Martina Kolanoski

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Institut für Soziologie
Theodor W. Adorno Platz 6 (Fach PEG 21)

60629 Frankfurt am Main

Raum: PEG 3G 042
Tel: +49/69/798-36534
E-Mail: kolanoski@em.uni-frankfurt.de

Sprechstunde:

Nach Vereinbarung


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Aufgrund der Corona-Pandemie finden im Wintersemester 20/21 alle Seminare als Online-Kurse statt.



VITA

2019

 

Dr. phil. in Sociology, Goethe University, Frankfurt/Main. Thesis title: "Juridification of warfare and limits of accountability: An ethnomethodological investigation into the production and assessment of legal targeting." (summa cum laude)

Since 2013

Research Associate at Lehrstuhl für Interpretative Sozialforschung, Institut für Soziologie, Goethe Universität Frankfurt/Main

2016 -2020

Research Fellow at the University of Liverpool, School of Law and Social Justice, invited by Michael Mair (DAAD-funded)

2011 - 2013 Research Associate in German-Israeli Research Project „Cultures of War Discourse“, Ruhr-Universität Bochum
2010 -2011 Research Associate in offices of MPs at the German Parliament / Deutscher Bundestag (Department for Human Rights and Legal Affairs)
2005 - 2009 Universität Potsdam, Humboldt-Universität and Freie Universität Berlin: Magister / Master of Arts in Political Sciences, History and Public Law

 

 

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LEHRE

Aufgrund der Corona-Pandemie finden im Sommersemester 2020 alle Seminare als Online-Kurse statt. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise unseres Lehrstuhls.

Melden Sie sich zu den Seminare auf OLAT an.

Sommersemester 2020

 Masterseminar: Soziologie der Transformation (SOZ-MA-1, SOZ-MA-6, SOZ-MA-8, PT-MA-8)

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die im Modus der verstärkten Selbstbeobachtung ihre eigene Existenzweise problematisiert. Vor dem Befund einer bestandsgefährdenden Mehrfachkrise, werden Lösungen in mehr oder weniger radikalen (Struktur)Veränderungen gesucht. Wie unterscheidet sich die (anvisierte) sozial-ökologische Transformation von anderen Formen des sozialen Wandels, mit denen sich die Soziologie befasst hat? Das Masterseminar ‚Soziologie der Transformation‘ trägt soziologische Perspektiven auf Prozesse sozial-ökologischer Umgestaltung zusammen. Die soziologischen Texte unserer Seminarlektüre fokussieren auf jeweils unterschiedliche Aspekte transformativer Umgestaltung: technische und soziale Innovationen, Lebensweisen, kulturelle Muster, Subjektpositionen, Protestbewegungen und transformative Praktiken jenseits des Staates.

Das Seminar findet auf OLAT statt.

Bachelor/-Masterseminar: Methoden der interdisziplinären Rechtsforschung (SOZ10-BA-SP/SOZ-BA-SP SOZ-MA-7/SOZ-MA-8)

Das Masterseminar „Methoden der interdisziplinären Rechtsforschung“ gibt eine Einführung in die qualitative Untersuchung von Recht und rechtlichen Praktiken. Im Zentrum des Seminars stehen empirische Studien, die dazu genutzt werden, die Forschungsdesigns der jeweiligen Untersuchungen nachzuvollziehen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden bei der Konzeption eines eigenen Forschungsvorhabens zu unterstützen.

Das Seminar ersetzt keine Einführung in die qualitative Sozialforschung, sondern rechnet damit, dass die Studierenden auf Vorkenntnisse zurückgreifen können. Aufbauend auf den allgemeinen Grundlagen qualitativer Forschung soll in diesem Seminar das Forschungsinteresse für rechtsbezogene Themen geweckt bzw. geweitet werden und der Blick auf das forschungspraktische Zusammenspiel von Fragestellung, Methode und Fragestellung gerichtet werden.  Reine Methodentexte sind in den Listen der weiterführenden Literatur grün markiert und können für die Ausarbeitung des Forschungsexposés gerne verwendet werden.

