Dr. Filippo Reale

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Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
Theodor-W.-Adorno-Platz 6 (HPF 13)
60323 Frankfurt

Gebäude: PEG/Raum: 3.G176
Telefon: (069) 798 36504

E-Mail: reale@soz.uni-frankfurt.de

 



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VITA FORSCHUNGSINTERESSEN  | PUBLIKATIONEN  | LEHRE


VITA

seit 01/2016

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur für Politische Ökonomie und Wirtschaftssoziologie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main

10/2014 - 12/2014

Gastwissenschaftler, Departamento de Ciencias Sociales, Universidad Carlos III de Madrid

10/2012 - 01/2016

PhD Fellow, International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy, Köln

11/2011 - 09/2012

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachbereich Sozialwissenschaften, Universität Hamburg

10/2006 - 09/2011

Studium der Soziologie und Volkswirtschaftslehre, Universität Hamburg


FORSCHUNGSINTERESSEN

Vergleichende Politische Ökonomie

Innovationsforschung

Techniksoziologie

Industrielle Beziehungen



PUBLIKATIONEN

Reale, Filippo (2017): „Räumliche und soziale Strukturen in der kommerziellen Luftfahrt“. In: Soziologie 46 (2), 148-159.

Reale, Filippo (2016): „Die politische Ökonomie soziotechnischen Wandels. Eine Fallstudie an Hand der Arbeitsbeziehungen in der spanischen Verkehrsluftfahrt“. Studies on the Social and Political Constitution of the Economy. Köln: International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy.

 


LEHRVERANSTALTUNGEN

Wintersemester 2017/2018

Soziologie des Irregulären, des Zögerns und des Scheiterns

Modulkürzel:SOZ10-BA-SP, SOZ-BA-SP, SOZ-MA-4, SOZ-MA-6, SOZ-MA-8, WF-MA-1, WF-MA-3, WF-MA-4, PW-BA-SP, PW-MA-2a, PW-MA-3a, PW-MA-4a, PT-MA-2, PT-MA-5a, PT-MA-5c, PT-MA-8, POWI-VW, POWI-VS2

Zeit und Raum: donnerstags, 19.10.17 - 08.02.18, 12:00 - 14:00 Uhr, Raum Seminarhaus SH1.107

Inhalt: Kapitalistisches Handeln ist zukunftsbezogenes Handeln. Soziales Handeln ist auf eine Ordnung bezogenes Handeln.Trifft dies die soziale Wirklichkeit oder handelt es sich um ein moderndes Ideal? Nicht nur der Funktionalismus leidet unter dem Auftreten von Irregularität. Nicht nur der Voluntarismus und der Utilitarismus leiden unter dem Auftreten von Zögern und Scheitern. Beschreibt also eine an Ordnung orientierte Soziologie die Wirklichkeit treffend oder wirkt sie an der Aufrechterhaltung und Rechtfertigung eines modernen Dogma des Gelingens insgeheim mit? Wie oft fallen Subjekte und Strukturen aus genau dieser Rolle? Wann misslingt Handeln und wann misslingt Gesellschaft? Und, falls die Ökonomie tatsächlich eines der zentralen Elemente moderner Gesellschaften ist – wann misslingt Wirtschaft?

Das Seminar behandelt diese Fragen zunächst grundsätzlich aus einer allgemeinen sozialtheoretischen Sicht. An Hand verschiedener, zum Teil weit auseinander liegender Ansätze werden unterschiedliche Soziologien des Irregulären diskutiert. Ontologische und epistemologische Probleme einer möglichen Soziologie des Unvorhersehbaren, Krisenhaften und Fehlschlagenden können hier erarbeitet werden. Im zweiten Teil nutzt das Seminar den Anlass jüngster Krisen der Finanzmärkte und blickt hinter unterschiedliche Perspektiven auf Irregularität und Misslingen in der Wirtschaft. Beispielsweise Unbestimmtheit, Zukunftsangst, Entscheidungsblockaden oder auch einfach Indifferenz gehören hier zu den verschiedenen Phänomenen, mit denen die soziale Realität und ihre handelnden Subjekte spätkapitalistische Ideale rationaler geordneter Wirtschaft verraten.

Es ist also grundsätzlich zu klären, wie Irregularitäten, Zögern und Scheitern in Wirtschaft und Gesellschaft zu Stande kommen. Dies setzt allerdings die Antwort auf die Frage voraus, wieweit eine beobachtende, systematische Wissenschaft überhaupt das Unvorhersehbare und von allen Mustern Abweichende begreifen und erklären will.

Sommersemester 2017

Umbruch, Innovation und Subversion in den Institutionen der Politischen Ökonomie

Termin: jeweils dienstags 10:00 bis 12:00 Uhr in Raum SH 4.102

Modulkürzel: WF-MA-1, WF-MA-3, SOZ10-MA-4, SOZ10-MA-6, SOZ-MA-4, SOZ-MA-8, SOZ-BA-SP, SOZ10-BA-SP, PW-MA-2a/3a/4a, PT-MA-5a, PT-MA-5c, PT-MA-8, POWI-VW, PW-BA-SP, IS-MA-7a

Veranstaltung auf Masterniveau

Inhalt: Wie sieht eine institutionalistische Theorie des Umbruchs aus? Warum muss radikaler Wandel abrupt sein und warum können nur „exogene Schocks” ihn verursachen? Warum werden „Wandelagenten” normalerweise als institutionelle „Unternehmer” bezeichnet und wird ihr Handeln dadurch rationalisiert oder individualisiert? Wird diese Figur romantisiert? Welche impliziten Annahmen zur Gestalt des Politischen trifft institutionalistische Theorie überhaupt? Und worin besteht der konzeptionelle Unterschied zwischen der „Institution” und einem sozialen Sachverhalt schlechthin?

An diesen Fragen entscheiden sich Nutzen und Eignung institutionalistischer Ansätze zur Erforschung des Politischen, des Wirtschaftlichen und des Sozialen insgesamt. Es entscheidet sich daran auch das Verhältnis des Institutionalismus als Ontologie zum Institutionalismus als Methode. Nicht zuletzt wirft auch und gerade das Interesse an institutionellem Wandel die Frage auf, inwieweit emergenter Wandel die Wissenschaft selbst überraschen kann und was dies wiederum für das Ideal der Beobachterposition bedeutet.

Das Seminar diskutiert ausführlich die institutionalistischen Paradigmen, die weite Teile des Diskurses in der vergleichenden politischen Ökonomie und der Wirtschaftssoziologie prägen, insbesondere bezogen auf ihre Konzepte von Umbruch und politischer Auseinandersetzung. Es erarbeitet Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Kollisionen, sowohl wirkliche als auch erzählte, und versucht zugleich die expliziten und impliziten Annahmen der Ansätze auszugraben. Besondere Aufmerksamkeit gilt kaum überraschend den verschiedenen Standpunkten zum Verhältnis von Struktur und Agentschaft.

Seminarplan

Wintersemester 2016/2017

Soziologie als Wirtschaftswissenschaft

Inhalt: Was spricht für eine Soziologie der Wirtschaft? Soll die Soziologie wirtschaftswissenschaftliche Begriffe neu besetzen, soll sie ihre eigenen Begriffe auf die Wirtschaft anwenden oder muss sie zur Beschreibung und Erklärung wirtschaftlicher Prozesse neue Begriffe schaffen? An diesen Fragen entscheidet sich das Verhältnis einer Soziologie der Wirtschaft zur Ökonomik und zur Wirtschaft selbst.

 Aber wodurch definiert eine Wissenschaft der Wirtschaft überhaupt ihr Untersuchungsobjekt – durch die Zweck-Rationalität des Handels, durch die konflikthafte Politik von Knappheit und Verknappung oder durch die Anwendung der Programme und Codes des gesellschaftlichen Funktionssystems Wirtschaft? Ist in einer Sozialordnung, in der jedes Handeln ökonomisiert ist, jeder soziologische Fragestellung wirtschaftssoziologisch? Hieran wiederum entscheiden sich die Definition einer Wirtschaftssoziologie und ihr Verhältnis zur Soziologie an sich.

Das Seminar ist ein ununterbrochenes Streitgespräch über die Entwicklung und Anwendung zentraler Beschreibungen wirtschaftlicher Sachverhalte in Soziologie und Ökonomik. Hierbei vergleicht es Kernbegriffe inhaltlich sowie vor einem denkhistorischen und diskurspolitischen Hintergrund. Es soll dabei nicht bloß der bisherige Diskurs hinsichtlich der unterschiedlichen Haltungen nachvollzogen werden. Die Literatur dient vielmehr dazu, Sinn und Unsinn des eigenen soziologischen Arbeitens mit Bezug zu wirtschaftlichen Prozessen zu durchdenken und zu besprechen.

Sommersemester 2016

Sozialwissenschaftliche Theorien technologischen Wandels

Inhalt: Kapitalistische Produktion ist vor allem technologische Produktion. Zweck-rationales Denken ist instrumentelles und somit technisches Denken. Die Bürokratie des „modernen“ Staats- und Rechtswesens ist ein technischer Steuerungsmodus. Zudem erscheinen technologische Impulse als hinreichende Bedingung für die Industrialisierung der Produktion, die Domestizierung der Natur und nicht zuletzt die Beschleunigung des subjektiven Alltags. Ausreichend Problemstellungen der Sozialwissenschaften erscheinen also technologisch mitbestimmt.
Technologischer Wandel müsste demnach auch bei der Bestimmung und Begründung sozialen Wandels erhebliche Bedeutung haben. Hiervon ausgehend führt das Seminar in unterschiedlichste Bereiche der Soziologie, Politikwissenschaft und Ökonomik ein, die sich die Frage nach der Bedeutung technologischen Wandels gestellt haben. Einige sehen darin die entscheidende Ursache für bedeutende soziale Prozesse, andere untersuchen ihn im Hinblick auf seine Ursachen in Form von sozialen Diskursen und politischen Entscheidungen.
Außerdem unterscheiden sich die Ansätze in der Frage, wie offen und systematisch sie technologischen Wandel bearbeiten und wie optimistisch oder pessimistisch sie ihn bewerten. Das Seminar bietet zur Einführung in das Thema einen denkgeschichtlich strukturierten Überblick über wesentliche Ansätze, von den Klassikern der Sozialtheorie und Politischen Ökonomie bis in die Postmoderne.


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