Rahat Shah

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Schwerpunkt Kultursoziologie

Institut für Soziologie
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt am Main








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Rahat Shah ist ein Soziologe, der sich auf Geschlechter-, Migrations- und Familienforschung spezialisiert hat, mit einem regionalen Fokus auf Südasien und Migrantengemeinschaften in Deutschland. Er promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt. In seiner Dissertation untersuchte er die Lebensrealitäten von Paaren in Pakistan, bei denen die Frau die Hauptverdienerin ist, mit besonderem Augenmerk darauf, wie nicht-normative Geschlechterarrangements die emotionale Intimität, Machtbeziehungen und Beziehungsdynamiken über die Lebensspanne beeinflussen.

Derzeit ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Die Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Greta Wagner tätig. Das Projekt untersucht die Erfahrungen von Geflüchteten im ländlichen Deutschland und konzentriert sich dabei auf die Rolle von ehrenamtlichem Engagement und aufnehmenden Gemeinschaften bei der Gestaltung von Integrationsprozessen, Zugehörigkeit und Grenzziehungen. Mithilfe qualitativer Methoden erforscht seine Arbeit symbolische Grenzen, Care-Ökonomien sowie die ethischen und praktischen Spannungen, die Hilfe und Solidarität in Krisenzeiten umgeben.

Rahat Shah hat seine Arbeiten auf zahlreichen internationalen Konferenzen präsentiert und in referierten Fachzeitschriften wie Men and Masculinities, Advances in Life Course Research und dem International Journal of Qualitative Methods veröffentlicht. Seine breiteren Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Migration, Familie, Geschlecht, Männlichkeiten und Work-Family-Dynamiken. Er ist besonders daran interessiert, wie soziale Ungleichheiten und kulturelle Normen das Intimleben, Pflegebeziehungen und die Aushandlung von Geschlechterrollen sowohl im südasiatischen als auch im europäischen Kontext prägen.

Jugend

Lebenslaufforschung

Beschäftigung

Familie

Geschlecht

Migration

Männlichkeit

Qualitative Methoden

Beruflicher Werdegang

seit Mai 2025

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DFG-Emmy-Noether-Gruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen“ am Arbeitsbereich Kultursoziologie der Goethe-Universität Frankfurt
September 2024 - März 2025

Externer Referent an der Univerität Tübingen

April 2023 - April 2024

Externer Referent an der Goethe Universität Frankfurt

Januar 2022 - Februar 2025

Assoziierter Stipendiat im DFG-Graduiertenkolleg "Doing Transition" an der Goethe Universität Frankfurt und der Eberhard Karls Universität Tübingen

Oktober 2018 - Oktober 2020

Wissenschaftlicher Mitarbeiter un Lehrassistent am Insititut für Soziology an der Quaid-i-Azam Universität Islamabad (Pakistan)

März 2019 - Dezember 2019

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Analyzing the attitudinal differences towards Jirga System across different age groups" bei der Hans Seidel Stiftung, Zweigstelle Pakistan

Januar 2017 - August 2018

Wissenschaftlicher Assistent im Projekt "Jugendgewalt in benachteiligten urbanen Vierteln von Islamadad, Pakistan"

Septmeber 2015 - Juni 2016

Wissenschaftlicher Assistent im Projekt "Community Engagement in Prevention of Gender-Bades Violence in Pakistan" bei der ACT (Aiming Change for Tomorrow) Organisation

Ausbildung

Juni 2021 - Februar 2025

Promotion in Soziologie, "Gender Arrangements and Subjective Experiences of Female Breadwinning Couples in Pakistan", (Disputatuon Summa Cum Laude, Sissertation Mega Cum Laude) an der Goethe Universität Frankfurt bei Prof. Dr. Sarah Speck und Prof. Dr. Lars Maier

August 2016 - September 2018

M.A.-Studium der Soziologie an der Quaid-i-Azam Universität Islamabad 

( Endnote 1,3)

August 2014 - September 2016

B.A.-Studium der Soziologie an der Quaid-i-Azam Universität Islamabad 

( Endnote 1,0 mit Auszeichnung)

seit Januar 2022

Assoziierter Stipendiat im DFG-Graduiertenkolleg "Doing Transition" an der Goethe Universität Frankfurt und der Eberhard Karls Universität Tübingen

Shah, R. (2025). Stay-at-Home Fathers and the Everyday Remaking of Manhood in Extended Family Context. The Journal of Men's Studies, (Online First).

Shah, R., Sabir, I., & Zaka, A. (2025). Interdependence and Waithood: Exploration of Family Dynamics and Young Adults' Life Course Trajectories in Pakistan. Advances in Life Course Research, (63): 100660. Open Access.

