Bildnachweis: Katharina Koch
Schwerpunkt Kultursoziologie |
| Institut für Soziologie Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften Goethe-Universität Frankfurt am Main |
| Campus Westend – PEG-Gebäude Theodor-W.-Adorno-Platz 6 60323 Frankfurt am Main |
| Raum: 3.G 074 E-Mail: manstetten@soz.uni-frankfurt.de Telefon: 069 / 789 36689 |
Soziologie sozialer Ungleichheit
Armut und Erwerbslosigkeit
Qualitative Methoden
Juni 2019 - Dezember 2019
Juni 2014 - Januar 2015
Studium an der Central European University (CEU) in Budapest (Ungarn)
Ruth Manstetten: „Forscherin sein: Vulnerabilität und Erkenntnissuche im Forschungsprozess“ In: Hilscher, Annette; Ruokonen-Engler, Minna (Hg.): „Feldverhältnisse. Irritation und Erkenntnis im Forschungsprozess. Bertz + Fischer. (im Erscheinen)
Sarah Karim & Ruth Manstetten (2024): Editorial. In: Behemoth. A Journal on Social Dis/Order, Heft 1, 2024.
Ruth Manstetten (2024), Distributive Arbeit und aktive Abhängigkeiten: Umrisse einer Soziologie der Verteilung jenseits der Erwerbsarbeitsnorm. In: Behemoth. A Journal on Social Dis/Order, Heft 1, 2024.
Ruth Manstetten (2023), Positionings Towards the 'Work-Dogma' from the Margins: Making Sense of Vulnerabilities and Inequalities in the Interview Situation, Journal of Cultural Analysis and Social Change, 8(2), 15
Roman Kiefer & Ruth Manstetten (2021), Heroisierung als Entpolitisierungsstrategie: Die unfreiwilligen Held:innen der Krise, in: Lenz, Sarah/Hasenfratz, Martina (Hg.): Gesellschaft als Risiko. Soziologische Situationsanalysen zur Coronapandemie, Frankfurt/M.: Campus 2021, 129-140.
Ruth Manstetten (2020), Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten in der Soziologie, in: Joas, Hans/Mau, Steffen (Hg.): Lehrbuch der Soziologie, Frankfurt/M.: Campus, 928-945.
Ruth Manstetten (2020), The Moralization of the Undeserving Poor in Times of Crisis, in: KULT_online 61
Ruth Manstetten & Irina Bohn (2020), „Wir leben Demokratie“. Die Jugendforen der Partnerschaften für Demokratie als Orte gelebter Partizipation, in: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit Heft 1/2020.
Ruth Manstetten (2019), Jugendpartizipation in den Partnerschaften für Demokratie, in: ISS/Camino: Abschlussbericht zum Berichtszeitraum 01.01.2015-31.12.2019 der wissenschaftlichen Begleitung des Programmbereichs „Partnerschaften für Demokratie“ im Programm „Demokratie leben!“, Frankfurt/M., Berlin.
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Forschungsprojekte
Emmy
Noether Nachwuchsgruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen"
Im Kontext der multiplen Krisen der letzten Jahre haben
Fragen danach, wem Solidarität zuteil wird und wer von exklusiven Solidaritäten
ausgeschlossen ist, eine besondere Dynamisierung erfahren.
Im Forschungsprojekt stehen symbolische Grenzziehungen des Helfens im
Zentrum. Diese werden auf drei Ebenen ermittelt: Auf der Mikroebene in den
alltäglichen Praktiken des Helfens und ihren Rechtfertigungen; auf der
Mesoebene in der Weise wie transnational individuelle Hilfspraktiken mit
staatlichen Stellen verzahnt sind; und auf der Makroebene, wie massenmedial
vermittelte Diskurse des Helfens sich in den symbolischen Grenzziehungen von
Akteur:innen unterschiedlicher sozialer Milieus niederschlagen.
Dies wird in drei – diesen Ebenen entsprechenden –
Teilprojekten auf der Basis der Analyse von Einzel- und Expert:inneninterviews,
Gruppendiskussionen und Mediendiskursen bearbeitet.
Erstens wird die Weise untersucht, wie gegenwärtig
Ehrenamtliche und Geflüchtete im ländlichen Raum Deutschlands ihre Praktiken
des Helfens und die Beziehungen, die daraus hervorgingen, reflektieren und
bewerten.
Zweitens werden die normativen Orientierungen von Deutschen
und Nicaraguaner:innen untersucht, die seit den siebziger Jahren im Aufbau des
Sandinismus Hilfsprojekte umgesetzt haben. Im Fokus steht hier, wie
zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur:innen kooperieren, wie sie sich
symbolisch voneinander abgrenzen und wie die Beteiligten die Hilfe retrospektiv
beurteilen.
Drittens stehen die medial vermittelten Rufe nach
Solidarität und ihrer Begrenzung im Kontext von Kriegen, Klimakrise und
Pandemien im Zentrum. Anhand von Gruppendiskussionen in Deutschland und England
wird dabei untersucht, welche milieuspezifischen Unterschiede moralische
Grammatiken des Helfens prägen und wie sich die eigene gesellschaftliche
Stellung auf die Rechtfertigung (exklusiver) Solidaritäten und deren affektiven
Dynamiken auswirkt.