2019

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Die Problematisierung von Community in offenen Innovationsprozessen

Neuer Beitrag von Birgit Blättel-Mink

Mit diesem Beitrag erarbeiten Birgit Blättel-Mink und Felix Brockmann eine Problematisierung des Gemeinschaftsverständnisses innerhalb der Open und User Innovation Debatte, welche (Internet-)Communities vornehmlich in Abgrenzung zur Organisation definieren. Dabei zeigen wir, wie auf der einen Seite die breit angelegte Betonung des Aspekts der Freiwilligkeit und auf der anderen die sehr eng angelegte Annahme eines zwischen Communities und Organisationen geteilten instrumentellen Ziels das Begriffsverständnis extrem einengt. Dies führt zu einem unscharfen Verständnis bis hin zu einer gewissen Pauschalität, welche wir aber auch als Ausdruck der Debatte um Gemeinschaft in der Soziologie verstehen. Wir setzen an dieser Stelle an und analysieren in einem Streifzug diese Debatte, um einen soziologischen Blick auf die Interaktion von (Internet-)Communities und Organisationen werfen zu können. Dabei nehmen wir einen aktuellen soziologischen Ansatz auf und ziehen eine sozialphilosophische Perspektive hinzu, um ein tragfähiges Konzept von Gemeinschaft in der Innovationsforschung zu ermöglichen.

Brockmann, Felix und Blättel-Mink, Birgit (2019): Die Problematisierung von Community in offenen Innovationsprozessen. In: Nicole Burzan (Hrsg.) 2019: Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen. Verhandlungen des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen 2018. 39, (Okt. 2019).


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Soziologie ökonomischen Denkens als Gesellschaftstheorie

Vortrag von Dr. Jan Sparsam (Goethe-Universität Frankfurt) am 17. Dezember 2019 um 16 Uhr c.t.

In der Soziologie hat sich zunehmend die Einsicht durchgesetzt, dass die Wirtschaftswissenschaft ihren Gegenstand – die Wirtschaft – nicht nur beschreiben, sondern (mit) hervorbringt. In der Regel verbleiben die Beiträge aus diesem Feld jedoch bei Beschreibungen über den Einsatz wirtschaftswissenschaftlicher Technologien in spezialisierten Einzelmärkten. Im Vortrag wird danach gefragt, wie sich der Einfluss der Wirtschaftswissenschaft auf die Politik und die Wirtschaft gesamtgesellschaftlich einschätzen lassen. Dabei wird thematisiert, welche Rolle die Ökonomik im seit einigen Jahrzehnten diagnostizierten Prozess der Verwissenschaftlichung der Gesellschaft spielt.

Dr. Jan Sparsam vertritt 2019 die Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Organisation und Wirtschaft. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Soziologie der Ökonomik, Makroökonomisches Wissen in Geldpolitik, Zentralbanken und Politikberatung sowie Kapitalismusforschung. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ und als Begleitveranstaltung zum Jubiläum „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität“ im Institut für Sozialforschung statt.

Der Vortrag findet am am Dienstag, den 17. Dezember 2019, 16 Uhr c.t., im Raum SH 3.106 (Seminarhaus Campus Westend) statt.


Vortragsreihe "Kritische Soziologie" im Wintersemester 2019/2020


Suffering at Work as a Political and Epistemological Problem

Gastvortrag von Emmanuel Renault (Univ. Paris Nanterre) am Mi., 27.11.19, 16-18 Uhr, Cas 1.801

Der Vortrag von Prof. Emmanuel Renault findet im Rahmen der Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ und als Begleitveranstaltung zum Jubiläum „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität“ im Institut für Sozialforschung statt.

Wichtige Veröffentlichungen von Emmanuel Renault, Professor für Sozialphilosophie an der Universität Nanterre in Paris:
The Return of Work in Critical Theory: Self, Society, Politics (mit Christophe Dejours, Jean-Philippe Deranty und Nicholas Smith), Columbia UP 2018); Marx and Critical Theory (bei Brill 2018); Reconnaissance, conit, domination (Cnrs éditions, 2017; Connaître ce qui est. Enquête sur le présentisme hégélien (Paris 2015); Souffrances sociales. Philosophie, psychologie et politique (Paris 2008, englisch 2017: Social Suffering, Essex Studies).

AG Kritische Soziologie, veranstaltet von: Birgit Blättel-Mink, Friedericke Hardering, Stephan Voswinkel und Luigi Wenzl;
Kontakt: b.blaettel-mink@soz.uni-frankfurt.de


Vortragsreihe "Kritische Soziologie" im Wintersemester 2019/2020


Flüchtigkeiten. Sozialwissenschaftliche Debatten

Neuer Sammelband von Birgit Blättel-Mink

Die Willkommenskultur des Jahres 2015 in Deutschland ist umgeschlagen in eine Abschiebepolitik der Bundesregierung mit Hilfe der (Um-)Definition sicherer Herkunftsländer. Wie lässt sich dieser Politikwandel verstehen und geht er auch mit einem Gesinnungswandel in der Bevölkerung einher? Welche Gründe für und welche gegen die Aufnahme von Flüchtigen gibt es bzw. werden in den Debatten angeführt? Dieser Band versammelt Analysen zum gesellschaftlichen Diskurs im Umgang mit Flüchtlingen, zu Fragen der Arbeitsmarktintegration und zur Praxis der Beratung von Flüchtlingen. Neben wissenschaftlichen Analysen stehen  reflektierende Beiträge aus der Praxis der Migrationspolitik.

Blättel-Mink, Birgit/Noack Torsten/Onnen, Corinna/Späte, Katrin/Stein-Redent, Rita (Hrsg.) (2019) Flüchtigkeiten. Sozialwissenschaftliche Debatten. Wiesbaden: Springer VS.


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Who’s Afraid of Critical Social Science?: Overcoming Social Science’s Fear of Naturalism

Vortrag von Andrew Sayer (Lancaster University) am 04.11.2019

The talk will defend the proposition that we cannot understand and explain social phenomena without making evaluative – i.e. normative – judgements about the well-being of people, and that identifying suffering and flourishing is necessary for any adequate social science.

Themes

  • Anti-naturalism in society, social science and philosophy.
  • Social science’s confusions over the relations between science and values.
  • Beings who can suffer or flourish: biological bases of normativity.
  • The rationality/reasonableness/’aboutness’ of emotions/feelings.
  • ‘Differently-cultivated natures’: normativity and cultural difference.
  • Concerns, commitments, attachments and their relation to well-being.
  • Critical social science and the critique of avoidable suffering and restricted flourishing.

Der Vortrag von Prof. Andrew Sayer findet im Rahmen der Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ und als Begleitveranstaltung zum Jubiläum „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität“ im Institut für Sozialforschung statt.


Vortragsreihe „Kritische Soziologie" im Wintersemester 2019/2020


"Zum Ökobauern gehen reicht nicht"

Interview mit Birgit Blättel-Mink in der Süddeutschen Zeitung am 06.09.2019

 

Nicht nur das Fliegen schadet der Umwelt, sondern auch das viele Einkaufen. Soziologin Birgit Blättel-Mink erklärt, wie nachhaltiger Konsum funktionieren kann.

Zum Beitrag


Vortragsreihe „Kritische Soziologie“

Wintersemester 2019/20

Ihr Verständnis der Soziologie als einer Instanz der kritischen gesellschaftlichen Selbstreflexion hat die Frankfurter Soziologie weltweit bekannt gemacht und auch heute noch ist das (inter-)nationale Bild der Frankfurter Soziologie hiervon geprägt. Die AG Kritische Soziologie, die sich vor einigen Jahren aus einer Kooperation von Industrie- und Organisationssoziolog*innen am IfS (Institut für Sozialforschung) und am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften heraus entwickelt hat, will auch im Jubiläumsjahr der Soziologie 2019 ihre erfolgreiche Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ fortführen.

Koordination: Birgit Blättel-Mink, Friedericke Hardering, Stephan Voswinkel und Luigi Wenzl
Kontakt: b.blaettel-mink@soz.uni-frankfurt.de

 
100 Jahre Soziologie an der Goethe Universität“ –

Andrew Sayer (Lancaster University)

Mo., 4. November 2019, 19 – 21 Uhr im Institut für Sozialforschung

Who’s Afraid of Critical Social Science?: Overcoming Social Science’s Fear of Naturalism.

