PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN (chronologisch)

Am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt a. M. besteht die Möglichkeit, in dem Forschungsschwerpunkt „Didaktik der Sozialwissenschaften“ zu promovieren und zu habilitieren. Ergänzende Hinweise für das Promotionsvorhaben finden Sie hier
Derzeit werden folgende Promotionsprojekte verfolgt:

Jonathan Vogt

Geschlechterstereotype in Schulbüchern. Wie Identitätsbildung im sozialwissenschaftlichen Unterricht stattfindet

(Erstbetreuer: Prof. Dr. Tim Engartner)

Geschlechterstereotype, die die traditionelle geschlechtliche Arbeitsteilung widerspiegeln, erweisen sich weiterhin als ausgesprochen resistent. Schulbücher werden daher, so die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz, in die Pflicht genommen, jene Stereotype zu vermeiden und abzubauen – vermitteln sie doch unweigerlich ein Bild davon, wie die Welt (vermeintlich) ist oder wie sie sein könnte. Welche Geschlechterbilder im Schulbuch vermittelt werden, ist insbesondere für den sozialwissenschaftlichen Unterricht von Bedeutung, der es sich z. B. gemäß der hessischen Kerncurricula zum Ziel setzt, dass sich die Lernenden „in politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Auseinandersetzungen reflektiert mit sozialer, geschlechtsspezifischer und kultureller Differenz auseinandersetzen“ können. Ausgehend von einer qualitativen Analyse aktueller hessischer Schulbücher für das Unterrichtsfach „Politik und Wirtschaft“ verfolgt die Dissertation das Ziel, Herausforderungen, Implikationen und Potenziale für einen geschlechtersensiblen sozialwissenschaftlichen Unterricht zu identifizieren

 

Maria Theresa Meßner

Der Einsatz von Planspielen im sozialwissenschaftlichen Unterricht. Eine Erhebung an hessischen Sekundarschulen

(Erstbetreuer: Prof. Dr. Tim Engartner)

Als innovative Lehr-Lern-Arrangements werden Planspielen insbesondere partizipationssteigernde Lerneffekte zugeschrieben, wird doch durch ihren Einsatz gesellschaftspolitisches Engagement befördert. Die Frage nach dem schulischen Einsatz von Planspielen und den damit verbundenen Effekten ist jedoch bislang nur unzureichend empirisch beantwortet worden. Auf die Füllung dieser Wissenslücke zielt das Dissertationsvorhaben. Mit Blick auf ihre multidimensionalen Effekte soll analysiert werden, ob - und wenn ja, inwiefern - Planspiele im sozialwissenschaftlichen Unterricht zum Einsatz kommen (können). Daran anknüpfend ergeben sich Fragen nach der Art der thematischen, methodischen und didaktischen Umsetzung, dem Alter und Bildungsstand der Lernenden sowie den Motiven für oder gegen den Einsatz von Planspielen. Durch die Befragung hessischer Politiklehrkräfte sollen ausgewählte Fragen eine Beantwortung erfahren.