Alfred Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung

Die „Alfred Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung“ wurde 2009 auf Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main gestiftet. Mit dem Projekt sollen die Forschung und der öffentliche Diskurs über die Bürgergesellschaft am Standort Frankfurt vorangebracht und international sichtbar gemacht werden.

Alfred Grosser, 1925 in Frankfurt geboren, ist Professor für Politikwissenschaft und Soziologie und international als Publizist tätig. Er gilt unter anderem als ein wichtiger Wegbereiter der deutsch-französischen Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Im November 2009 führte er die Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung mit drei Vorlesungen zum Thema „Bürgergesellschaft und Demokratie in Deutschland und Frankreich" ein. Jeweils zum Wintersemester bestimmt eine Auswahlkommission eine*n Gastprofessor*in. Höhepunkte der Gastprofessur sind jeweils ein Semestereröffnungsvortrag sowie ein stadtöffentlicher Vortrag.


Alfred Grosser-Gastprofessur im Wintersemester 2020/21

Wir freuen uns, Frau Prof. Dr. Astrid von Busekist, die diesjährige Inhaberin der Alfred Grosser-Gastprofessur des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften in Kooperation mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, vorstellen zu dürfen.

Prof. Dr. Astrid von Busekist ist seit 2001 Professorin für Politische Theorie an der Sciences Po in Paris. Daneben ist sie Leiterin des Studienprogramms Politische Theorie an der Graduiertenschule und Redakteurin der Fachzeitschrift „Raisons Politiques“.

Ihr Studium in Politikwissenschaft, Geschichte, Informations- und Kommunikationswissenschaften und Moderner Literatur absolvierte Prof. Dr. von Busekist an den Pariser Universitäten Sorbonne (III und IV) und Dauphine (IX) sowie der Tufts University in den USA. 1996 promovierte sie zu dem Thema “Nationalism and language policy. The making of Belgium”. Zu ihren akademischen Stationen zählen die Henri Janne-Professur an der Université Libre de Bruxelles (1999-2000) und eine Professur an der Universität Nizza Sophia Antiopolis (1999-2001). In der Vergangenheit hatte sie ferner Gastprofessuren an der New York University (2017-2020), der Tel Aviv University (2009-2011) sowie der Université Libre de Bruxelles (2001) inne.  

In ihrer Forschung widmet sich Prof. Dr. von Busekist insbesondere den Themenfeldern Sprachpolitik, Grenzen, Nationen und Nationalismus sowie demokratischer Pluralismus. Zu ihren letzten Publikationen zählen „Justice is steady work“ (gemeinsam mit Michael Walzer), „Forms of Pluralism“ (gemeinsam mit J. Cohen und A. Arato) sowie der Beitrag „The Ethics of language policies“ erschienen in „The Routledge Handbook of Ethics and Public Policy“. Ferner übersetzte sie auch einige Werke ins Französische, wie „Building and Dwelling”, „East-West Street”, „The Tyranny of Merit”, „The Ratline” und „Conservatism”.

Derzeit forscht Prof. Dr. von Busekist zu verschiedenen Themen/Fragestellungen im Bereich der Politik- und Rechtswissenschaften. 


Der Semestereröffnungsvortrag mit dem Titel „Linguistic justice and the burdens of language policies“ fand am Montag,  02.11.2020 digital um 18:00 Uhr c.t. statt.

Der Stadtöffentliche Vortrag mit dem Titel „Träume von Räumen. Exkurs über die Grenze“ wird digital am Dienstag, 23.02.2021 um 19:00 Uhr c.t. stattfinden. Auch hier geben wir nähere Informationen zeitnah bekannt.


Bisherige Inhaber*innen der Gastprofessur

  • WiSe 2009/2010: Prof. Alfred Grosser
  • WiSe 2010/2011: Prof. Saskia Sassen
  • WiSe 2011/2012: Ratna Omidvar
  • WiSe 2012/2013: Prof. Annette Zimmer
  • WiSe 2013/2014: Prof. Thamy Pogrebinschi
  • WiSe 2014/2015: Prof. Yves Sintomer
  • WiSe 2015/2016: Prof. Cathérine Colliot-Thélène
  • WiSe 2016/2017: Prof. Hélène Miard-Delacroix
  • WiSe 2017/2018: Prof. Ulrike Guérot
  • WiSe 2018/2019: Prof. Cornelia Woll
  • WiSe 2019/2020: Dr. Charlotte Galpin

mehr Informationen