 

Emmanuel Renault (Université Paris Nanterre)

Mi., 27. November 2019, 16 – 18 Uhr, Casino 1.801

Suffering at Work as a Political and Epistemological Problem

 

Jan Sparsam (Goethe-Universität)

Di., 17. Dezember 2019, 16 – 18 Uhr, SH 3.106

Soziologie ökonomischen Denkens als Gesellschaftstheorie

 

Christine Resch (Hochschule Ludwigshafen am Rhein)

Mi., 22. Januar 2020, 16 – 18 Uhr, SH 5.104

Adornos Fortschrittsbegriff: Veränderungen in die Katastrophe oder Möglichkeiten von Befreiung?

 

Katharina Hoppe (Goethe-Universität)

Mi., 12. Februar 2020, 16 – 18 Uhr, SH 3.101

Der Gegenwart antworten: Post-anthropozentrische Soziologie und post-heroische Kritik"


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Commons als konkrete feministische Utopie? Zur Diskussion des Begehrens feministischer Utopien in neo-liberalen Strukturen

Neuer Artikel von Luki Sarah Schmitz

Ausgehend von einer ambivalenten Diagnose der Bedeutung von Utopien in neoliberalen Gesellschaftsstrukturen – als überflüssig und zugleich kontinuierlich möglich – wird in dem Beitrag der Versuch unternommen, mit Rückgriff auf Ernst Blochs Konzept der „konkreten Utopie“ und feministischen Auseinandersetzungen um Utopien, eine eigene konzeptionelle Erweiterung hin zu konkreten feministischen Utopien zu vollziehen. Hierbei wird die Figur des ‚Inneren‘ bestimmt, welche sowohl analytisch den Prozess des Übergangs von einer Jetztzeit zur Zukunft impliziert, als auch eine inhaltliche Ausrichtung an der Frage von fairer sozialer Reproduktion orientiert ist. Diese Ausarbeitung der konkreten feministischen Utopie wird sodann auf das Phänomen der Commons, einem Versuch einer alternativen Wirtschafts- und Sozialform, angewandt und reflexiv damit in Dialog gebracht.

Schmitz, Luki Sarah (2019): Commons als konkrete feministische Utopie? Zur Diskussion des Begehrens feministischer Utopien in neo-liberalen Strukturen. In: Femina Politica - Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft. 28 (1), S. 59-72.


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Der Umgang von Soziologie-Professor_innen mit Habitus-Struktur-Konflikten. Eine praxeologisch-empirische Rekonstruktion

Neuer Artikel von Stephanie Knuth

Aufgrund ihres Fachwissens müssten Soziologielehrende gegenüber einer heterogenen sozio-kulturellen Zusammensetzung der Studierenden eine besondere Auf­merksam­keit bzw. Wachsamkeit haben und darauf achten, dass die Repro­duk­tion sozialer Un­gleich­heit in Hochschulbildungsprozessen von allen Beteiligten re­flek­tiert wird. Um die­ser These nachzugehen habe ich vier leitfadengestützte Inter­views mit Soziologie-Pro­fessor_innen aus der qualitativen-theoretischen Soziologie an hessischen Uni­ver­si­täten geführt. Ich habe untersucht, welche Orientierungen die Lehr­praxis von So­zio­logie-Professor_innen im Umgang mit habituellen Passungs­pro­blemen von Stu­die­ren­den aus nicht-akademischen Familien bestimmen. Der Beitrag stellt die zentralen Un­ter­­suchungs­ergebnisse dar.

Knuth, Stephanie (2019) Der Umgang von Soziologie-Professor_innen mit Habitus-Struktur-Konflikten. Eine praxeologisch-empirische Rekonstruktion. In: Soziologie,  Zeitschrift der DGS, Jahrgang 48, Heft 3, 2019, Campus Verlag, Frankfurt a.M., S. 317-335.


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Vortragsreihe: „Kritische Soziologie“ im Sommersemester 2019

Begleitveranstaltungen zum Jubiläum „100 Jahre Soziologie an der Goethe Universität“

Ihr Verständnis der Soziologie als einer Instanz der kritischen gesellschaftlichen Selbstreflexion hat die Frankfurter Soziologie weltweit bekannt gemacht, und auch heute noch ist das (inter-)nationale Bild der Frankfurter Soziologie hiervon geprägt. Die AG Kritische Soziologie, die sich vor einigen Jahren aus einer Kooperation von Industrie- und Organisationssoziolog*innen am IfS (Institut für Sozialforschung) und am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften heraus entwickelt hat, will auch im Jubiläumsjahr der Soziologie 2019 ihre erfolgreiche Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ fortführen.

