Julia Hartleb

Bildnachweis: Flo Maak

Schwerpunkt Kultursoziologie

Institut für Soziologie
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt am Main


Campus Westend – PEG-Gebäude
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60323 Frankfurt am Main


Raum: 3.G 074
 
E-Mail: hartleb@soz.uni-frankfurt.de

Telefon: 069 / 789 36689


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Beruflicher Werdegang

seit 2024

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Emmy-Noether-Gruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen“ am Arbeitsbereich Kultursoziologie der Goethe-Universität Frankfurt

2022 - 2023

Projektbearbeitung und -koordination im Demokratie-leben!-Projekt
Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken“, Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung Berlin

2019 - 2021

Projektbearbeitung und -koordination, Heinrich Böll Stiftung Berlin

2016

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Suchtforschung,

Frankfurt University of Applied Sciences

​Ausbildung

Oktober 2014 - September 2020

M.A.-Studium der Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt (mit Auszeichnung abgeschlossen)

Oktober 2016 - Februar 2017

Auslandsstudium an der Universidad Complutense, Madrid

September 2011 - Februar 2012

Auslandstudium an der Université Lyon 2, Lyon

Oktober 2009 - September 2013

B.A.-Studium der Soziologie und Interkulturellen Wirtschaftskommunikation (Schwerpunkt Lateinamerika) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Forschungsinteressen

Qualitative Sozialforschung

Kultur- und Moralsoziologie

Sozialpsychologie

Biografieforschung

DDR-Biografien 

Antifeminismus

Förderung:

DFG

Laufzeit:

März 2024 bis Februar 2030

Projektmitarbeiter:innen

Greta Wagner (Leitung), Ruth Manstetten (wissenschafltiche Mitarbeiterin), Julia Hartleb (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Forschungsprojekte

Emmy Noether Nachwuchsgruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen"

Im Kontext der multiplen Krisen der letzten Jahre haben Fragen danach, wem Solidarität zuteil wird und wer von exklusiven Solidaritäten ausgeschlossen ist, eine besondere Dynamisierung erfahren. Im Forschungsprojekt stehen symbolische Grenzziehungen des Helfens im Zentrum. Diese werden auf drei Ebenen ermittelt: Auf der Mikroebene in den alltäglichen Praktiken des Helfens und ihren Rechtfertigungen; auf der Mesoebene in der Weise wie transnational individuelle Hilfspraktiken mit staatlichen Stellen verzahnt sind; und auf der Makroebene, wie massenmedial vermittelte Diskurse des Helfens sich in den symbolischen Grenzziehungen von Akteur:innen unterschiedlicher sozialer Milieus niederschlagen. 

Dies wird in drei – diesen Ebenen entsprechenden – Teilprojekten auf der Basis der Analyse von Einzel- und Expert:inneninterviews, Gruppendiskussionen und Mediendiskursen bearbeitet.

Erstens wird die Weise untersucht, wie gegenwärtig Ehrenamtliche und Geflüchtete im ländlichen Raum Deutschlands ihre Praktiken des Helfens und die Beziehungen, die daraus hervorgingen, reflektieren und bewerten.

Zweitens werden die normativen Orientierungen von Deutschen und Nicaraguaner:innen untersucht, die seit den siebziger Jahren im Aufbau des Sandinismus Hilfsprojekte umgesetzt haben. Im Fokus steht hier, wie zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur:innen kooperieren, wie sie sich symbolisch voneinander abgrenzen und wie die Beteiligten die Hilfe retrospektiv beurteilen.

Drittens stehen die medial vermittelten Rufe nach Solidarität und ihrer Begrenzung im Kontext von Kriegen, Klimakrise und Pandemien im Zentrum. Anhand von Gruppendiskussionen in Deutschland und England wird dabei untersucht, welche milieuspezifischen Unterschiede moralische Grammatiken des Helfens prägen und wie sich die eigene gesellschaftliche Stellung auf die Rechtfertigung (exklusiver) Solidaritäten und deren affektiven Dynamiken auswirkt.