Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Meldungen der Professur „Industrie- und Organisationssoziologie".

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P&G Nachhaltigkeitspreis 2020

Bewerbungen bis zum 31. März 2020 möglich

Seit 1972 wird jährlich zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Johann Wolfgang Goethe-Universität für die beste im Jahresablauf entstandene umweltrelevante oder auf ökologische Nachhaltigkeit fokussierte wissenschaftliche Arbeit der Nachhaltigkeitspreis verliehen. Auch im Jahr 2020 soll wieder der Procter & Gamble Nachhaltigkeitspreis für die beste wissenschaftliche Arbeit, die im Jahresablauf an unserer Universität auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit (Umweltforschung) entstanden ist, verliehen werden.

Bewerben können sich alle Universitätsangehörigen, die seit dem 01. April 2019 entsprechende Arbeiten angefertigt haben. Die beste wissenschaftliche Arbeit (in der Regel eine Dissertation), die sich mit Fragen aus der Nachhaltigkeits- bzw. Umweltforschung befasst, wird mit € 7.000,- prämiert. Daneben gibt es noch einen mit € 2.500,- dotierten Förderpreis, mit dem üblicherweise Master- oder Bachelorarbeiten ausgezeichnet werden.

Hauptpreis 7.000 Euro  Förderpreis 2.500 Euro

Zur Bewerbung um den Preis sind folgende Unterlagen online einzureichen: Ein selbstverfasstes Anschreiben, in dem nachvollziehbar dargestellt wird, worin die Umweltrelevanz bzw. der Nachhaltigkeitsaspekt der Arbeit besteht (1-2 Seiten), sowie eine pdf-Version der Arbeit. Bewerbungen in digitaler Form sind bis 31. März 2020 möglich an:

Kuratorium Procter & Gamble Nachhaltigkeitspreis, Umweltbibliothek
c/o Frau Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Institut für Soziologie

E-Mail: b.blaettel-mink@soz.uni-frankfurt.de


Weitere Informationen


Geschlecht und soziale Ungleichheit @ Work

Doktorand*innenworkshop des Instituts für Sozialforschung mit Birgit Blättel-Mink

Ziel des Workshops ist es, gemeinsam konkrete und solidarische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Geschlecht und sozialen Ungleichheiten@work zu entwerfen. Den Austausch und das Sichtbarmachen von verschiedenen Perspektiven möchten wir zur Grundlage nehmen, um das eigene akademische, politische und soziale Blickfeld zu erweitern. Es geht uns dabei nicht nur um die Schilderung individueller Alltagsberichte, sondern um die gesellschaftlichen Dimensionen und die Möglichkeiten praktischer Kritik.

Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink und PD Dr. Astrid Franzke (stellv. Geschäftsführerin Mentoring Hessen) werden unsere Diskussion und Überlegungen mit zwei Impulsvorträgen einleiten. Am späten Nachmittag gibt es die Möglichkeit, in kleineren Gruppen Dissertationsprojekte in ihrem work-and-progress-Zustand zu diskutieren und sich zu beraten. Bitte bringt dafür ein kurzes Abstract mit (max. 2 Seiten) das als Grundlage der Diskussion dienen kann.

Der Workshop findet am Dienstag, den 24.03.2020 von 10:00 bis 17:15 Uhr statt.

Es wird um eine formlose Anmeldung bis zum 15.3.2020 unter c.mauritz@em.uni-frankfurt.de gebeten.


Programm und Organisatorisches


Der Gegenwart antworten: post-anthropozentrische Soziologie und postheroische Kritik

Vortrag von Katharina Hoppe im Rahmen der Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ am 12. Februar 2020

Vor dem Hintergrund der Zuspitzung ökologischer Krisen und den damit einhergehenden Artikulationen des Unmuts über eine Politik, die diesen Krisen nicht angemessen begegnet, fragt der Vortrag nach Anforderungen an soziologische Analysen, die dieser Gemengelage gerecht werden können. Der Beitrag diskutiert die Frage, welche Form der Theoriebildung gegenwartsangemessen ist und skizziert eine ethische Haltung des Antwortens auf die Welt und mit der Welt als entscheidend. Dabei soll deutlich werden, welche Verschiebungen eine post-anthropozentrische Perspektive hier evoziert und welche Implikationen diese für eine kritische Soziologie hat. Ein Modus postheroischer Kritik, der Freiheit von der Notwendigkeit her begreift, wird sich für einen Kritikbegriff als produktiv erweisen, der die Einsichten post-anthropozentrischer Theoriebildung ernst nimmt.

