Ruth Manstetten

Bildnachweis: Katharina Koch

Schwerpunkt Kultursoziologie

Institut für Soziologie
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt am Main


Campus Westend – PEG-Gebäude
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60323 Frankfurt am Main


Raum: 3.G 074
 
E-Mail: manstetten@soz.uni-frankfurt.de

Telefon: 069 / 789 36689


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Kultur- und Moralsoziologie

Soziologie sozialer Ungleichheit

Armut und Erwerbslosigkeit

Qualitative Methoden

Beruflicher Werdegang

Seit Oktober 2024  
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Emmy-Noether-Gruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen“ am Arbeitsbereich Kultursoziologie der Goethe-Universität Frankfurt
März 2024 - September 2024
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Allgemeine Soziologie/Soziologische Theorie an der Technischen Universität Darmstadt
Oktober 2019 - Februar 2024
Stipendiatin am International Graduate Centre for the Study of Culture, Justus-Liebig-Universität Gießen
Mai 2023 - September 2023
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Soziologie sozialer Ungleichheiten an der Goethe-Universität Frankfurt (Elternzeitvertretung)

Juni 2019 - Dezember 2019

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (Frankfurt/M.) im Bereich „Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention“
April 2015 - Dezember 2018
Studentische Hilfskraft am Arbeitsbereich Soziologie sozialer Ungleichheiten an der Goethe Universität Frankfurt im DFG-Projekt „Ungleichheitsdeutungen und Gerechtigkeitsorientierungen in Deutschland“ (Leitung: Patrick Sachweh)

Juni 2014 - Januar 2015

Studentische Mitarbeit im Projekt: “Market formation and social movements: The case of ethical fashion clothing" am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln

Ausbildung

Oktober 2018 -
Juli 2019
Weiterbildungsstudiengang „Buch- und Medienpraxis“ an der Goethe-Universität Frankfurt
Oktober 2014 - November 2018
M.A.-Studium der Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt (mit Auszeichnung abgeschlossen)
September 2016 - April 2017

Studium an der Central European University (CEU) in Budapest (Ungarn)

Oktober 2010 -
Juli 2014
B.A.-Studium der Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Ruth Manstetten: „Forscherin sein: Vulnerabilität und Erkenntnissuche im Forschungsprozess“ In: Hilscher, Annette; Ruokonen-Engler, Minna (Hg.): „Feldverhältnisse. Irritation und Erkenntnis im Forschungsprozess. Bertz + Fischer. (im Erscheinen)

Sarah Karim & Ruth Manstetten (2024): Editorial. In: Behemoth. A Journal on Social Dis/Order, Heft 1, 2024.

Ruth Manstetten (2024), Distributive Arbeit und aktive Abhängigkeiten: Umrisse einer Soziologie der Verteilung jenseits der ErwerbsarbeitsnormIn: Behemoth. A Journal on Social Dis/Order, Heft 1, 2024.

Ruth Manstetten (2023), Positionings Towards the 'Work-Dogma' from the Margins: Making Sense of Vulnerabilities and Inequalities in the Interview Situation, Journal of Cultural Analysis and Social Change, 8(2), 15

Roman Kiefer & Ruth Manstetten (2021), Heroisierung als Entpolitisierungsstrategie: Die unfreiwilligen Held:innen der Krise, in: Lenz, Sarah/Hasenfratz, Martina (Hg.): Gesellschaft als Risiko. Soziologische Situationsanalysen zur Coronapandemie, Frankfurt/M.: Campus 2021, 129-140.

Ruth Manstetten (2021), 

  •   "Also was sich geändert hat sind die Schutzmaßnahmen, (...) aber sonst ist alles normal" (87-93); 
  • "Jederzeit kann etwas passieren, das all deine Pläne zerstört" (247-253); 
  • "Eine existentielle Situation, in der ich gar nicht mehr weiter wusste" (261-267),

alle in: Lenz, Sarah/Hasenfratz, Martina (Hg.): Gesellschaft als Risiko. Soziologische Situationsanalysen zur Coronapandemie, Frankfurt/M.: Campus.


