Headliner feminismen krieg

Veranstaltungsreihe: Gleichheit – Militarisierung- Feminismus? Feminismen in Zeiten des Krieges | Januar und Februar 2024

Gleichheit – Militarisierung- Feminismus? Feminismen in Zeiten des Krieges

Veranstaltungsreihe mit Expertinnen aus Wissenschaft, Kultur und Basisaktivismus

Kriege legitimieren Ungleichheit und gesellschaftliche Gewaltverhältnisse. Kriege erhöhen die Gewaltbereitschaft von Männern und führen zu einer Zunahme von Gewalt gegen Frauen und Kinder. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt und das Kriegsrecht fördert die Re-Traditionalisierung von Familien und Gesellschaften.

In antikolonialen Diskursen haben transnationale feministische Bewegungen das Verhältnis zwischen Krieg, Gewalt und Geschlecht bereits seit dem 19. Jahrhundert analysiert und Friedensstrategien von unten entwickelt. Die friedenspolitische Orientierung internationaler feministischer Theorie und Praxis war viele Jahrzehnte lang ein weltweit geteilter Grundkonsens. Feministische Konzepte von Frieden als gesamtgesellschaftlicher Prozess waren oft deutlich radikaler als die anderer linker Strömungen.

Spätestens mit der russischen Invasion der Ukraine ist jedoch sichtbar geworden, wie brüchig ein solcher Grundkonsens innerhalb feministischer Bewegungen mittlerweile ist. Die Verbindung zwischen Feminismus und Anti-Gewalt-Politik, Rüstungs- und Waffenkritik bzw. Antimilitarismus steht heute grundsätzlich in Frage. Kontroversen darum werden zwischen Feminist:innen genauso scharf geführt wie andere innerlinke Grundsatzdiskussionen über die aktuellen Kriege.

Was gilt in diesen Zeiten geopolitischer Umbrüche wo auf der Welt und in welchen feministischen Kontexten als emanzipatorische Perspektive im Krieg? Welche Antworten auf die großen Fragen von Konflikttransformation und Friedenspolitik stellen feministische Analysen und Politiken von unten aktuell bereit? Worin liegen die besonderen Potenziale feministisch-intersektionaler Ansätze für eine Transformation der Welt?

Mit drei Veranstaltungen,1. zu feministischer Außenpolitik in Kriegszeiten, 2. zum Krieg in Gaza und 3. zum Krieg im Sudan, wollen wir Expertinnen aus Wissenschaft, Kultur und Basisaktivismus miteinander ins Gespräch bringen.

Eine Veranstaltungsreihe der Professur Globaler Süden am Fachbereich 3 der Goethe Universität Frankfurt und medico international

Schnittmenge Militarisierung? Feministische Außenpolitik in Kriegszeiten

Donnerstag, 18. Januar 2024 19:00 Uhr, Casino 1.811, Campus Westend, Goethe Universität Frankfurt

Vor knapp einem Jahr, zum 8. März 2023, lancierten die Ministerinnen Baerbock und Schulze mit viel positiver Resonanz aus Medien und Zivilgesellschaft ihre Leitlinien feministischer Außen- und Entwicklungspolitik. Ausgerechnet im Kontext des Krieges gegen die Ukraine hatten diese Konzepte im deutschsprachigen Raum erstmals eine größere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Aber wieviel und welcher Feminismus steckt tatsächlich in der Theorie und der konkreten deutschen Praxis feministischer internationaler Politik? Was trägt sie zu den Diskursen über die Kriege der Gegenwart bei? Und in welchem Verhältnis steht sie zu den Prozessen der Militarisierung in Deutschland und Europa?

Mit: Claudia Zilla, Politikwissenschaftlerin und Lateinamerika-Expertin, Berlin | Uta Ruppert, feministische internationale Politikforscherin, Frankfurt

Andere Hoffnungsschimmer? Feministische Perspektiven auf Terror und Krieg in Israel & Palästina

Montag, 22. Januar 2024 19:00 Uhr, Casino 1.801, Campus Westend, Goethe Universität Frankfurt

Der Hamas-Angriff im Süden Israels, der Krieg gegen Gaza, das unsagbare menschliche Leid und das Ausmaß der Zerstörung, die tiefen gesellschaftlichen Spaltungen in Israel, Palästina und der arabischen Welt, die wachsende Kluft zwischen ‚Süd‘ und ‚Nord‘: diese Dimensionen der aktuellen Eskalation in Israel und Palästina haben in Deutschland auch in feministischen Kontexten bislang zu viel Sprachlosigkeit geführt. Welchen Beitrag zum Verstehen der aktuellen Gewaltverhältnisse können feministische Perspektiven leisten? Welche analytischen, gesellschafts- und kulturpolitischen Differenzierungen stünden dabei im Vordergrund? Auf welche Erfahrungen feministischer Praxis können Friedensperspektiven aufbauen? Welche Forderungen leiten sich daraus ab?