Katharina Hoppe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich „Biotechnologie, Natur und Gesellschaft“ im Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Lehr- und Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der allgemeinen Soziologie, soziologischen, politischen und feministischen Theorie sowie der soziologischen Auseinandersetzung mit ökologischen Krisen.

Die Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ findet am Mittwoch, den 12.02.2020, um 16 Uhr c.t. im Raum SH 3.101 (Seminarhaus) statt.


Vortragsreihe „Kritische Soziologie" im Wintersemester 2019/2020


Bedrohte Wissenschaftsfreiheit

Ausstellung vom 16. Januar bis zum 14. Februar

Im Rahmen der Third Mission Aktivitäten der Goethe-Universität gibt es zur Zeit – noch bis 14. Februar 2020 - im Foyer des PEG die Ausstellung „Bedrohte Wissenschaftsfreiheit“ zu sehen. Studierende der Philipps-Universität Marburg stellen dort Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit aktuellen und zurückliegenden Formen der Bedrohung der Wissenschaftsfreiheit vor. Dazu gehören die Infragestellung der Leistungen der Gender Studies in Deutschland, die Schließung der Central European University in Budapest oder die Entscheidung des brasilianischen Präsidenten die öffentlichen Gelder für die Soziologie und die Philosophie an den Hochschulen des Landes deutlich zu reduzieren. Die im Rahmen eines Studium-Generale-Projektes durchgeführten Studien fanden unter Leitung von Ursula Birsl statt. Sie ist in Marburg Professorin für „Demokratieforschung mit den Schwerpunkten EU, Politische Systeme im europäischen Vergleich und BRD“.


Bericht der Ausstellungseröffnung

In ihrem Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung hob Ursula Birsldie Notwendigkeit hervor, diese Phänomene in ihrer Vielschichtigkeit einer genaueren wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen. Professorin Birgit Blättel-Mink vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität, auf deren Initiative hin die Ausstellung nach Frankfurt geholt wurde, dankte in ihrem Grußwort den Studierenden für ihre Bereitschaft, sich der Diskussion zu stellen, aber auch dem Präsidium der Goethe-Universität für die finanzielle und organisatorische Unterstützung. Sie verwies zudem auf die zehn Thesen zur Wissenschaftsfreiheit,  die von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Deutschland erarbeitet wurden, und die dazu dienen sollen, die Wissenschaftsfreiheit auch in Zukunft zu gewährleisten. Weitere Grußworte kamen von der Prodekanin des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, Professorin Birgit Becker und von der Präsidentin der Goethe-Universität Professorin Birgitta Wolff. Die Besucher*innen der Vernissage hatten im Anschluss die Gelegenheit, mit den Studierenden zu diskutieren.

Die Ausstellung kann vom 16.01. bis zum 14.02.2020 Mo. - Fr. zwischen 08:00 und 18:00 im Foyer des PEG-Gebäudes, Campus Westend, besucht werden.


Zur Fotostrecke der Ausstellungseröffnung


Adornos Fortschrittsbegriff: Veränderungen in die Katastrophe oder Möglichkeiten von Befreiung?

Vortrag von PD Dr. Christine Resch (Hoschschule Ludwigshafen) am 22. Januar 2020

Adorno hat die klassische Vorstellung von Fortschritt entscheidend modifiziert. Er hat argumentiert, dass die Entwicklung der Produktivkräfte zugleich eine Entwicklung der destruktivkräfte und damit Herrschaft bedeutet. Das bedingt nicht notwendig Pessimismus, vielmehr lässt sich damit eine minimalistische Idee von Fortschritt begründen: als Verhinderung der Selbstzerstörung der Menschheit und als Anspruch, dass niemand mehr hungern soll, weltweit. Von einer neuen Produktionsweise kann nicht mehr erwartet werden, dass das zwingend Fortschritt als Befreiung bedeutet. Vielmehr bedarf es des permanenten Widerstands gegen Herrschaft, als die immerwährende Gefahr von Rückschlägen.

Christine Resch ist Privatdozentin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität, vertritt zurzeit eine Professur an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Kritische Theorie, Kunst- und Kultursoziologie, soziale Ausschließung und Partizipation.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ und als Begleitveranstaltung zum Jubiläum „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität“ im Institut für Sozialforschung statt.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 22. Januar 2020, um 16 Uhr c.t., im Raum SH 5.104 (Seminarhaus Campus Westend) statt.


Vortragsreihe„Kritische Soziologie" im Wintersemester 2019/2020