Professorin Dr. Doris Schweitzer

Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziologische Theorie und Theoriegeschichte

 
  

Professorin Dr. Doris Schweitzer

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Institut für Soziologie

Schwerpunkt Soziologische Theorie und Theoriegeschichte

Hauspostfach 37


Campus Westend - PEG Gebäude
Raum 2. OG 166
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
D-60629 Frankfurt am Main

Tel: +49 (0)69 798-36694
E-Mail: Do.Schweitzer@soz.uni-frankfurt.de

Online-Sprechstunde während der vorlesungsfreien Zeit 

bitte melden Sie sich unter Angabe Ihres Anliegens an:

pobisch@soz.uni-frankfurt.de)

Mittwoch, 17.08.2022: 10.30-11.30 Uhr

Mittwoch, 31.08.2022: 10.30-11.30 Uhr

Mittwoch, 14.09.2022: 10.30-11.30 Uhr

Mittwoch, 21.09.2022: 10.30-11.30 Uhr

 

Informationen für Lehramtsstudierende

Anfragen zur Prüfungsabnahme richten Sie bitte, nach den unten genannten Informationen über freie Plätze bzw. zum Bewerbungstermin

an das Officemangagement:

pobisch@soz.uni-frankfurt.de

Bitte schreiben Sie dabei auch in Ihre Mail

Ihre Kontaktdaten und Ihre studentische Mailadresse, sowie Ihr Lehramtskürzel (z. B. L3)

Vielen Dank!

 

   
   

VITA  |  ARBEITSGEBIETE  |  LEHRE  | PRÜFUNGEN VERÖFFENTLICHUNGEN  FORSCHUNGSPROJEKTE


Aktuelles

                                            
   

Call for Papers

"Die konstitutiven Kräfte des Eigentums", DGS-Kongress 2022
 (Organisation: Doris Schweitzer, Jürgen Schraten), Deadline: 30.04.2022

Call for Papers

 "Recht im Anthropozän"  -  Tagung am 3. und 4. November 2022  
(Organisation: Doris Schweitzer und Johan Horst) - Deadline: 30.06.2022  


Aktuelles - Stellenausschreibung

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Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) gesucht - Bewerbungsschluss ist der 12.07.2022

An der Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziologische Theorie und Theoriegeschichte am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle für eine*n Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) (E13 TV-G-U) befristet für zunächst 3 Jahre zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen des für die Goethe-Universität geltenden Tarifvertrags (TV-G-U).

Die Aufgaben liegen in der Mitarbeit der Lehre und Forschung im Fachgebiet der Professur. Der Schwerpunkt liegt auf einer historisch orientierten theoretischen Perspektive auf gesellschaftliche Phänomene. Die ausgeschriebene Stelle hat das Ziel der wissenschaftlichen Weiterqualifikation (Habilitation, äquivalente Leistungen). Eine eigenständige Lehr- und Forschungstätigkeit soll im Rahmen der Anstellung durchgeführt werden. Zu den Aufgaben zählt darüber hinaus die Mitarbeit bei der Antragsstellung von Drittmittelprojekten im Themenfeld der Professur.


Einstellungsvoraussetzungen sind ein überdurchschnittlich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom) der Soziologie oder einer angrenzenden Sozialwissenschaft sowie eine einschlägige Promotion bzw. ein kurz bevorstehender Abschluss der Promotion. Gefordert sind ausgewiesene Kenntnisse der soziologischen Theorie in thematischer und historischer Breite. Gewünscht ist ein Schwerpunkt im Bereich (Post-)Strukturalismus und/oder neue und ältere Materialismen. Inhaltlich ist ein Interesse an Fragen des Anthropozäns sowie an Transformationen rechtlicher Phänomene erwünscht. Vorausgesetzt werden (internationale) Publikationserfahrungen und die Bereitschaft zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation. Erwartet wird die Fähigkeit zur kooperativen Teamarbeit.