Mit: Esther Dischereit, Lyrikerin, Essayistin, Erzählerin sowie Theater- und Hörstückautorin, Berlin und Wien | Samah Salaime, feministische Friedensaktivistin und Autorin, Wahat al-Salam/ Neve Shalom | Tanja Scheiterbauer forscht zu Geschlechterverhältnissen im Nahen Osten und Nordafrika, Frankfurt und Bonn

Moderation: Radwa Khaled-Ibrahim, Referentin für Kritische Hilfe und Nothilfe bei medico international

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Revolution und Selbstorganisierung in Kriegszeiten. Aktuelle feministische Politik im Sudan

Mittwoch, 7. Februar 2024 19:00 Uhr, medico-Haus, Lindleystr. 15, Frankfurt

Organisierte Frauen waren die treibenden Kräfte der Revolution von 2018/2019 im Sudan. Nach dem Sturz von Diktator al-Baschir war Geschlechterpolitik ein zentraler Motor gesellschaftlicher Transformation im Sudan. Dabei bezogen sich die Visionen aus dem Sudan aber nicht nur auf das eigene Land. Sie war gleichzeitig eine Antwort der Peripherie auf die Gewalt des globalen Kapitalismus und seiner vergeschlechtlichten und rassifizierten Grundlagen.

Seit dem Militärputsch 2021 ist Frauenpolitik im Sudan erneut zentral für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Frauen bilden den Kern vielfältiger Prozesse von Selbstorganisation, die ziviles Leben im Sudan aufrechterhalten. Gleichzeitig wird der im Frühjahr 2023 erneut ausgebrochene Krieg auch auf den Körpern von Frauen ausgetragen. Was können feministische Friedenspolitiken aus dem Sudan lernen? Welche Einsicht liefern die revolutionären Prozesse im Sudan für feministische Transformationsprozesse?

Mit: Sara Abbas, Aktivistin und Politikwissenschaftlerin, Berlin | Muzna Alhaj, Koordinatorin eines Widerstandskomitees in Khartoum, Khartoum | Muzan Alneel, sozialistische Aktivistin, Khartoum und Großbritannien

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Hier finden sie alle Informationen zur Veranstaltungsreihe... | Hier finden sie das Plakat zur Veranstaltungsreihe...


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AkG Tagung "ZEITENWENDE – WELCHE ZEITENWENDE? UMBRÜCHE IM GLOBALEN KAPITALISMUS"

14.-15. Juli 2023 | Goethe Universität Franfurt

"Von Zeitenwende ist die Rede. Es ist ein Bewusstsein von tiefen tektonischen Verschiebungen vorhanden: die Demokratie wird von starken Kräften infrage gestellt, die Globalisierung geht in Deglobalisierung über, der Alltag und der wirtschaftliche Wohlstand werden durch Umweltkatastrophen, geopolitische Konflikte, Lieferkettenausfälle oder Energieknappheit bedroht. Die immer schnellere Abfolge neuer Krisen – von den Umweltkrisen über die Covid-Pandemie bis zu den gefährlichen imperialistischen Konkurrenzen – gibt Anlass, die viel beschworene «Zeitenwende» im Zusammenhang mit vielfachen Krisen und katastrophischen Prozessen zu denken. Dabei sollte angesichts der Katastrophe auch über eine Zukunft nach dem Kapitalismus nachgedacht werden. Wir wollen uns mit dieser Konferenz die Aufgabe stellen, zu einer kollektiven Zeitdiagnose beizutragen und zu versuchen, die aktuellen Umbrüche und ihre Folgen bis in unser Alltagsleben hinein genauer zu verstehen. Politik sieht sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Angesichts dessen ist zu fragen, ob und wie die politischen Institutionen schon eingestellt sind auf deren langfristige Bearbeitung. Neben einem besseren Verständnis der Realitäten, mit denen wir konfrontiert sind, geht es nicht zuletzt auch darum, die politischen Eingriffsmöglichkeiten emanzipatorischer, antikapitalistischer und ökologischer Praxen – in verschiedenen Hinsichten: vom Widerstand gegen rechte Umtriebe auf dem Land bis zur weltraumbasierten Militärstrategie, von den globalen Migrationsbewegungen bis zu neuen Geschlechterarrangements, von der Vergesellschaftung der sozialen Infrastruktur bis zur Erzeugung grünen Wasserstoffs – neu zu bestimmen.

Die Konferenz wird veranstaltet von Prof. Dr. Bernd Belina, Apl. Prof. Dr. Alex Demirović und Prof. Dr. Susanne Heeg – in Kooperation mit der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (Dr. Sebastian Klauke) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Dr. Thomas Sablowski)."

Hier finden sie das Konferenzprogramm.

Mehr Informationen zur Tagung...


Filmvorführung DEAR FUTURE CHILDREN und anschließendes Gespräch mit Johannes von Minden

Der Arbeitsschwerpunkt „Globaler Süden“  lädt ein zu Film und Diskussion über jungen Aktivismus weltweit.

31. Januar 2023 | 18 Uhr

Im Hörsaal SKW A+B auf dem Campus Westend

Dokumentarfilm DEAR FUTURE CHILDREN mit anschließendem Gespräch mit dem Crew Mitglied Johannes von Minden.

Wir bitten um das Tragen einer Maske.

„Rauch auf den Straßen der chilenischen Hauptstadt Santiago, die Gesichter junger Menschen verdeckt von Gasmasken. Ein schier anarchistisch anmutender Protestaufzug für soziale Gerechtigkeit, opponiert von massiver Polizeigewalt.

Es folgt Uganda, wo Unmengen an Plastikmüll in den Gewässern treiben. Ein Protestzug junger Menschen in natur-grünen Oberteilen lässt ihre emotional geladenen Stimmen für den Klimaschutz durch die Stadt hallen.

Anschließend leiten schrill dröhnende Polizeisirenen in eine Hongkonger Nacht über. Inmitten der von Neonlicht erleuchteten Gassen eilen Reporter*innen in reflektierenden Westen den brutalen Geschehnissen hinterher. Junge Aktivist*innen und schwer bewaffnete Polizist*innen prallen aufeinander.

Vereint sind diese Geschehen im Aufruhr der jungen Bevölkerung mit dem Willen, die Gegenwart zu verändern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. DEAR FUTURE CHILDREN widmet sich einer Betrachtung dieser Jugendbewegungen und erzählt die Geschichten dreier junger Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong in einer durchgehenden Parallelmontage. Mit den Geschichten dieser Bewegungen reflektiert die Dokumentation in intensiver Betrachtung den rebellischen Puls der Zeit, in welcher sich engagierte und ideenreiche junge Menschen dazu entschließen die Welt zu verändern. All dies inmitten eines Zeitalters, welches es ermöglicht, millionenstarke Bewegungen innerhalb weniger Wochen zu etablieren. DEAR FUTURE CHILDREN bietet höchst persönliche Eindrücke in das alltägliche Leben der drei Protagonistinnen und begleitet sie bei starken sowie schwierigen Momenten: in den Minuten vor einer großen Rede genauso wie auf der gefährlichen Frontline. Dabei werden die tatsächlichen Hürden offenbar, Veränderung zu schaffen, selbst wenn Millionen Menschen aufbegehren und eine gesamte Generation sich den Gegnern ihrer Zukunft entgegenstellt. Gleichzeitig etabliert sich der Aktivismus auch als unscheinbarer Antagonist im Film. Das nötige Engagement für den Protest fordert seine Opfer, wenn der Rückzug nach einer Niederlage zur schieren Unmöglichkeit wird. Der Film reflektiert diese Wucht wie ein zweischneidiges Schwert: Die Entscheidung zur Teilnahme an Protesten bringt Hassbotschaften, enorme Risiken und eine unberechenbare öffentliche Präsenz in die Leben der jungen Protagonistinnen. Nicht selten folgen darauf ungeahnte Ängste und Selbstzweifel und damit die Suche nach Rat und Rückhalt. Zum Wohle ihrer eigenen Zukunft, sind die Akteur*innen der Protestbewegungen jedoch zum Handeln gezwungen.“

(Aus dem Presseheft zu DFC)


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Veranstaltungsreihe "Decolonizing Aid. Solidarity Beyond Aid" von medico International, institut mosintuwu und dem Arbeitsbereich Globaler Süden an der Goethe Universität Frankfurt

Vortragsreihe von medico international, dem Institut Mosintuwu und dem Arbeitsbereich Globaler Süden an der Goethe Universität Frankfurt

Online, via Zoom | Sonntags, 12.30 Uhr | 20.11.2022 | 11.12.2022 | 29.01.2023 | 26.02.2023 | 19.03.2023 

Durch die Zuspitzung multipler und verwobener Krisen - der Klimakrise, der Verschärfung des rassifizierten, militarisierten und vergeschlechtlichen kapitalistischen Systems, der globalen Gesundheitskrise und der Covid-19-Pandemie - ist die (Re-)Konstruktion der Welt zu einer Notwendigkeit geworden. (Not-)Hilfe, so wie wir sie kennen, ist an ihre Grenzen gekommen und wichtiger denn je.

Gleichzeitig hat die Kritik am Entwicklungsparadigma und am System der (humanitären) Hilfe eine breite Debatte über deren koloniales Erbe, die rassistischen Strukturen und die marktgesteuerte und neoliberale Agenda ausgelöst, die Ungleichheiten und Marginalisierungen (re)produziert. Diese Kritik hat aufgezeigt, wie das Hilfssystem selbst Formen der wirtschaftlichen und finanziellen Abhängigkeit durch Institutionen und Konditionalitäten verstärkt oder wie eurozentristisches Wissen über Entwicklung und Hilfe Differenzen und Hierarchien zwischen ‚entwickelten‘ bzw. ‚unterentwickelten‘ Regionen herstellt. Wenn Hilfe als Wohltätigkeit oder als Geste des guten Willens konstruiert wird und nicht als ein Projekt der Gerechtigkeit, schreibt sie sich selbst in eurozentrische und koloniale Wissensformen ein, in denen der Globale Süden als hilfsbedürftig gegenüber dem Globalen Norden dargestellt wird.

Ausgehend von dieser starken Tradition kritischer Interventionen in Entwicklungsdebatten wollen wir im Sinne von Audre Lordes Diktum "the master‘s tool will never dismantle the master‘s house" (Lorde 1984) fragen: Wie kann (Not-)Hilfe Teil eines politischen Handelns werden, das auf Solidarität und Gerechtigkeit aufbaut? Wie müssen die Praxis und die Institutionen der Hilfe verändert werden? Welche Formen der Solidarität, der Kooperation und der Unterstützung können in diesen Zeiten der Krise Veränderungen hin zum ‚guten Leben für alle‘ bewirken? Kann Hilfe Teil des Wandels hin zu einer planetarischen Solidarität sein, oder ist sie dabei vielmehr ein Hindernis? Was liegt jenseits der Hilfe: Beyond Aid?


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Vorstellung der Studie "Mit Menschenrechten über den herrschenden Diskurs hinaus: LSBTI Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit" von Uta Ruppert und Evelyn Schnauder

Donnerstag, 10.März 2022, 14.30 Uhr, Online via Teams

Im Rahmen der "GIZ Gender Week 2022" stellen Uta Ruppert und Evelyn Schnauder am 10. März 2022 ihre Studie "Mit Menschenrechten über den herrschenden Diskurs hinaus: LSBTI Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit" vor.

Gemeinsam mit Jürgen Zattler (BMZ), Dr. Julia Ehrt (ILGA World) und Élysse Marcellin (Independent Researcher) sprechen Uta Ruppert und Evelyn Schnauder, ein Jahr nach der implementierung des LSBTI-In­klu­sions­kon­zeptes der Bun­des­re­gie­rung, über die Vergangenheit und Zukunft von LGBTI-Rechten in Entwicklungsdiskurs und -Praxis. Sie stellen die Ergebnisse ihrer BMZ finanzierten Studie vor und sprechen über die Möglichkeiten und Dilemmata der Promotion und Inklusion von LGBTI Rechten in der (praktischen) Entwicklungszusammenarbeit.

Mehr Informationen über die "GIZ Gender Week" und die Podiumsdiskussion finden sie unter: https://gender-works.giz.de 

Zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion via Microsoft Teams klicken sie hier.


Femizid - Jeden Dritten Tag | Podiumsdiskussion am 23. November 2021

Podiumsdiskussion mit Uta Ruppert, Monika Hauser, Barbara Lochbihler und vielen Anderen. Am 23. November 2021 im Roncallihaus in Wiesbaden oder im Livestream

"Femizid in Deutschland ist real. Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Jeden dritten Tag bezahlt eine Frau in Deutschland männliche Gewaltexzesse mit ihrem Leben. Aufgrund von Corona und der damit einher-gehenden Lockdown Situationen wurden die unerträglich hohen Zahlen nochmals gesteigert. Folgen wir der Statistik, kennt in Deutschland jede Person einen Täter oder ein Opfer.

Frauen und Mädchen werden vielfach und nach wie vor als „selbst schuld“ stigmatisiert. Und Gewalt gegen Frauen, geschlechtsbezogene Gewalt, wird verharmlost, indem von Beziehungstaten, Verbrechen aus Leidenschaft oder Familiendramen geredet und geschrieben wird.

Echte präventive Maßnahmen fehlen, auch wenn der Sachverhalt seit Jahrzehnten bekannt ist. Selbst die Umsetzung der Istanbul-Konvention, die am 1. Februar 2018 in Kraft getretene Übereinkunft des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, kommt in Deutschland nur schleppend voran."


"Offen für Veränderung" - Festival im Offenen Haus

Festival zum Start der Kampagne für das Offene Haus: Das Offene Haus der Kulturen geht in die Umsetzungsphase. Aus diesem Anlass laden wir vom 29. bis 31. Oktober gemeinsam mit der Kulturinitiative am Main, VirusMusik, dem VirusMusik-Radio, dem HoRsT und vielen weiteren Initiativen zu einem Festival auf den Campus Bockenheim.

Das Festival bildet den Auftakt einer Kampagne, die der Unterstützer*innenkreis des Offenen Haus der Kulturen mit der Berliner Agentur Ballhaus West konzipiert hat, um aus der Frankfurter Stadtgesellschaft heraus die Notwendigkeit eines Offenen Hauses zu unterstreichen.

In einer Offenen Agora diskutieren Initiativen und Aktivist*innen der Stadt und namhafte Gäste über die inhaltliche Ausrichtung des hier entstehenden soziokulturellen Zentrums, das den Nukleus des zukünftigen Kulturcampus bilden wird.


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Turbulente Psyche[n] - Affekte und Kämpfe in der Pandemie

"Die Corona-Pandemie hat nicht nur Gesellschaften aufgewühlt. Sie hat weltweit soziale und psychische Zerwürfnisse bewirkt. Die Ringvorlesung wagt einen globalen Blick auf diese „psychischen Folgen“: Es geht um Verdrängung- und Affektdynamiken, alte und neue Ängste, weltweit eskalierte Ungleichheiten, wer sich wie sicher fühlen kann. Es gilt, in den pandemischen Brüchen das Aufkommen neuer Kämpfe für lebenswahrende, solidarische und emanzipatorische Politiken zu erkunden. Um Anmeldung wird gebeten."


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BUKO 39 - Global Change? System Change! Global Solidarity

"Endlich wieder BUKO-Kongress: Vom 10. bis 13. Juni 2021 findet der BUKO 39, dieses Mal online, statt! Beim Kongress wollen wir über die Notwendigkeit, Möglichkeit und Herausforderungen eines tiefgreifenden Systemwandels mit und für globale Solidarität diskutieren."

Am Freitag den 11. Juni um 18 Uhr moderiert Uta Ruppert das Forum "Globale Solodaritäten - was heisst das?", eine Podiumsdiskussion mit Nilüfer Koç vom Kurdistan National Kongress, Tahir Della von der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland und Sabine Hark, Professorin und Leiterin des interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin.

Am Samstag den 12. Juni um 10 Uhr geben Matti Traußneck (Literatur- und Politikwissenschaftler*in an der Philipps-Universität Marburg) und Uta Ruppert den interaktiven Workshop "WOHER, WOHIN MIT DEM GUTEN WISSEN? VERHÄLTNISSE ZWISCHEN SOZIALEN BEWEGUNGEN UND SOLIDARISCHER FORSCHUNG", moderiert von Radwa Khaled-Ibrahim von medico international.


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Online Konferenz "Die (Re)konstruktion der Welt - Hilfe. Solidarität. Politik."

Vom 12.-14. Februar 2021, u.a. mit Achille Mbemba, Susan Buck-Morss, Rita Segato, Ulrike Herrmann, Sandro Mezzadra, Jean Ziegler u.v.m.

"Wir wollen nichts weniger tun, als über das zu reden, was uns alle angeht: Den Zustand der Welt und die Möglichkeiten ihn zu verändern. Dass sich diese Frage in einer selten erlebten globalen Dringlichkeit stellt, hat uns die Covid-Krise am eigenen Leib spüren lassen. Sie wird vorüber gehen, wenn auch unter hohen Kosten. Die großen Fragen des Überlebens werden aber bleiben. [...] 