Shah, R. (2024). Challenges of Doing Gender Research as a Male Researcher in Pakistan: Reflections from Online and In-Person Fieldwork. International Journal of Qualitative Methods, 23: 1-12. Open Access.

Shah, R. (2024). Conducting Qualitative Interviews Online and In-person: Issues of Rapport Building and Trust. International Quarterly for Asian Studies, 55(4), 537-558. Open Access.

Shah, R., & Shah, S. A. (2024). Preserving Tradition and Embracing Change: A Study of Masculinities in Pashtun Society. South Asia Chronicle. :49-78. Open Access.

Shah, R. (2023). Navigating non-normative roles: Experiences of female-breadwinning couples in Pakistan. European Journal of Social Psychology, 54(1), 251-264. Open Access.

Shah, R. (2023). The Social Stigmatization of Stay-at-Home Fathers in Pakistan. Men and Masculinities, 26(3): 435-452. Open Access.

Batool, R., Fleschenberg, A., Glattli, L., Haque, A., Holz, S., Khan, M. S., Shah, R., ... & Tareen, M. (2022). Researching South Asia in Pandemic Times: Of Shifting Fields, Research Tools, Risks, Emotions and Research Relationships. South Asia Chronicle, 419-467. Open Access.

Shah, R., Hayat, A., Zaman, M., & Sabir, I. (2022). Youth experiences of violence at home, school, and street in disadvantaged urban neighborhoods of Islamabad, Pakistan: troika of violence. Deviant Behavior, 43(6), 677-690.

Shah, R., Jafeer, Q. U. A., Saeed, S., Aslam, S., & Ali, I. (2020). Unemployment and social stigma: naming, blaming and shaming of educated youth in rural Khyber Pakhtunkhwa province of Pakistan. International Journal of Sociology and Social Policy, 40(7/8), 543-558. Open Access.

Shah, R., (2025). Autoethnographic Reflections on Transitioning from the Global South to the North as a Researcher. Palgrave Macmillan.


Sabir, I., Shah, R., (2025). „The University Effect: An Analysis of Neighbourhood Gentrification in Pakistani Cities:“ In Colleges and Their Communities. Rutger University Press.

Förderung:

DFG

Laufzeit:

März 2024 bis Februar 2030

Projektmitarbeiter:innen

Greta Wagner (Leitung), Julia Hartleb (wissenschafltiche Mitarbeiterin), Ruth Manstetten (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Forschungsprojekte

Emmy Noether Nachwuchsgruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen

Im Kontext der multiplen Krisen der letzten Jahre haben Fragen danach, wem Solidarität zuteil wird und wer von exklusiven Solidaritäten ausgeschlossen ist, eine besondere Dynamisierung erfahren. Im Forschungsprojekt stehen symbolische Grenzziehungen des Helfens im Zentrum. Diese werden auf drei Ebenen ermittelt: Auf der Mikroebene in den alltäglichen Praktiken des Helfens und ihren Rechtfertigungen; auf der Mesoebene in der Weise wie transnational individuelle Hilfspraktiken mit staatlichen Stellen verzahnt sind; und auf der Makroebene, wie massenmedial vermittelte Diskurse des Helfens sich in den symbolischen Grenzziehungen von Akteur:innen unterschiedlicher sozialer Milieus niederschlagen.

Dies wird in Teilprojekten auf der Basis der Analyse von Einzel- und Expert:inneninterviews, Gruppendiskussionen und Mediendiskursen bearbeitet.

Zum einen wird die Weise untersucht, wie gegenwärtig Ehrenamtliche und Geflüchtete im ländlichen Raum Deutschlands ihre Praktiken des Helfens und die Beziehungen, die daraus hervorgingen, reflektieren und bewerten.

Zum anderen stehen die medial vermittelten Rufe nach Solidarität und ihrer Begrenzung im Kontext von Kriegen, Klimakrise und Pandemien im Zentrum. Anhand von Gruppendiskussionen in Deutschland und England wird dabei untersucht, welche milieuspezifischen Unterschiede moralische Grammatiken des Helfens prägen und wie sich die eigene gesellschaftliche Stellung auf die Rechtfertigung (exklusiver) Solidaritäten und deren affektiven Dynamiken auswirkt.

  • European Sociological Associaton (ESA)
  • Doing Transitions Graduate School, Goethe Universität und Universität Tübingen
  • International Sociological Association (ISA)
  • Work and Family Researchers Network (WFRN)
  • American Sociological Association (ASA)