Das neu gegründete Global Health Justice Postdoctoral
Programme, gefördert von der Höppsche Stiftung und geleitet von Prof. Dr.
Rainer Forst und Prof. Dr. Darrel Moellendorf, vergibt zum 1. Oktober 2024 zwei
Post-doctoral Fellowships. Die Fellows werden für eine Dauer von 10 Monaten
Teil der Frankfurter Forschungsgemeinschaft, insbesondere des
Forschungszentrums Normative Ordnungen.
Bewerbungsschluss ist der 18. Februar 2024.
Details der Ausschreibung finden Sie hier.

Das Forschungszentrum ist aus dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ hervorgegangen, welcher von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurde. Es ist ein Netzwerk, an dem sich eine Reihe von Partnerinstitutionen beteiligen, unter anderem das Peace Research Institute Frankfurt, das Institut für Sozialforschung (Frankfurt am Main), das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg), Point Sud, Centre for Research on Local Knowledge (Bamako, Mali) und die Technische Universität Darmstadt.
Konflikte sind in gesellschaftlichen Kontexten unumgänglich. Aber woher nehmen wir die Gewissheit, dass Auseinandersetzungen nicht eskalieren, dass sich das jeweilige Gegenüber an Regeln hält, dass Institutionen uns gegen Überschreitungen absichern und die soziale Welt als ganze stabil bleibt? Die Antwort ist Vertrauen. Vertrauen erzeugt eine „ungesicherte Sicherheit“, die niemals vollständig eingelöst werden kann und dennoch das Geheimnis gesellschaftlichen Zusammenlebens ausmacht. Doch wie bildet sich Vertrauen, was sind seine Ursprünge? Die am Forschungsverbund Normative Ordnungen angesiedelte Forschungsinitiative "ConTrust – Vertrauen im Konflikt" geht diesen Fragen in interdisziplinärer, empirischer wie auch normativer Forschung nach.
Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt
erforscht Verständnis und Formen gesellschaftlichen Zusammenhalts in
verschiedenen Gesellschaften und analysiert Faktoren, die ihn befördern,
stabilisieren oder erschüttern und seine Wirkung bestimmen. Das in Frankfurt
ansässige Cluster des Instituts befasst sich dabei insbesondere mit der Frage,
welche Begriffe von Zusammenhalt in diesen Gesellschaften entwickelt werden,
wie öffentlich in ihnen über Zusammenhaltsvorstellung debattiert und gestritten
wird und welche politischen Folgen unterschiedliche Zusammenhaltskonzeptionen
haben.
| Justitia Amplificata (»Erweiterte Gerechtigkeit - konkret und global«) ist eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2009 geförderte Kolleg-Forschergruppe an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Freien Universität Berlin. Sie wird von Prof. Dr. R. Forst (Frankfurt) und Prof. Dr. S. Gosepath (FU Berlin) geleitet. Seit ihrem Bestehen hat sie sich zu einem internationalen Zentrum der Forschung in der politischen Philosophie entwickelt. Die Kolleg-Forschergruppe befasst sich mit grundlegenden Fragen der Gerechtigkeit, die über den klassischen Rahmen von Theorien für Nationalstaaten hinausweisen. Justitia Amplificata ist ein Forum für politische Philosophen/innen, Theoretiker/innen und Wissenschaftler/innen anderer Disziplinen, welche zur normativen Gerechtigkeitstheorie sowie deren interdisziplinären Aspekten forschen |
Die Leibniz-Forschungsgruppe Transnationale Gerechtigkeit beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten einer Theorie transnationaler Gerechtigkeit, von den Umrissen und Verwendungsweisen des Begriffs der Gerechtigkeit innerhalb verschiedener sozialer, politischer und philosophischer Kontexte bis hin zu den zentralen Ungerechtigkeiten der gegenwärtigen transnationalen Ordnung.
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Im Jahr 2007 hat Rainer Forst zusammen mit Peter Niesen den interdisziplinär und international ausgerichteten Masterstudiengang Politische Theorie ins Leben gerufen. Gemeinsam haben die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main und die Technische Universität Darmstadt damit den ersten Studienabschluss dieser Art in Deutschland etabliert. Damit führen sie in aktualisierter Weise eine lange Tradition der kritisch-theoretischen Reflexion auf die politische und soziale Ordnung fort. Der Studiengang ist an beiden Universitäten eingebettet in den Forschungskontext des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ |