Postponing Pregnancy, Extending Fertility

Laufendes Forschungsprojekt

Sara ist derzeit für das Teilprojekt 2: „Postponing Pregnancy, Extending Fertility" im Rahmen des ERC-Projekts CRYOSOCITIES verantwortlich.

In der heutigen Reproduktionsmedizin spielt Kryokonservierung eine zentrale Rolle, erlaubt sie es doch, Spermien, Embryos und Eizellen zu lagern und zu transportieren. Diese Erhaltung reproduktiver Kapazitäten in Zeit und Raum ist eine grundlegende Funktion von Kryobanking und künstlicher Befruchtung. Während Samenzellen schon seit geraumer Zeit kryokonserviert werden können, ist die verlässliche Einlagerung von Eizellen erst kürzlich durch die Entwicklung von Vitrifikationstechnologien möglich und damit attraktiv geworden. Das Einfrieren von Eizellen war ursprünglich für Patientinnen gedacht, die sich einer Chemotherapie oder anderen fruchtbarkeitsschädigenden Eingriffen unterziehen. Heute wird dieses Verfahren zunehmend auch für nicht medizinisch notwendige Zwecke genutzt: Frauen frieren ihre Eizellen ein, um ihre Fruchtbarkeit über mehrere Jahre hinweg zu erhalten. Diese neuartige „sozial“ bedingte Nutzung der Kryotechnologie verlangt nach empirischer Untersuchung.

Die ethnografische Forschung zum Einfrieren von Eizellen im Rahmen von CRYOSOCIETIES konzentriert sich auf Spanien. Das Land hat sich in den letzten Jahren zu einem der Zentren für Reproduktionsmedizin in Europa und weltweit entwickelt. Das Teilprojekt soll die Überlegungen und Motive untersuchen, die hinter der Entscheidung von Frauen stehen, ihre Eizellen „auf Eis zu legen“. Zugleich soll es die Bedeutung von Eizellen-Kryokonservierung für die beforschten Kliniken und die Reproduktionsindustrie als solche beleuchten. Wir wollen verstehen, in welcher Verbindung Praktiken der Eizellenlagerung mit bestimmten Verständnissen und Umgangsweisen mit Zeit, Karriereplanung und Familienleben stehen. Wie korrespondieren Abwägungen, die eigenen Eizellen einzufrieren, mit übergreifenden sozio-politischen Rationalitäten? Wie definiert die Kryokonservierung von Eizellen (Un-)Fruchtbarkeit neu? Wie verändert diese Kryotechnologie Entscheidungsprozesse in der Fortpflanzung?


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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Sara Lafuente Funes aims at linking together different feminist and sociological perspectives, such as STS, Feminist economics and queer theory. She has focused on studying reproduction from different angles: from Biology discourses around asexual and sexual reproduction, to practices within laboratories or dynamics within Assisted Reproduction. Her PhD Thesis focused on the meanings and doings of eggs in Spain, looking at both how eggs and sperm were taught to Biology students and how those were used and handled in Reproductive Clinics. She studied the Spanish Reproductive Bioeconomy focusing on egg transferences from third party providers, or what is normally called egg donation.

After her PhD she worked for the EDNA Project, doing the Spanish fieldwork and work for a comparative analysis of egg provision in the UK, Belgium and Spain.


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KONTAKT

Dr. Sara Lafuente-Funes

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
Institut für Soziologie
Schwerpunkt Biotechnologie,
Natur und Gesellschaft

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Campus-Westend – PEG-Gebäude
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