Prof. Dr. Claudius Wagemann - Forschung

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über unsere derzeitigen Forschungsinteressen und Projekte. Informationen zu abgeschlossenen Forschungsarbeiten lassen sich unserer Publikationsliste entnehmen.

Protests and Democracy: How Movement Parties, Social Movements and Active Citizens are Reshaping Europe

Die Volkswagen-Stiftung hat das Internationale Forschungsprojekt PRODEM („Protests and Democracy: How Movement Parties, Social Movements and Active Citizens are Reshaping Europe (2011-2019)“ bewilligt, das am 1. Oktober 2020 starten wird und bis zum 30. September 2023 dauern wird.

Neben unserer Professur, die nicht nur mit einem Teilprojekt beteiligt sein wird, sondern das Konsortium auch koordinieren wird, werden die folgenden Partner_innen an diesem Projekt teilnehmen: Prof. Dr. Christina Neumayer, Department Digital Design, IT University of Copenhagen, Dänemark; Dr. Dan Mercea, Department of Sociology, School of Arts and Social Sciences, City, University of London, Großbritannien; Dr. Toma Burean, College of Political Science Public Administration and Communication, Universitatea Babes-Bolyai, Rumänien; Prof. Dr. Lorenzo Mosca, Department of Social and Political Sciences, Università degli Studi di Milano, Italien

The project investigates the ways in which interactions between citizens, social movements, and a specific breed of political party - the so-called 'movement parties' - influence democratic quality in several countries of the European Union. In the context of the European financial, economic, and migration crises, mass protests since 2011 have engendered new social movements and political parties. Scholarly research suggests that protesters vote for movement parties. They display a wide range of ideological orientations, from leftlibertarian to far right, and are expected to bring into the institutional arena the voices of citizens who have hitherto felt disaffected from the democratic process. Their mobilisation strategies often rely upon populist anti-establishment framings, which can polarize political competition and delegitimise democratic institutions. The team aims to comparatively assess the medium- and long-term effects of this triple interaction between citizens, social movements, and movement parties in Denmark, Germany, Hungary, Italy, Romania, and the UK between the peak of the global wave of protests in 2011 and 2019. The researchers will examine five hypotheses regarding the impact of the triple interaction on the perceived erosion of democratic quality in European countries. The project will develop new insights by combining concepts from social movement studies, political behaviour and party politics, political culture, critical theory, media studies, and policy analysis. It will use an innovative cross-national, multimethod research design, bridging qualitative and quantitative approaches with computational, set-theoretical, and critical methods in order to map contextual conditions, cross-national, cross-issue, and social network patterns that can enhance democratic quality.

Link zur Projektseite

“Smart Authoritarianism? Comparing the Internet Strategies of Authoritarian Regimes"
(finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG)

Autokratische Internetstrategien unterscheiden sich sehr wesentlich voneinander. So gibt es eine Reihe von besonders repressiven und isolierten Autokratien wie Nordkorea oder Turkmenistan, in denen das Internet kaum verbreitet bzw. strengstens kontrolliert wird. Im Gegensatz dazu sind einige andere Autokratien dazu übergegangen, von der alleinigen Nutzung dieser sogenannten ‚negativen Kontrolle' des Internets abzulassen. Derartige Regime ziehen strategischen Nutzen aus interaktiven Online-Plattformen und fördern öffentliche Online-Kommunikation anstatt den Zugang zum Internet strikt einzuschränken. Weil diese manipulativen Techniken zur Ausweitung von autokratischer Herrschaft auf das Internet jedoch eine ernsthafte Bedrohung für die Zukunft der Demokratie darstellen, ist deren Erforschung als höchst relevant anzusehen. Warum nutzen manche autokratischen Regime soziale Medien auf täglicher Basis und fördern einen interaktiven Online-Austausch unter der Bevölkerung, obwohl sie damit größere Informationsunsicherheiten in Kauf nehmen? Wie bedrohen diese und andere Internetstrategien die Demokratie? Das Projekt widmet sich diesen zentralen Fragen und wendet dabei innovative computergestützte Methoden an, um die Ausweitung von autokratischer Herrschaft auf das Internet zu untersuchen. 