Bewerbungen (mit einem aussagekräftigen Anschreiben inklusive der kurzen Darstellung Ihrer Forschungsinteressen, Lebenslauf mit Publikationsverzeichnis und Darstellung der Lehrerfahrungen, Zeugnisse, Inhaltsverzeichnis der Promotion – ggf. unter Angabe des voraussichtlichen Zeitpunkts der Promotion - sowie ein Kapital der Promotion als Leseprobe) richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer 19/2022 bis zum 12.07.2022 (als ein PDF-Dokument) an die Dekanin des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität per E-Mail an dekanat.fb03-bewerbungen@soz.uni-frankfurt.de


Vita


Arbeitsgebiete


Lehre

Wintersemester 21/22

„Soziologische Grundbegriffe“

Online-Proseminar

SOZ-BA-T

DI 12:00-14:00 Uhr

„Soziologie – mit oder ohne „Gesellschaft?“

Seminar

SOZ-BA-SP; SOZ-MA-1

MO 18:00-20:00 Uhr, Seminarhaus SH 1.105

"Gesellschaftliche Dingverhältnisse: Eigentum" 

Proseminar

SOZ-BA-ST. SOZ-BA-S3

Di 08:00-10:00 Uhr, PEG-Gebäude PEG 1.G165

"Forschungskolloquim"

Kolloquium

SOZ-BA-KO, SOZ-MA-11

Mittwoch 12:00-14:00 Uhr, Seminarhaus SH 3.108

Sommersemester 2022

"Soziologische Grundbegriffe"

Proseminar - Vorlesung

SOZ-BA-T

Dienstag 12:00 - 14:00 Uhr, HZ 5  - Campus Westend

"Gesellschaftstheorie im Anthropozän"

Seminar

SOZ-MA-1, GS-BA-6, IS-MA-1, WiSoz-MA-4; WF-MA-1; WISOZ-MA-1

Montag 10:00 - 12:00 Uhr, Seminarpavillon, Westend, SP 1.01

"Gesellschaftliche Dingverhältnisse: Verdinglichung" 

Proseminar

SOZ-BA-T; SOZ-BA-ST

Dienstag 08:00 - 10:00 Uhr, PEG 1.G 165, Campus Westend

"Forschungskolloquium Prof. Dr. Schweitzer"

Kolloquium

SOZ-BA-KO; SOZ-MA-11

Mittwoch 12:00 - 14:00 Uhr, PEG 1. G 107, Campus Westend

Wintersemester 2022/2023

"Soziologische Grundbegriffe"

Vorlesung

SOZ15-BA-T; SOZ-BA-T

Dienstag 10:00 - 12:00 Uhr, HZ 5, Campus Westend

"Gesellschaftliche Dingverhältnisse: Natur"

Seminar mit Proseminar

SOZ15-BA-T; SOZ15-BA-ST; SOZ-BA-T; SOZ-BA-ST; PW-BA-SPNF

Mittwoch 08:00 - 10:00 Uhr, PEG 1.G 165, Campus Westend

"Forschungskolloquium Soziologische Theorie und Theoriegeschichte - Schweitzer" 

Kolloquium

SOZ15-BA-KO, SOZ-BA-KO; SOZ-MA-11

Mittwoch 14:00 - 16:00 Uhr, PEG 1.G 111, Campus Westend

"Der Code des Kapitals" 

Seminar

SOZ-MA-1; SOZ-MA-4; SOZ-MA-8; WISOZ-MA-1; PT-MA-5c

Dienstag 14:00 - 16:00 Uhr, Seminarhaus SH 5.101, Campus Westend


Prüfungen

Abschlussarbeiten Bachelor und Master

Prinzipiell stehe ich für die Betreuung von Abschlussarbeiten im Fach Soziologie zur Verfügung. Es werden vorzugsweise Abschlussarbeiten zu folgenden Themenfeldern angenommen:

  • Sozial- und Gesellschaftstheorie
  • Epistemologie und Genealogie soziologischer Gesellschaftsanalysen
  • Poststrukturalismus/Strukturalismus
  • Materialismen (Historische und Neue)
  • Analyse der Transformationen rechtlicher Phänomene aus gesellschafts- und sozialtheoretischer Perspektive

Voraussetzung für die Annahme einer Abschlussarbeit ist grundsätzlich die Einreichung eines Exposés (ca. 2-3 Seiten), in dem Sie Fragestellung und Vorgehen darlegen. Im Nachgang wird dann ein Termin zur Sprechstunde vereinbart (Kontakt: Bettina Pobisch pobisch@soz.uni-frankfurt.de).

