Forschungsaktivitäten am Arbeitsbereich von Prof. Blättel-Mink

Gendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik

Gendergerechtigkeit Klimapolitik

in Koop. mit dem ISOE, Frankfurt:

http://www.isoe.de/projekte/aktuelle-projekte/energie-und-klimaschutz-im-alltag/geschlechtergerechtigkeit-klimapolitik/

Geschlechtergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik

Lange Zeit wurde die internationale und nationale Klimapolitik als geschlechtsneutral betrachtet. Erst seit einigen Jahren findet die Geschlechterperspektive mehr Berücksichtigung – dies jedoch hauptsächlich auf der Ebene der internationalen Klimapolitik. Demgegenüber wird die Relevanz der Geschlechterverhältnisse für effektive klimapolitische Maßnahmen in Industrieländern wie Deutschland noch wenig beachtet. Ziel des Vorhabens ist es, Genderperspektiven besser in der Klimapolitik zu verankern. Dafür werden Wirkungsmechanismen zwischen Geschlechter- und Klimapolitik, deren Wechselwirkungen mit anderen sozialen Kategorien (z.B. Alter, Einkommen, kultureller Hintergrund) sowie Gestaltungsoptionen analysiert.

Forschungsansatz

Neben einem systematischen Literatur-Review zu Gender- und Klimapolitik wird im Vorhaben das Instrument Gender Impact Assessment (GIA) für die Bereiche der Klimaanpassung und des Klimaschutzes weiterentwickelt und exemplarisch erprobt. Die Anwendung des GIA ermöglicht es politischen EntscheidungsträgerInnen, geschlechtsspezifische Folgen von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen abzuschätzen, um beabsichtigte Folgen zu verstärken und negative, unbeabsichtigte Folgen zu vermeiden. Mithilfe von Sekundäranalysen untersucht das Team des ISOE bestehende GIA im Umwelt- und Klimabereich sowie weitere Impact- und Folgenabschätzungen, die ausgeprägte Genderdimensionen aufweisen (z.B. Technikfolgenabschätzungen, Gesetzesfolgenabschätzungen und Vulnerabilitätsanalysen). Diese Analysen dienen als Grundlage zur Weiterentwicklung des GIA-Instruments und zu dessen Erprobung und Bewertung in ausgewählten Handlungsfeldern des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel. Dazu gehören etwa die Bereiche Verkehr sowie die Energieversorgung in Privathaushalten. Die übergreifende Frage ist dabei, inwieweit die Maßnahmen zu einem Abbau von Geschlechterhierarchien beitragen oder diese möglicherweise auch verstärken.

Hintergrund

Bislang bestehen in der Forschung nur wenig gesicherte Erkenntnisse, inwiefern die Berücksichtigung einer Genderperspektive zu qualitativen Veränderungen der Klimapolitik führt und welchen Einfluss umgekehrt die Klimapolitik auf die Geschlechterverhältnisse hat. Im Projekt wird daher untersucht, welchen Mehrwert die Geschlechterperspektive für den Klimaschutz und Klimaanpassung hervorbringt. Dafür werden neben der Weiterentwicklung und Erprobung des GIA-Instruments im Bereich der Klimapolitik weitere Datenbedarfe und dafür passende Erhebungsmethoden ermittelt. Schließlich erarbeiten die Forscherinnen und Forscher konkrete Handlungs- und Politikempfehlungen im Bereich der Klimapolitik.

Forschungs- und Projektpartner
  • Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH (Projektleitung)
  • GenderCC – Women for Climate Justice e.V., Berlin
Auftraggeber

Das Projekt „Gendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik: Wirkungsanalyse, Interdependenzen mit anderen sozialen Kategorien, methodische Aspekte und Gestaltungsoptionen“ ist ein Auftrag des Umweltbundesamtes (FKZ 3716411190).

Laufzeit

11/2016–10/2018

Ansprechpartnerin

Diana Hummel
Tel. 069 707 69 19-33
hummel(at)isoe.de


Aktuelle Forschungsaktivitäten

Leihopas – Wenn Männer der dritten Lebensphase Kinder betreuen.