Principal Investigator/ Projektleitung: Dr. Seraphine F. Maerz

Laufzeit des Projekts: August 2021 - August 2024

Siehe hier für weitere Informationen und Updates

Variationen von Governance in hybriden Regimen. Unternehmen, Staat und Zivilgesellschaft im heutigen Russland

DFG-Projekt Freie Universität Berlin / Goethe Universität Frankfurt

Obwohl sich der Forschungsstand über den modernen Autoritarismus bzw. hybride Regime fortlaufend ausdifferenziert, gibt es wenige Untersuchungen, die Erkenntnisse liefern, wie diese Regime konkrete Policy-Issues bearbeiten. Das trifft insbesondere auf Russland zu, das einen typical case neuer autoritärer bzw. hybrider Regime repräsentiert. Jüngere Studien belegen, dass der russische Staat regelmäßig auf Ressourcen von Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zurückgreift, um konkrete Policy-Probleme zu lösen. Während sich ein wachsender Teil der Literatur der Rolle der russischen Zivilgesellschaft in solchen Governance-Mustern widmet, ist die der Unternehmen weniger gut erforscht. (Para-)staatliche und private Unternehmen sind jedoch von besonderem Interesse, weil sie ressourcenstärker als zivilgesellschaftliche Akteure sind und sich z.T. auf internationalen Märkten bewegen. Sie stehen daher im Mittelpunkt des geplanten Projektes.

Projektleiter_innen: Professorin Dr. Katharina Bluhm / Professorin Dr. Sabine Kropp / Professor Dr. Claudius Wagemann, Ph.D. 
Förderungsdauer: 04/2018 - 03/2021

Für mehr Informationen folgen Sie dem Link


Qualitative Comparative Analysis (QCA): Qualität angewandter QCA

Unser Team beschäftigt sich mit der stetigen Verbesserung von Standards zur Konzeptualisierung und Anwendung von QCA. Dieses Engagement basiert auf Professor Wagemanns früheren Arbeiten mit Carsten Q. Schneider (Central European University Budapest), in denen die beiden Autoren bereits 2010 eine Liste mit Handreichungen für qualitativ hochwertige QCA entwickelten. In jüngster Zeit untersuchte Claudius Wagemann mit seinen Mitarbeitern eine Reihe von veröffentlichten QCA aus dem Bereich der Business- und Managementstudien und der Soziologie. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen lassen teils schwerwiegende Probleme in der Anwendung von QCA erkennen, wodurch sogar die wesentlichen Befunde der betreffenden Veröffentlichungen in Frage gestellt werden müssen. Vor diesem Hintergrund arbeitet unser Forschungsteam derzeit an einer gründlichen, systematischen Analyse zur Qualität von QCA-Anwendungen aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Forschungsdisziplinen.


Handbuch Methoden der Politikwissenschaft

Derzeit erscheint bei Springer ein Handbuch zu Methoden der Politikwissenschaft, herausgegeben von Claudius Wagemann,  Achim Goerres (Universität Duisburg-Essen) und Markus Siewert (Hochschule für Politik, Technische Universität München). Einzelne Artikel können HIER heruntergeladen werden.


Kontakt

Prof. Dr. Claudius Wagemann

Professur für Politikwissenschaft
Schwerpunkt Methoden der Qualitativen Empirischen Sozialforschung

Institut für Politikwissenschaft
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Theodor-W.-Adorno Platz 6
60323 Frankfurt am Main

Raum:  PEG 3 G 124
Tel.: +49 69/798 36647  
E-Mail: wagemann[at]soz.uni-frankfurt.de

Anfragen von Studierenden ausschließlich
methoden-qualitativ@soz.uni-frankfurt.de
aufgrund der EU DSGVO bitte über Ihre studentische E-Mail Adresse


Für Sprechstundenvereinbarung folgen Sie bitte dem Link


Assistenz:Anna Anlauft
Raum:PEG 3 G 107
Tel.:+49 69/798-36510
E-Mail:anlauft[at]soz.uni-frankfurt.de