Durch die empirischen Studien befassen wir uns mit diversen Themen, die Gegenstand interdisziplinärer Rechtsforschung werden können. So lesen wir bspw. über die Probleme der Strafverfolgung in Vergewaltigungsfällen (in der Fallanalyse von Juristinnen), über die Kriminalisierung von Einwanderern (in der kritischen Diskursanalyse eines Soziologen), über den Glauben an die Verfassung in Kirgisistan und Myanmar (in der Ethnografie einer Anthropologin) und über Rechtsideen im Friedensprozess Kolumbiens (in der Interviewforschung einer Politologin). Für die eigenen Forschungsideen sind den Studierenden keine thematischen Vorgaben gegeben.

Das Seminar findet auf OLAT statt.

Sommersemester 2019/Wintersemester 2019/20

Forschungspraktikum I + II: Verrechtlichung des Krieges

Das rechtssoziologische Forschungsseminar untersucht die Potentiale, Probleme und Grenzen internationaler Strafgerichtsbarkeit anhand der Analyse professioneller Praktiken am International Criminal Court (ICC). Im Forschungsseminar lernen die Studierenden die Grundlagen ethnomethodologischer Rechtsforschung und internationaler Strafgerichtsbarkeit kennen und beginnen dann mit der Arbeit an eigenen Fallstudien. Die empirische Grundlage der qualitativen Forschungsprojekte bieten die Prozessdaten des ICCs (online).

Im Anschluss an den theoretischen und methodischen Inhaltsblock erfolgt die Studienfahrt zum ICC,  wo die Studierenden der laufenden Verhandlungen beiwohnen. Zusätzlich sind ExpertInnengespräche mit Mitarbeiter*innen des ICCs, der Coalition of the International Criminal Court sowie des  Hague Insitute for Global Justice geplant. Die Exkursion ist integraler Bestandteil des Forschungsprozesses und bietet den Studierenden die einmalige Gelegenheit, Einblicke in die Arbeitsweise des ICCs zu bekommen.

Sommersemester 2018

Masterseminar mit Professor Allain Pottage (Department of Law, London School of Economics and Political Science): Law’s Materials

Sommersemester 2017/Wintersemester 2017/18

Forschungspraktikum I + II: Verrechtlichung des Krieges

Sommersemester 2016

Grundseminar: Einführung in die Rechtssoziologie (Bachelor)

 Masterseminar:  Verrechtlichung des Krieges: Praktiken, Formen und Grenzen

Studienexkursion zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, September 2016: Exkursionsbericht der Studierenden

Wintersemester 2015/16

Einführung in die Rechtssoziologie: Lektüreseminar (Bachelor)

Sommersemester 2015

Einführung in die Rechtssoziologie: Lektüreseminar (Bachelor)

Wintersemester 2014/15

Rechtssoziologische Schlüsselkonzepte: Lektüreseminar.

Sommersemester 2014

Verfahrenspraxis analysieren (Teil II) Zur demokratischen Bearbeitung militärischer Einsätze

Wintersemester 2013/14

Verfahrenspraxis analysieren (Teil 1): Zur demokratischen Bearbeitung militärischer Einsätze. Empirieseminar mit Prof. Dr. Thomas Scheffer

Sommersemester 2013

Discourse Analytical Methods II: the case of "cultures of war discourse"

 

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Publikationen und Tagungsbeiträge

Veröffentlichungen

   

 Vorträge

  • Targeting as procedural culture, Vortrag auf der IIEMCA Konferenz, Mannheim, 3.Juli 2020.
  • SEEING or NOT SEEING legally prescribed categories: Video footage in legal and military sense-making, Vortrag auf dem Workshop “Killing in the name of: Interpreting Images of State Violence”, Wilfrid Laurier University, Brantford, Ontario, Canada, 14. Juli 2018.
  • Engaging Military Targets: Recognisability at the Moment of Attack, Vortrag auf dem American Sociological Association Meeting, Montreal, 15. August 2017.
  • The work of attack: Some initial observations, Vortrag auf der IIEMCA Konferenz, Columbus (Ohio), 12. Juli 2017.
  • The career of a target, Lehrvortrag im Rahmen des Postgraduate Module on Ethnomethodology and Conversation Analysis, University of Liverpool, 7. März 2017.
  • Assessing Military categorization work: Importing procedure external events, Vortrag auf dem 4. EMCA doctoral network meeting, Manchester, 6. November 2015.
  • Prozessuale MCA: Der umkämpfte Import verfahrensexterner Ereignisse, Vortrag auf dem Workshop „Ethnomethodologische Fallstudien zum Kriegsdiskurs“, Goethe-Universität Frankfurt/Main, 8. Oktober 2015.
  • Fehlannahmen und Fehlverhalten: die Aufklärung des ‚Kunduz-Luftangriffs‘, Vortrag auf der Tagung „Professionelles Fehlverhalten“, Goethe- Universität, Frankfurt/Main, 01. Oktober 2015.
  • Rechtsentwicklung beobachten: Von der Ethnomethodologie zur Analyse relationaler Netzwerke, Vortrag auf dem Workshop „Methoden der Rechtssoziologie“, Universität Konstanz, 4. März 2015.
  • (K)Einen Unterschied machen: Militärische Gewalt vor Gericht, Vortrag in der Veranstaltung der Sektion Rechtssoziologie „Ethnografie staatlicher Gewalt“ auf dem 37. DGS-Kongress, Trier, 8. Oktober 2014.
  • Making a legal case with military video material, Vortrag auf dem Workshop des internationalen Netzwerkes ‘Cultures of War Discourse’ (CuWaDis) “Accounting for combat-related killings”, Frankfurt/Main, 21. July 2014.
  • Unerheblich – Zur Fabrikation rechtlicher Irrelevanz durch die Generalbundesanwaltschaft im Fall Oberst Klein, Vortrag auf der interdisziplinären Tagung „Recht und Krise“ des Berliner Arbeitskreises Rechtswirklichkeit, Humboldt Universität, Berlin, 11. Oktober 2013.
  • Knowing how to know the enemy. Legal construction of appropriate categorization work in war, Vortrag auf der zweiten deutsch-israelischen Studierendenkonferenz ‘Cultures of War Discourse”, Hadassah Academic College, Jerusalem, 8. April 2013.
  • „Unwahrscheinliche Zivilisten“: Zur Kategorisierungsarbeit des Generalbundesanwalts im Fall Kunduz, Vortrag auf der Tagung „Räume eigenen Rechts“ der DGS-Sektion Rechtssoziologie und des Instituts für Kulturwissenschaftlichen der Universität Leipzig, Universität Leipzig, 22.Februar 2013.
  • Culture and War Discourse, Vortrag auf der ersten deutsch-israelischen Studierendenkonferenz „Cultures of War Discourse“, Ruhr-Universität Bochum, 28. Januar 2013.
  • Konstruktion von “Uns” und “den Anderen”: Kategorien im praktischen Kontext, Vortrag in der  Veranstaltung der Sektion Rechtssoziologie „Recht, Krieg und Gesellschaft“ auf dem 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Ruhr-Universität Bochum, 4. Oktober 2012.
  • Weak numbers, strong effects – some pragmatics of military calculation, Vortrag auf dem Workshop “Numbers: Empirical Stories and Analytical Framings” der Mercator Forschergruppe “Räume anthropologischen Wissens” an der Ruhr-Universität Bochum, 20. September 2012.
  • Germany: A “state of peace” in “war-like” operations, Vortrag vor Studierenden am Hadassah Academic College Jerusalem, 6. Juni 2012.
  • War Discourse in a “State of Peace”. Germany as a Culture distant from Combat Experience, Vortrag auf der Konferenz „Talking Peace, Making War“, am Harry S. Truman Research Institute for the Advancement of Peace, Hebrew University of Jerusalem, 28. März 2012.

 

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