Die explorative Vorstudie untersucht das Phänomen des Leihopas in Hessen. Im Fokus stehen also „alte(rnde)“ Männer, die nacherwerbliche Kinderfremdbetreuung leisten und dadurch mit „typischen“ nacherwerblichen Aktivitäten der gleichen Genusgruppe brechen. Zunächst werden quantitative Daten hinsichtlich der Struktur und Verbreitung des Phänomens bestimmt.

Weiterführende Informationen


Wenn Frauen zu Familienernährerinnen werden

Zur Bedeutung und Konstruktion von Geschlecht/sidentitäten in Familien mit weiblichem Haushaltsvorstand im Kontext der Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen.

weiterführende Informationen


Energiesektor und Energiewende in Hessen

Energiesektor und Energiewende in Hessen - Qualifikationsanforderungen
und Fachkräftebedarfe.

weiterführende Informationen


European Network on Regional Labour Market Monitoring

European Network on Regional Labour Market Monitoring/ European Network
on Regional Labour Market Monitoring.

weiterführende Informationen


Emob2

Elektromobilität – Modellregion - Phase 2

„Sozialwissenschaftliche Begleitforschung in der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main“ - Phase 2


Emob1

Elektromobilität – Modellregion - Phase 1

„Sozialwissenschaftliche Begleitforschung in der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main“ - Phase 1


Oui logo mit schriftzug

Innovationsforschung: Open and User Innovation

Das Innovationsparadigma der Open and User Innovation unter sozialwissenschaftlicher Perspektive

  • User Communities for Innovation
  • Organisation und Community
  • Open Innovation und Organisationsforschung

Sozinn

soziale Innovationen - Innovation als sozialer Prozess

Innovation als sozialer Prozess

(Fachbereichsübergreifender Forschungsschwerpunkt an der JWG-Universität FFM; Anförderung durch Präsidium der Goethe-Universität)


abgeschlossene Forschungsaktivitäten

Ebay

Vom Consumer zum Prosumer (eBay-Projekt)

„Vom Consumer zum Prosumer - Entwicklung neuer Handelsformen und Auktionskulturen zur Unterstützung eines nachhaltigen Konsums“


Potenziale für nachhaltigen Konsum durch den Wandel der Konsumentenrolle in der Internetökonomie; BMBF-SÖF-Themenschwerpunkt „Vom Wissen zum Handeln – Neue Wege zum nachhaltigen Konsum“, Kooperationspartner:  IZT- Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Berlin und Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH, Berlin, 2008-2010


Prosuming

Prosuming, oder: Wenn der Kunde zum Mitarbeiter wird

Gegenstand des Lehrforschungsprojekts ist das gesellschaftliche Verhältnis von Produktion, Arbeit und Konsum. Während noch in der Industriegesellschaft die Sphäre „Produktion" klar von der Sphäre „Konsumtion" getrennt war, findet aktuell, so eine prominente soziologische These, im Arbeitenden Kunden eine Entgrenzung von Arbeit und Konsum statt: Betriebe verlagern in systematischer Weise bisher primär intern erbrachte Leistungen und betriebliche Funktionen auf Konsument/-innen. Diese wiederum erbringen zunehmend produktive Leistungen, die für andere Marktteilnehmer/-innen einen Gebrauchswert haben und die als echter Wertschöpfungsbeitrag in die betriebliche Organisation eingehen ...


laufende und abgeschlossene Dissertationen

Diss

Dissertationen

Übersicht der von Frau Prof. Dr. Blättel-Mink betreuten Doktorarbeiten


weitere abgeschlossene Forschungsprojekte

Umsetzungsforschung
Wie gelingt eine erfolgreiche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis?

Diese Frage beschäftigte Natur- und SozialwissenschaftlerInnen im Rahmen des Workshops „Sozialwissenschaftliche Methoden der Begleitung von Umsetzungsprozessen transdisziplinärer Forschungsergebnisse“. Die Veranstaltung wurde vom ISOE gemeinsam mit dem Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F und dem Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität vom 24. bis 25. Januar 2013 in Frankfurt am Main organisiert. Ein Kurzbericht zum Workshop ist jetzt als Download verfügbar.

