Korrektes Zitieren geht über die
formale Notwendigkeit hinaus. Es dient der Nachprüfbarkeit der Aussagen, der
Unterstützung der Argumentation und Beweisführung und dem Bemühen um Erkenntnis
(vgl. Sesink 2010, S.218). Ein Plagiat wird als Täuschungsversuch
gewertet.
Wörtliches Zitat
·
Das
wörtliche Zitat steht in Anführungszeichen. Verwenden Sie die „amerikanische
Zitierweise“, die Literaturverweise stehen im Fließtext und nicht in der
Fußnote.
·
Dieser
erfolgt nach dem Schema: (Autor Erscheinungsjahr, Seitenangabe)
·
Beispiele
o
(Klafki
1993, S.19),
o
(Klafki
1993, S.19f.) f. = folgende Seite (Zitat geht über eine Seite hinaus)
o
(Klafki
1993, S.19ff.) ff. = folgende Seiten (eher bei sinngemäßen Zitaten)
o
Bei
bis zu drei Verfasser/innen werden alle namentlich genannt, z.B.:
(Rückriem/Stary/Franck 1983, S.188).
o
Bei
mehr als drei Verfasser/innen wird der/die Erstgenannte genannt, z.B.:
(Oevermann u.a. 1979, S.352)
Ein Zitat, das nicht dem Original,
sondern einem anderen Werk entnommenist, wird mit „zit. nach“ (zitiert nach)
gekennzeichnet, z.B.: „Bildung wird also verstanden als Befähigung zu
vernünftiger Selbstbestimmung.“ (Klafki zit. nach Chu 2002, S.8)
Das heißt: Chu hat Klafki zitiert, Jahreszahl und Seite beziehen sich auf das
Werk von Chu, nicht auf das Original von Klafki. In der Bibliographie wird die
zitierte Quelle, nicht das Original angegeben. Diese Art des Zitierens (zit.
nach) sollte unbedingt die Ausnahme bleiben.
Blockzitatesind längere Zitate (über 40
Wörter aber maximal 200 Wörter) und werden als eigener Absatz formatiert:
Eingerückt,
mit kleinerer Schrittgröße und einem Zeilenabstand von 1pt. Hier sind keine
Anführungszeichen nötig.
Ein Zitat im Zitatwird mit ‘einfachen
Anführungszeichen’ gekennzeichnet ohne diese Quelle gesondert anzugeben.
Sinngemäße Zitate
·
(Paraphrasen)
geben den Inhalt in eigenen Worten wieder
·
z.B.:
Klafki argumentiert, dass sich in den fachwissenschaftlichen
Auseinandersetzungen u.a. Begriffe wie Autonomie, Mündigkeit, Vernunft, Selbstbestimmung
oder Emanzipation um den Begriff der Bildung gruppieren (vgl. Klafki 1993, S.
19). (Beispiel aus: Griese 2006, S.11) Auch in diesem Falle nichtwörtlicher
Wiedergabe muss der ursprüngliche Sinn erhalten bleiben. Ein Verweis ohne
Seitenangabe verweist auf das ganze Werk des Autors/ der Autorin (vgl. Griese
2006).
Literaturverzeichnis
Grundregel: Im Literaturverzeichnis
müssen alle(!) Quellen, die explizit oder implizit, also
wörtlich oder sinngemäß in die Arbeit
eingegangen sind, alphabetisch aufgeführt werden. Wichtigster Grundsatz ist
dabei die einheitliche Handhabung der Literaturdokumentation.
Beiträge als Monographien:
Pfaff,
Nicolle (2006): Jugendkultur und Politisierung. Eine multimethodische Studie
zur Entwicklung politischer Orientierungen im Jugendalter, Wiesbaden: VS
Verlag.
Beiträge in Herausgeberschaften:
Pfaff,
Nicolle, Krüger & Heinz-Hermann (2006): Jugendkulturen, Cliquen und rechte
politische Orientierungen – Interdependenzen und Einflussfaktoren. In: Helsper,
Werner, Krüger, Heinz-Hermann u.a. (Hrsg.): Unpolitische Jugend? Eine Studie
zum Verhältnis von Schule, Anerkennung und Politik, Wiesbaden: VS Verlag, S.
123-144.
Beiträge in Zeitschriften:
Schmidt,
Thilo (2005): Entwicklungen in der Ausbildung von Erzieherinnen. In:
Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 51, Heft 5, S. 713-730.
Zeitungsartikel:
Dworschak,
Manfred: Wie kam Rembrandt in den Rechner?, in: ZEIT Magazin Nr. 12, 17.3.1995,
S. 10-16.
Internetseiten:
Bolz,
Norbert: Kultmarketing – Von der Erlebnisgesellschaft zur Sinngesellschaft. in:
http://www.vdh.ch/vdh_f/norbert_bolz.htm; Zuletzt überprüft am
22.12.2001.
Internetquellen sind dabei als separate
Kategorie im Literaturverzeichnis anzugeben.
Wikipedia u. a. ähnliche »freie«
Informationsquellen sind nicht zulässig, da sie nicht wissenschaftlich verbürgt
sind.