Bei Annahme zur Betreuung wird erwartet, dass Sie am Forschungskolloquium der Professur teilnehmen.

 

 

Informationen für Lehramtsstudierende

Anfragen zur Prüfungsabnahme richten Sie bitte an das Sekretariat:

pobisch@soz.uni-frankfurt.de

Bitte schreiben Sie in Ihre Mail: Ihre Kontaktdaten und Ihre studentische Mailadresse sowie Ihr Lehramtskürzel (z. B. L3)

Die Bewerbungen werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Gehen mehr als 10 Bewerbungen pro Semester ein, können alle weiteren Bewerber:innen auf Wunsch auf eine Warteliste gesetzt werden. Auf jeden Fall werden Sie von uns zeitnah über den Stand Ihrer Bewerbung benachrichtigt.

Freie Plätze zur Prüfung:

Frühjahr 2022          Herbst 2022          Frühjahr 2023         Herbst 2023

0 freie Plätze

0 freie Plätze

 

0 frei Plätze

Bewerbungsdatum 01.09.2022

(vorherige Bewerbungen werden ignoriert)




Veröffentlichungen

Monographien

Juridischen Soziologien. Recht und Gesellschaft von 1814 bis in die 1920er Jahre, Baden-Baden: Nomos 2021 (https://www.nomos-shop.de/titel/juridische-soziologien-id-89119/).

Topologien der Kritik. Kritische Raumkonzeptionen bei Gilles Deleuze und Michel Serres, Berlin [et al.]: Lit-Verlag 2011.

Herausgeberschaften / Themenschwerpunkte

Organisation des Themenschwerpunkts „Disziplinäre Abgrenzungsstreitigkeiten. Rechtswissenschaft und Soziologie Anfang des 20. Jahrhunderts“ (zusammen mit K. Preuß) in: Zeitschrift für Rechtssoziologie 2021, Jg. 41 (2), S. 179-337.

Rethinking Order. Idioms of Stability and Destabilization, zusammen mit N. Falkenhayner, A. Langenohl, K. Szulecki, J. Scheu (Hg.), Bielefeld: Transcript 2015.

Organisation des Themenschwerpunkts „Das Recht und seine soziologischen Methoden“ in: Zeitschrift für Rechtssoziologie, Heft 2/2015, S. 181-269.

Die Figur des Dritten. Ein Paradigma der Kulturwissenschaften, zusammen mit E. Esslinger, T. Schlechtriemen, A. Zons (Hg.), Berlin: Suhrkamp 2010.

Aufsätze in Zeitschriften (peer review)

„’Rights of Things’: A Posthumanist Approach to Law?”, in: Nature and Culture. Special Issue: Posthuman? New Perspectives on Nature/Culture, edited by C. Engert and Ch. Schürkmann, 2021, Jg. 16 (1), S. 28-46.

„Materialität und Gesellschaftstheorie“ (zusammen mit A. Langenohl), in: MedienJournal – Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung. 2021, Jg. 44 (4), S. 32-68.

„Disziplinäre Abgrenzungsstreitigkeiten: Rechtswissenschaft und Soziologie Anfang des 20. Jahrhunderts“ (zusammen mit K. Preuß), in: Zeitschrift für Rechtssoziologie. 2021, Jg. 41 (2), S. 179-184.

„Rechtssoziologie versus ‚Recht in der Soziologie‘. Anmerkungen zum Verhältnis von Rechtswissenschaft und Soziologie aus soziologiegeschichtlicher Perspektive“, in: juridikum. Zeitschrift für Kritik, Recht, Gesellschaft, Heft 2/2018, S. 211-222.

„Die digitale Person: Subjektkonstruktionen im ‚Recht auf Vergessenwerden‘“, in: ÖZS – Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Heft 3/2017, S. 237-257.