Die erfolgreiche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis ist an zahlreiche Faktoren gebunden und mittlerweile selbst Gegenstand der Forschung. Fallbeispiele aus der Forschungspraxis verdeutlichen, dass die Aufgaben der Begleitforschung zwar vielfältig, aber bislang jedoch nicht eindeutig definiert sind. Zudem treten bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis spezifische Probleme auf, die es ebenfalls zu klären gilt. Damit erweitert sich das Aufgabengebiet der Begleitforschung erheblich und geht deutlich darüber hinaus, mit sozialwissenschaftlicher Expertise für eine reibungsfreie Implementierung neuer Technologien oder Verwaltungsvorschriften zu sorgen. Im Rahmen dieser Umsetzungsforschung werden die Umsetzungsprozesse selbst und ihre Probleme zum Forschungsgegenstand.

Zentrales Thema des Workshops waren die unterschiedlichen Aspekte, die bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis relevant werden sowie die Begleitung und Bewertung von Umsetzungsprozessen. Diese sollten stets sozialwissenschaftlich begleitet und in einem transdisziplinären Kontext eingebunden sein. Nur auf diese Weise können auch die Ursachen für nicht erwartete Ergebnisse erforscht werden. Damit steht die transdisziplinäre Umsetzungsforschung in einem Kontinuum, das von der Unterstützung über das Verstehen und Erklären bis hin zum Gestalten von Umsetzungsprozessen reicht. Der Workshop zeigte aber auch, dass Wissenschaft die Kriterien für eine gute Umsetzungsforschung definieren und die damit verbundenen methodischen Herausforderungen klären muss.

 

Soziologie und Beratung

Vortrags- und Publikationsprojekt in Kooperation mit IPC- JWG-Univ. Frankfurt am Main und AGIO - Arbeitsgruppe Industrie- und Organisationssoziologie; Universität und Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main, 2006-2007; gefördert durch Freunde und Förderer der JWG-Univ. Frankfurt am Main

Komm’ wir gründen ein Biotech-Startup!?

Arbeitsorientierungen von BiowissenschaftlerInnen im Kontext neuer Steuerungsmodelle an Hochschulen. Projekt gefördert im Rahmen von „kleinere Projekte der Frauen- und Geschlechterforschung, Goethe-Universität (mit Dr. Kendra Briken, FB03; Laufzeit: 3.06-12.06)

Gründung als Option in den Sozialwissenschaften

Zur Integration des Gründungsthemas in der Lehre der Sozialwissenschaften, Route A66-Projekt, Goethe-Universität (Laufzeit: 9.05 – 6.06) - Projektleitung

Lehrevaluation an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main

Projekt im Auftrag des Präsidiums der Goethe-Universität (Laufzeit: 4.06-9.06) - Projektleitung

Mathematik und Geschlecht

Kooperationsprojekt mit der Universität Bielefeld, Frau Dr. Anina Mischau - Forschungs- und Vortragsprojekt (2002-04)

Ökologische Innovationssysteme - Ein internationaler Vergleich

Universität Stuttgart – Lehr- und Publikationsprojekt (2001/02) -Projektleitung

Health professions, gender and society. Shifting relations in times of institutional and social change

Publikationsprojekt mit Dr. Ellen Kuhlmann, Univ. Bremen (2001-2003)

From bottom to top in higher education: Women’s experiences and visions in different parts of the world

Publikationsprojekt mit Dr. Anina Mischau; ZUMA Mannheim und der Universität sowie der ETH Zürich (2001)

Nachhaltigkeit und Transdisziplinarität

(Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (2000-2003); gemeinsam mit Dr. Hans Kastenholz

Geschlecht und Studium. Faktoren einer geschlechtsspezifischen Studienfachwahl

Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (2000-2002) Projektleitung

Nachhaltigkeit im Einzelhandel

Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (1999-2000)

Innovationen für nachhaltige Wirtschaft

Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg und Lehrstuhl für Technik- und Umweltsoziologie der Universität Stuttgart – Habilitationsprojekt (1996-2000) Projektleitung

Soziale Lage und Lebensführung von Frauen.

Eine vergleichend regionale Analyse in zwei Landkreisen Baden-Württembergs (HIFI e.V.; mit Unterstützung des Familienministeriums Baden-Württemberg) (1995-1997) Projektleitung

ProjektkoordinationARTICULATE

für den irischen Partner CESR-UCC (1992/93). EU-Projekte im Themenfeld „Distant Learning“ mit Projektpartnern aus mehreren europäischen Ländern.

The institutional dimension of economic innovation in Ireland

CESR-UCC und Stipendium HCM (1993/1994)