Koordination: Prof‘in Dr. Birgit Blättel-Mink; Dr*in Friedericke Hardering; PD Dr. Stephan Voswinkel; Dipl. Soz. Luigi Wenzl



Mi., 24. April 2019 – Dr. Frieder Vogelmann, Goethe-Universität Frankfurt a. M.
(18 - 20 Uhr, Raum SH 4.105)
Ohnmacht und Intensivierung. Zur Logik des Verantwortungsbegriffs in Lohnarbeit und Arbeitslosigkeit

Mi., 15. Mai 2019 - Dr. Susanne Martin, Justus-Liebig-Universität Gießen
(18 - 20 Uhr, Raum SH 4.105)
Begrenzte Möglichkeiten. (Kritische) Intellektuelle der Gegenwart

Mi., 05. Juni 2019 – PD Dr. Stephan Voswinkel, Institut für Sozialforschung
(16 - 18 Uhr, Raum SH 4.105)
Entfremdung und Aneignung in der Arbeit

Mi., 03. Juli 2019 – Dr. Doris Schweitzer, Justus-Liebig-Universität Gießen
(16 - 18 Uhr, Raum SH 4.105)
Naturverhältnisse im Recht. Überlegungen zum kritischen Potential der Rechte der Dinge


Vortragsreihe „Kritische Soziologie“ im Sommersemester 2019


Birgit Blättel-Mink ist die neue Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Soziologie haben turnusmäßig über die Neubesetzung ihrer Gremien entschieden. Zur DGS-Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink gewählt.

Die Wahlergebnisse können Sie im Auszählungsprotokoll einsehen.


Zur DGS-Webseite von Birgit Blättel-Mink


P&G Nachhaltigkeitspreis 2019

Bewerbungen bis zum 31.03.2019 möglich

Seit 1972 wird jährlich zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Johann Wolfgang Goethe-Universität für die beste im Jahresablauf entstandene auf Nachhaltigkeit fokussierte wissenschaftliche Arbeit der Nachhaltigkeitspreis verliehen. Bewerben können sich alle Angehörigen der Goethe-Universität, die seit dem 01.04.2018 wissenschaftliche Arbeiten aus allen gesellschaftlichen und ökologischen Bereichen der Nachhaltigkeitsforschung angefertigt haben.

Zur Bewerbung um den Preis sind folgende Unterlagen einzureichen: Ein selbstverfasstes Anschreiben (in zweifacher Ausfertigung), in dem deutlich dargestellt wird, worin die Umweltrelevanz bzw. der Nachhaltigkeitsaspekt der Arbeit besteht (1-2 Seiten), sowie zwei Exemplare der Arbeit. Bitte vergessen Sie nicht Ihre Privat- und E-Mail-Adresse anzugeben.

Das Kuratorium „Procter & Gamble Nachhaltigkeitspreis, Umweltbibliothek“ wird die eingereichten Arbeiten begutachten und die Preisträger auswählen.

Hauptpreis 5.000 Euro

Förderpreis 1.500 Euro

Wir freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen, die bis zum 31.03.2019 zu richten sind an:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Kuratorium „Procter & Gamble Nachhaltigkeitspreis, Umweltbibliothek“
c/o Frau Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink
Sekretariat Raum PEG 3G030 oder PEG Hauspost 31,
Campus Westend, 60629 Frankfurt am Main

E-Mail: b.blaettel-mink@soz.uni-frankfurt.de


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Paradoxien des Verbraucherverhaltens. Dokumentation der Jahreskonferenz 2017 des Netzwerks Verbraucherforschung

Neuer Sammelband von Birgit Blättel-Mink

Das Konsumentenverhalten ist für Unternehmen eine wichtige Kennzahl, um Marketingstrategien erfolgreich gestalten zu können. Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann auf deren Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Die wissenschaftliche Konferenz des Netzwerks Verbraucherforschung aus dem Jahr 2017 hatte zum Ziel, Paradoxien, Widersprüche und Ambivalenzen im Consumer Behaviour aufzudecken. Die Ergebnisse der Konferenz wurden in diesem Buch zur Verbraucherforschung festgehalten und analysiert.Neben der Thematisierung des verbraucherwissenschaftlichen Kontextes waren auch Sprecher aus der Politik an der Konferenz beteiligt. Aus diesem Grund werden auch die politischen Konsequenzen des Verhaltens von Verbrauchern in diesem Tagungsband diskutiert. Das Buch über die Verbraucherforschung berücksichtigt aktuelle Forschungsergebnisse. Gleichzeitig identifiziert es Forschungspotentiale für die Zukunft. Den Autoren ist es wichtig, nicht nur Wissenschaftlern einen Zugang zu diesem Wissen und den Erfahrungen zu liefern, sondern auch praxisbezogene Leser anzusprechen.

