 3. bis 4. November am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main durchführt. 

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"Das Anthropozän ist zu einem interdisziplinären Schlüsselbegriff geworden, der die Art und Weise des (gesellschaftlichen) Zusammenlebens, das Verhältnis menschlichen Lebens zu natürlichen Entitäten, die Wirtschaftsweise und damit schließlich das Überleben des Menschen als Gattung auf dem Planeten Erde in Frage stellt. In den Rechtswissenschaften wird das Recht bislang vor allem als Instrument zur Lösung der mit dem Anthropozän verbundenen ökologischen Krisenphänomene begriffen - entweder affirmativ als Instrument zur Ausgestaltung der menschlichen Formkraft der Umwelt oder restriktiv als Instrument zum Schutz vor menschlicher Naturzerstörung. Die Tagung „Recht im Anthropozän“ geht hingegen davon, dass sich das Verhältnis von Recht und Anthropozän ungleich komplexer und vielschichtiger gestaltet: Als Spannungsbegriff markiert das Anthropozän nicht nur eine existentielle ökologische Herausforderung, sondern verändert und problematisiert zugleich auch das Recht selbst und seine Grundvoraussetzungen – und zwar in theoretischer wie empirischer Hinsicht."

Keynotes: 

Sigrid Boysen (Helmut Schmidt Universität Hamburg)
Jens Kersten (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Alain Pottage (SciencePo Paris)