Seit April 2025 ist Thomas Biebricher Teil des Editionsprojekts „Vordenker der liberalen Moderne“. Gemeinsam mit acht anderen Verbundpartnern arbeiten er und sein Team an der Herausgabe einer Schriftenreihe zum Thema Liberalismus, die die wichtigsten DenkerInnen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts versammelt. Insgesamt sollen 26 Bände entstehen, die mithilfe von Originaltexten und wissenschaftlichen Kommentaren die unterschiedlichen Facetten des liberalen Denkens beleuchten. Dieses soll zum einen einer kritischen Einordnung unterzogen werden, zum anderen soll die Aktualität liberaler Vorstellungen für die Gegenwart herausgearbeitet werden.
Die Veröffentlichung der Schriftenreihe wird von einem vielfältigen Programm gerahmt. Hierzu zählen unter anderem Fachkonferenzen zum Entstehen der Einzelbände, aber auch weitere öffentliche Veranstaltungen. Nähere Informationen hierzu finden sich hier: (https://vordenker-liberale-moderne.de/).
Das Teilprojekt der Goethe-Universität arbeitet derzeit an einem Band zum Thema „Individuum und Gesellschaft“. Dieser versammelt Schriften des spanischen Philosophen José Ortega y Gasset, dessen Werk in Deutschland bisher wenig Rezeption erfahren hat. Die entsprechende Konferenz wird im Mai 2026 stattfinden. Geplant sind zwei weitere Bände mit den Titeln „Von der Krise des Liberalismus zum Neoliberalismus“ und „Die Entwicklung der Chicagoer Schule“.
Das Projekt „Vordenker der liberalen Moderne“ stellt sich somit einem wichtigen und zugleich herausfordernden Unterfangen. Es versucht die Vielfalt des liberalen Denkens zu veranschaulichen, indem es Klassiker dieser Denkschule neu aufbereitet und vergessene DenkerInnen wiederentdeckt. Die einzelnen Bände der Schriftenreihe machen die Originaltexte für eine breite Öffentlichkeit zugänglich, unternehmen eine kritische Einordnung und zeigen, wie das liberale Denken für aktuelle politische Debatten nutzbar gemacht werden kann.