„Diskursanalyse, Wahrheit und Recht: Methodologische Probleme einer Diskursanalyse des Rechts“, in: Zeitschrift für Rechtssoziologie, Heft 2/2015, Schwerpunkt: Das Recht und seine soziologischen Methoden, S. 201-221.

„Das Recht und seine soziologischen Methoden. Vorbemerkungen zum Themenschwerpunkt“, in: Zeitschrift für Rechtssoziologie, Heft 2/2015, Schwerpunkt: Das Recht und seine soziologischen Methoden, S. 181-183.

„Macht der Unbestimmtheit? Unbestimmte Rechtsbegriffe als Provokation für die poststrukturalistische Theorie“, in: Zeitschrift für Rechtssoziologie, Heft 1/2015, S. 91-116.

Beiträge in Sammelbänden

„Anthropozän, ‚Rechte der Natur‘ und Naturvertrag: Zur Aktualität Michel Serres‘“, in: Clausjürgens, Reinhold; Röttgers, Kurt (Hg.): Michel Serres. Das vielfältige Denken, München: Wilhelm Fink 2020, S. 213-230.

„Warum Rechtssoziologie? Festvortrag anlässlich der Examensfeier der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg am 09. Februar 2018“, in: Juristische Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Hg.): Miscellanea Juridica Heidelbergensia Bd. 10, Heidelberg 2020.

„Die Subjektwerdungen der juristischen Person. Subjektivierungstheoretische Überlegungen zur rechtlichen Personalisierung von Kollektiven“, in: Bröckling, Ulrich et al. (Hg.): Jenseits der Person. Zur Subjektivierung kollektiver Subjekte, Bielefeld: Transcript 2018, S. 175-193.

„Wie das Recht dem Ethnologen im Gerichtssaal abhandenkam“ in: Twellmann, Marcus (Hg.): Wissen, wie Recht ist. Bruno Latours empirische Philosophie einer Existenzweise. Konstanz: KUP 2016, S. 145-166.

„Zum Kritikpotential der Untersuchung sozialer Phänomene als ›epistemische Dinge‹“ in: Verhandlungen der Kongresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Bd. 37 (2015): "Routinen der Krise – Krise der Routinen", Universität Trier 2014, http://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband/article/view/127.

„Die Gesellschaft als Labor? Wissenschaftsforschung meets soziologische Theorie“ (zus. m. Andreas Langenohl) in: Verhandlungen der Kongresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Bd. 37 (2015): "Routinen der Krise – Krise der Routinen", Universität Trier 2014. http://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband/article/view/164.

„Idioms of Stability and Destabilization. Introducing the Concept of ›Idiom‹ to the Epistemology of Social Analysis“ (zus. mit den Herausgeberinnen) in: Falkenhayner, Nicole et. al. (Hg.): Rethinking Order. Idioms of Stability and Destabilization, Bielefeld: Transcript 2015, S. 9-28.

„Stability through Indeterminacy? Jacques Derrida, ›Indefinite Legal Concepts‹ and the Topology of Order“ in: Falkenhayner, Nicole et. al. (Hg.): Rethinking Order. Idioms of Stability and Destabilization, Bielefeld: Transcript 2015, S. 159-181.

„Soziologische Rationalitäten im Recht. Rudolf von Jhering gelesen mit François Ewald“ in: Gephart, Werner/ Suntrup, Jan (Hg.): Rechtsanalyse als Kulturforschung II, Frankfurt am Main: Klostermann 2015, S. 35-58.

„Dereliktion: Über die zunehmenden Schwierigkeiten, eine Sache herrenlos zu machen“ in: Kempe, Michael/Suter, Robert (Hg.): Res nullius. Zur Genealogie und Aktualität einer Rechtsformel, Berlin: Duncker & Humblot 2015, S. 77-94.

„Grenzziehungen und Raum in Manuel Castells' Theorie der Netzwerkgesellschaft“ in: Kleinschmidt, Christoph/ Hewel, Christine (Hg.): Topographien der Grenze. Verortungen einer kulturellen, politischen und ästhetischen Kategorie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2011, S. 49-62.

„Topologie und Struktur: Topologische Strukturen bei Michel Serres“ in: Alpsancar, Suzana/ Gehring, Petra/ Rölli, Marc (Hg.): Raumprobleme. Philosophische Perspektiven, München: Fink 2011, S. 193-202.