Ruth Manstetten (2020), Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten in der Soziologie, in: Joas, Hans/Mau, Steffen (Hg.): Lehrbuch der Soziologie, Frankfurt/M.: Campus, 928-945.

Ruth Manstetten (2020), The Moralization of the Undeserving Poor in Times of Crisis, in: KULT_online 61

Ruth Manstetten & Irina Bohn (2020), „Wir leben Demokratie“Die Jugendforen der Partnerschaften für Demokratie als Orte gelebter Partizipation, in: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit Heft 1/2020.

Ruth Manstetten (2019), Jugendpartizipation in den Partnerschaften für Demokratie, in: ISS/Camino: Abschlussbericht zum Berichtszeitraum 01.01.2015-31.12.2019 der wissenschaftlichen Begleitung des Programmbereichs „Partnerschaften für Demokratie“ im Programm „Demokratie leben!“, Frankfurt/M., Berlin.

Förderung:

DFG

Laufzeit:

März 2024 bis Februar 2030

Projektmitarbeiter:innen

Greta Wagner (Leitung), Julia Hartleb (wissenschafltiche Mitarbeiterin), Ruth Manstetten (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Forschungsprojekte

Emmy Noether Nachwuchsgruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen"

Im Kontext der multiplen Krisen der letzten Jahre haben Fragen danach, wem Solidarität zuteil wird und wer von exklusiven Solidaritäten ausgeschlossen ist, eine besondere Dynamisierung erfahren. Im Forschungsprojekt stehen symbolische Grenzziehungen des Helfens im Zentrum. Diese werden auf drei Ebenen ermittelt: Auf der Mikroebene in den alltäglichen Praktiken des Helfens und ihren Rechtfertigungen; auf der Mesoebene in der Weise wie transnational individuelle Hilfspraktiken mit staatlichen Stellen verzahnt sind; und auf der Makroebene, wie massenmedial vermittelte Diskurse des Helfens sich in den symbolischen Grenzziehungen von Akteur:innen unterschiedlicher sozialer Milieus niederschlagen. 

Dies wird in drei – diesen Ebenen entsprechenden – Teilprojekten auf der Basis der Analyse von Einzel- und Expert:inneninterviews, Gruppendiskussionen und Mediendiskursen bearbeitet.

Erstens wird die Weise untersucht, wie gegenwärtig Ehrenamtliche und Geflüchtete im ländlichen Raum Deutschlands ihre Praktiken des Helfens und die Beziehungen, die daraus hervorgingen, reflektieren und bewerten.

Zweitens werden die normativen Orientierungen von Deutschen und Nicaraguaner:innen untersucht, die seit den siebziger Jahren im Aufbau des Sandinismus Hilfsprojekte umgesetzt haben. Im Fokus steht hier, wie zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur:innen kooperieren, wie sie sich symbolisch voneinander abgrenzen und wie die Beteiligten die Hilfe retrospektiv beurteilen.

Drittens stehen die medial vermittelten Rufe nach Solidarität und ihrer Begrenzung im Kontext von Kriegen, Klimakrise und Pandemien im Zentrum. Anhand von Gruppendiskussionen in Deutschland und England wird dabei untersucht, welche milieuspezifischen Unterschiede moralische Grammatiken des Helfens prägen und wie sich die eigene gesellschaftliche Stellung auf die Rechtfertigung (exklusiver) Solidaritäten und deren affektiven Dynamiken auswirkt. 

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
  • Leitung des Arbeitskreises „Feldforschung“ am Institut für Sozialforschung (IfS),             Frankfurt (gemeinsam mit Minna Ruokonen-Engler) (seit April 2024)
  • Leitung der Forschungsgruppe „Cultures of Knowledge, Research and Education“         am GCSC, Gießen (2020-2022)