DFG-Projekt: Metaanalyse diskursiver Verfahren

Ergebnisse dialogorientiert-partizipativer Verfahren

Metaanalytische Pilotstudie zu bundesrepublikanischen Bürgerhaushalten und Lokale-Agenda-21-Prozessen

Projektleiterin: Prof. Dr. Brigitte Geißel
Wissenschaftliche Projektmitarbeiter: Dr. Pamela Heß, Marco Brehme
Studentische Projektmitarbeiterin: Nadine Jungbluth

Laufzeit: Oktober 2014 - September 2016

Finanzierung: DFG

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes
Das Pilotprojekt verfolgte ein zweifaches Ziel. Erstens wurde eine systematische Bestandsaufnahme von Befunden zu bundesrepublikanischen dialogorientierten, partizipativen Verfahren begonnen (inhaltlich). Zweitens testete das Projekt, ob Metaanalysen in einem Feld möglich und lohnenswert sind, in welchem qualitative Primärstudien überwiegen (methodologisch). mehr

Projekthintergrund
Seinerzeit wurden partizipative Verfahren häufig entweder als Hoffnungsträger oder gar Schadensbringer für die repräsentative Demokratie diskutiert. Grundlage dieser Diskussionen waren in aller Regel anekdotisch fundierte Hypothesen. Das Pilotprojekt war das erste Projekt, das eine vergleichende Bewertung dialogorientiert-partizipativer Verfahren in der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen hat und dabei die Beziehung von Kontext, Akteure, Verfahren und Ergebnissen systematisch ermittelte.
Methodologisch wurden überwiegend Fallstudien betrachtet, in denen auf der Grundlagen von Einzelfällen Aussagen über die Wirkung dialogorientiert-partizipativer Verfahren getroffen wurden. Auch hier nahm das Projekt eine Vorreiterrolle ein, indem es existierende Fallstudien systematisiert und vergleichend auswertete. mehr

Methodisches Vorgehen
Zu Beginn des Pilotprojektes wurde einerseits ein umfassender, theoretisch überzeugender und operationalisierbarer Analyserahmen entwickelt, der es erlaubt, die Ergebnisse unterschiedlicher Kontexte, Akteure und Verfahrensdesigns (erklärende Variablen) auf die Mikro-, Meso- und Makro-Ergebnisse dialogorientierter Verfahren (abhängige Variable) zu erfassen. Andererseits wurde ein Kodierschema entwickelt, durch das die qualitativ erhobenen Daten der Primärstudien, die mit höchst unterschiedlichen Konzepten, Operationalisierungen und Methoden arbeiten, in eine standardisierte Quantifizierung überführt und somit ‚vergleichbar gemacht’ werden können. mehr