Bildnachweis: Flo Maak
Schwerpunkt Kultursoziologie |
| Institut für Soziologie Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften Goethe-Universität Frankfurt am Main |
| Campus Westend – PEG-Gebäude Theodor-W.-Adorno-Platz 6 60323 Frankfurt am Main |
| Raum: 3.G 074 E-Mail: hartleb@soz.uni-frankfurt.de Telefon: 069 / 789 36689 |
seit 2024
2022 - 2023
2019 - 2021
Projektbearbeitung und -koordination, Heinrich Böll Stiftung Berlin
2016
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Suchtforschung,
Frankfurt University of Applied Sciences
Oktober 2014 - September 2020
M.A.-Studium der Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt (mit Auszeichnung abgeschlossen)
Oktober 2016 - Februar 2017
September 2011 - Februar 2012
Auslandstudium an der Université Lyon 2, Lyon
Oktober 2009 - September 2013
B.A.-Studium der Soziologie
und Interkulturellen Wirtschaftskommunikation (Schwerpunkt Lateinamerika) an
der Friedrich-Schiller-Universität Jena
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Forschungsprojekte
Emmy
Noether Nachwuchsgruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen"
Im Kontext der multiplen Krisen der letzten Jahre haben
Fragen danach, wem Solidarität zuteil wird und wer von exklusiven Solidaritäten
ausgeschlossen ist, eine besondere Dynamisierung erfahren.
Im Forschungsprojekt stehen symbolische Grenzziehungen des Helfens im
Zentrum. Diese werden auf drei Ebenen ermittelt: Auf der Mikroebene in den
alltäglichen Praktiken des Helfens und ihren Rechtfertigungen; auf der
Mesoebene in der Weise wie transnational individuelle Hilfspraktiken mit
staatlichen Stellen verzahnt sind; und auf der Makroebene, wie massenmedial
vermittelte Diskurse des Helfens sich in den symbolischen Grenzziehungen von
Akteur:innen unterschiedlicher sozialer Milieus niederschlagen.
Dies wird in drei – diesen Ebenen entsprechenden –
Teilprojekten auf der Basis der Analyse von Einzel- und Expert:inneninterviews,
Gruppendiskussionen und Mediendiskursen bearbeitet.
Erstens wird die Weise untersucht, wie gegenwärtig
Ehrenamtliche und Geflüchtete im ländlichen Raum Deutschlands ihre Praktiken
des Helfens und die Beziehungen, die daraus hervorgingen, reflektieren und
bewerten.
Zweitens werden die normativen Orientierungen von Deutschen
und Nicaraguaner:innen untersucht, die seit den siebziger Jahren im Aufbau des
Sandinismus Hilfsprojekte umgesetzt haben. Im Fokus steht hier, wie
zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur:innen kooperieren, wie sie sich
symbolisch voneinander abgrenzen und wie die Beteiligten die Hilfe retrospektiv
beurteilen.
Drittens stehen die medial vermittelten Rufe nach
Solidarität und ihrer Begrenzung im Kontext von Kriegen, Klimakrise und
Pandemien im Zentrum. Anhand von Gruppendiskussionen in Deutschland und England
wird dabei untersucht, welche milieuspezifischen Unterschiede moralische
Grammatiken des Helfens prägen und wie sich die eigene gesellschaftliche
Stellung auf die Rechtfertigung (exklusiver) Solidaritäten und deren affektiven
Dynamiken auswirkt.