Goethe Universität Frankfurt
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Institut für Politikwissenschaft
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Haus "Normative Ordnungen"
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Teamassistentin: Ellen Nieß
Raum: 3.12
Tel.: +49 (0)69 / 798 - 31521
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ellen.niess@normativeorders.net
Öffnungszeiten des Sekretariats für Studierende:
Donnerstags 10 - 12h und nach Vereinbarung
Ich bin Umwelt- und Moralphilosoph sowie politischer und sozialer Theoretiker. Ich habe ein breites Interesse an der Geschichte der Philosophie sowie an Arbeiten in sowohl der analytischen als auch der kontinentalen Tradition. Meine aktuellen Forschungsinteressen betreffen planetare Zukünfte, Klimagerechtigkeit, die moralische Psychologie der Hoffnung und die Schnittstellen dieser Themen.
Ich strebe in meinen Texten Klarheit und analytische Strenge an und achte auf die argumentative Struktur und die Notwendigkeit von Beweisen. Ich ermutige die Studenten, die ich betreue, dies ebenfalls zu tun.
Ich habe von vielen verschiedenen Autoren gelernt und mich von ihnen inspirieren lassen, unter anderem von den folgenden:
“I tried to ask myself, when writing: precisely what does this sentence contribute to the developing exposition or argument, and is it true? You become analytical when you practice that sort of (frequently painful) self-criticism."
─G.A. Cohen, Karl Marx's Theory of History, A defence, Vorwort zur Ausgabe 2000
“[T]here are some things in our social system to which I am proud to be maladjusted and to which I suggest that you too ought to be maladjusted. I never intend to adjust myself to the viciousness of mob rule. I never intend to adjust myself to the evils of segregation and the crippling effects of discrimination. I never intend to adjust myself to the tragic inequalities of an economic system which takes necessities from the masses to give luxuries to the classes. I never intend to become adjusted to the madness of militarism and the self-defeating method of physical violence. I call upon you to be maladjusted. Well you see, it may be that the salvation of the world lies in the hands of the maladjusted."
─Martin Luther King, Jr., A Look to the Future, 1957
„Die Arbeit gegen die Lebensangst und die Umtriebe der Furcht ist die gegen ihre Urheber, ihre großenteils sehr aufzeigbaren, und sie sucht in der Welt selber, was der Welt hilft; es ist findbar.“
– Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, 1954
“I may also confess that common as is the jackrabbit he never burst away in speed before me without being followed by wonder at his graceful mystery of motion; that the crawl of a wild-cat upon game is something that arrests and fascinates by its masterful skill; and that even the desert tramp, the coyote, is entitled to admiration for the graceful way he can slip through patches of cactus. The fault is not in the subject. It is not vulgar or ugly. The trouble is that we perhaps have not the proper angle of vision. If we understood all, we should admire all."
– John C. Van Dyke, The Desert, 1901
Kontaktdaten
E-Mail: darrel.moellendorf@normativeorders.net
The story of how I got here.
The day I shook Nelson Mandela's hand.
Unter Klimaforschern herrscht
weitgehend Konsens, dass der Mensch durch die anhaltende Produktion von
Treibhausgasen globale und ‚unumkehrbare‘ Klimaveränderungen in Gang gesetzt
hat und das Ausma0 der Schäden nur durch ernsthafte
Emissionsvermeidungsstrategien beschränkt werden kann (IPCC 2019). Stritt ist
gleichwohl die konkrete Ausgestaltung einer solchen Strategie. Ökonomische
Modelle berechnen in diesem Kontext wohlfahrtsmaximierende
Vermeidungsstrategien. Das Optimumskalkül folgt dabei dem Kriterium der
Pareto-Effizienz, vernachlässigt aber in den meisten Fällen den Gedanken der
Verteilungsgerechtigkeit. Eine faire Verteilung der Kosten, sowohl zwischen als
auch innerhalb der Generationen, stellt jedoch eine wichtige Voraussetzung für
ein starkes Commitment der beteiligten Akteure dar. Die vorliegende Arbeit
untersucht daher, wie sich modellierte Vermeidungsstrategien ändern, falls
neben dem Effizienzgedanken auch Kriterien einer gerechten Verteilung in das
Optimumskalkül einfließen. Konkret werden ein ability-to-pay sowie ein
emission-intensity-reduction-Ansatz näher untersucht. Im Ergebnis zeigt sich,
dass der ability-to-pay-Ansatz keine wesentlichen Fairnessvorteile gegenüber
dem rein effizienzgetriebenen Ansatz verspricht. Dagegen scheint die
kontinuierliche Reduktion der Emissionsintensität eine gerechtere Verteilung
der Kosten mit einer erfolgreichen Beschränkung der Erderwärmung vereinen zu
können.