„Language in the Trap of Space. The confrontation between space and language in the structuralism of Michel Serres” in: Jänicke, Nadine/ Lenehan, Fergal (Hg.): Language and the moulding of space, Leipzig: Meine-Verlag 2010, S. 63-78.

„Vorwort” (zus. m. Eva Esslinger, Tobias Schlechtriemen, Alexander Zons) in: dies. (Hg.): Die Figur des Dritten. Ein Paradigma der Kulturwissenschaften, Berlin: Suhrkamp 2010, S. 7f.

„Kritik und Beobachtung“ in: Albert Scherr (Hg.): Soziologische Basics. Eine Einführung für Pädagogen und Pädagoginnen, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006, S. 101-106 [aktualisierte 2. Auflage 2013; 3. Auflage 2016].

Rezensionen

„Die vergessene Vier. Reinhardt Brandt und die Macht des Vierten (Die Macht des Vierten. Über eine Ordnung der europäischen Kultur, hrsg. von Reinhard Brandt, Hamburg: Meiner 2013)“ in: Zeitschrift für Kulturphilosophie, Heft 2/2013, S. 433-436.

„Rezension: Sven Opitz, An der Grenze des Rechts. Inklusion/Exklusion im Zeichen der Sicherheit, Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2012,“ in: Kritische Justiz, Heft 4/2012, S. 472-474.


Forschungsprojekte

Die rechtliche Neuordnung der Dinge

Das Projekt nimmt gegenwärtige Verschiebungen in der rechtlichen Ordnung unserer Verhältnisse zu den „Dingen“ (res) in den Blick. Geht man dabei – in Anlehnung an die frühen Soziologien etwa von Karl Marx, Émile Durkheim, Ferdinand Tönnies oder Max Weber – idealtypisch vom privaten Sacheigentum aus, dann zeigen sich die Scheidung zwischen Rechtsubjekts (persona) und Rechtsobjekt (res), aus der individuelle Ansprüche gegenüber Anderen (Rechtsverhältnis) erwachsen.

In allen drei Punkten lassen sich gegenwärtig – insbesondere angesichts technischer Entwicklungen und fortschreitender Digitalisierung, aber auch zunehmender Ressourcenknappheit – Verschiebungen feststellen: Durch neue Eigentumsformen (z.B. intellectual property rights oder cultural property rights) wandelt sich die Bestimmung dessen, was im und durch das Recht zu einem „Ding“ gemacht und damit als (wirtschaftliches) Zugriffsobjekt angesehen werden kann (z. B. genetische Daten, Ideen, Körperfragmente, Saatgut); zugleich wird zunehmend nicht-menschlichen Entitäten der Status des Rechtssubjekts zuerkannt bzw. gerät dies zum Bezugspunkt der Debatten (z.B. „die Natur“ bzw. Naturobjekte wie Flüsse oder Gletscher; Tiere; Roboter); schließlich wird verstärkt über die Möglichkeit des Eigentums bzw. seine konkrete Ausformung  und die daran anknüpfende Frage der Verfügbarkeit gestritten (so über Allmende, Commons bzw. Open Source).

Trotz steigender Relevanz der zugrunde liegenden Problemlagen (Naturschutz, Tierschutz, Schutz von Privatheit vor staatlicher und ökonomischer Überwachung, aber auch der Kampf um indigenous oder community rights, Antikapitalismusbewegung usw.) ist eine genuin soziologische Analyse der rechtlichen Verschiebungen, aber auch der einzelnen Phänomene selten anzutreffen. An diesem Punkt setzt das Projekt an. Eine rechtliche Neuordnung der Dinge, ein Wandel in der „Regierung der Dinge“ (Foucault, Lemke), führt über den Konnex von Person, Sache und Rechtsverhältnis – so die These – zu einem Wandel in der Regierung der Menschen. Dabei steht zugleich zur Debatte, ob nicht auch die soziologische Theorie durch eine Neukonzeption von res und persona in ihren Konzepten des Akteurs, der Handlung oder der Zurechnung vor Herausforderungen gestellt wird.