Themen

  • Privatheit und Datenschutz beim Online-Shopping
  • Paradoxien der Nutzung von IT-Systemen
  • Das Spannungsverhältnis von Mode und nachhaltigem Konsum
  • Widersprüche der Digitalisierung und des nachhaltigen Konsums
  • Verbraucherpolitische Implikationen
  • Konsequenzen für die Verbraucher- und Konsumforschung

Blättel-Mink, Birgit/ Kenning, Peter (Hrsg.) (2019) Paradoxien des Verbraucherverhaltens. Dokumentation der Jahreskonferenz 2017 des Netzwerks Verbraucherforschung, Springer Verlag.


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Krisenwissenschaft Soziologie - Wissenschaft in der Krise?

Neuer Beitrag von Birgit Blättel-Mink

 

Blättel-Mink, Birgit (2019) Krisenwissenschaft Soziologie - Wissenschaft in der Krise? In: Soziologie,  Zeitschrift der DGS, Jahrgang 48, Heft 1, 2019, Campus Verlag, Frankfurt a.M., S. 37-51.


Die Ökonomisierung des Krankenhauses

Neue Monografie von Robin Mohan

Der Umbau der Krankenhäuser zu Unternehmen wird immer wieder als in sich konsistente Rationalisierungsstrategie verhandelt. Aus soziologischer Perspektive wird hingegen deutlich: Die viel diskutierte ›Ökonomisierung‹ der Krankenhäuser ist ein in sich widersprüchlicher Prozess.

Robin Mohan zeichnet die Geschichte des Krankenhauses mithilfe einer an Marx, Weber und Bourdieu orientierten Gesellschaftstheorie der Ökonomisierung nach, die den Widerspruch von Gebrauchswert und Tauschwert zum verbindenden Leitmotiv erhebt. Ergänzt wird die Analyse durch eine arbeitssoziologische Studie, die rekonstruiert, wie sich die Ökonomisierungsprozesse aus der Sicht der Pflegekräfte darstellen.

Mohan, Robin (2019): Die Ökonomisierung des Krankenhauses. Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit. Bielefeld: transcript Verlag.


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Commons als konkrete feministische Utopie? Zur Diskussion des Begehrens nach Utopien vor dem Hintergrund neo-liberaler Strukturen

Vortrag von Sarah Luki Schmitz am 30.01.2019

Wie lässt sich das Verhältnis von Utopien zu gegenwärtigen Praktiken sowie Ansätzen alternativer Wirtschafts- und Sozialformen beschreiben? Welchen Stellenwert haben Utopien gegenwärtig für Gesellschaftsanalysen und -kritiken? Durch die Auseinandersetzung mit bestehenden Utopiekon­zepten soll ein erweitertes feministisches Utopieverständnis vorgestellt werden. Dieses wird anschließend als heuristische Folie genutzt, um Commons – als eine alternative Wirtschafts- und Sozialform – auf die Frage des utopischen Gehalts hin untersuchen zu können. Dadurch werden Erkenntnisse über das Spannungsverhältnis von Commons als emanzipatorischer Ansatz und/oder als Teil neo-liberaler Gesellschaftstransformation möglich.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 30.01.2019, um 16 Uhr c.t., Campus Westend, Seminarhaus SH 2.104 im Rahmen der Vortragsreihe Kritische Soziologie statt.

Sarah Luki Schmitz arbeitet am Institut für Soziologie an der Goethe Universität und forscht und lehrt zu alternativen Wirtschafts- und Sozialformen, (queer-) materialistischen Feminismen sowie soziologischer Theoriebildung. Ein Artikel zu feministischen Utopietheorien wird im Frühjahr in der Femina Politica erscheinen.