Zwei globale Themen bewegen uns ganz besonders: Die Klimakrise und die fortgesetzten Ausschlüsse – beispielhaft erzählt an den Erfahrungen in Haiti und in Moria. Diese Menschheitsthemen sollte vor allen Dingen die Bewohner*innen der privilegierten Zonen, die sich selbstverständlich in der Tradition von Demokratie und Menschenrecht gestellt sehen, eines fürchten lassen: Wird die »Nekropolitik« (Achille Mbembe), wie sie hier betrieben wird, zur Normalität, wird Europa ein Kontinent geworden sein, der die Versprechen seiner Geschichte vielleicht sogar unwiderruflich gebrochen hat. Darum wollen wir unsere Erfahrungen politisch zur Diskussion stellen, und darum kann es dabei nicht nur um die Krise, sondern muss es stets auch um deren Lösung gehen: zumindest um Versuche einer Lösung. Deshalb machen wir eine Konferenz nicht nur zur miserablen Lage der Welt, sondern auch und vor allem zu den Möglichkeiten ihrer (Re-)konstruktion[...]."


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"Feministische Perspektiven auf Weltverhältnisse- Fokus: Solidarität"

Auf Orange 94.0 im Rahmen der Reihe "Globale Dialoge - Women on Air" unterhaltem sich Radwa Khaled und Uta Ruppert darüber, an welchen Achsen und Ebenen man* Weltverhältnisse festmachen kann, was sich wie und warum durch die Pandemie verändert hat und was wir unter Solidarität verstehen können.


"A little bit of force is needed" - Menschenrechtsverletzungen an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina

Am 17. Februar 2020 sprechen Marijana Hameršak (Institute of Ethnology and Folklore Research Zagreb), Tea Vidović (Centre for Peace Studies), Carsten Gericke (unterstützt vom ECCHR Berlin), Marc Speer (bordermonitoring.eu e.V.) und Karl Kopp (ProAsyl) über systematische Verletzungen internationalen Rechts an den kroatischen Grenzen.


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Podiumsdiskussion: Machtmissbrauch und Sexualisierte Diskriminierung an der Universität

Bei der Podiumsdiskussion "Machtmissbrauch und Sexualisierte Diskriminierung an der Universität. Facetten und Strukturelle Bedingungen" sprechen Uta Ruppert, Anja Wolde, Regina Schleicher und Mandy Gratz moderiert von Vanessa Thompson über die Dimensionen sexulisierter Gewalt und Diskriminierung an/in der Universität.


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Gegen Gleichgültigkeit und Rechtsruck - Solidarische Praxen im Mittelmeer

Am 19. November 2019 fand die Veranstaltung "Gegen Gleichgültigkeit und Rechtsruck - Solidarische Praxen im Mittelmeer" in Kooperation mit ProAsyl, dem AStA der Uni Frankfurt und Feminisms And The Global South statt. Britta Rabe von Watch the Med - Alarmphone und Karl Kopp von Pro Asyl sprechen mit Uta Ruppert und Dominik Meyer über Flucht und Solidarität.


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Feministische Kämpfe in Istanbul

Im Rahmen der Vortragsreihe "Transnationale feministische Solidarität" spricht Özge Özdemir über feministische Kämpfe und Praxen in Istanbul am Beispil der Organisation Mor Çatı Kadın Sığınağı Vakfı.


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Afrika neu Denken Konferenz

Am 27. und 28. September 2019 fand an der Goethe Universität die 7. Afrika neu Denken Konferenz zu "Komplizierten Beziehungen - Afrika und Europa 25 Jahre nach Ende der politischen Apartheid" statt.


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Konferenz: Under the European Asylum Rainbow: Intersectional Queer Challenges

This conference aims to bring together LGBTQI+ refugees and people seeking asylum, NGO workers, activists, decision- and policy-makers, lawyers, researchers, students and other interested parties to discuss the current situation of LGBTQI+ refugees in Germany and across Europe, and to stimulate the exchange of knowledge and experience. Taking a comparative, queer and intersectional perspective, the conference will explore what the current needs and challenges are for LGBTQ+ refugees (and support groups), what we can learn from ‘good’ and ‘bad’ practice and what political changes need to be made. The conference will have an interactive format, consisting of individual presentations, podium discussions and moderated theme tables.

The conference is organized by SOGICA (University of Sussex) in cooperation with Prof. Dr. Uta Ruppert and the Cornelia Goethe Center for Women and Gender Studies at the Goethe University Frankfurt, and in collaboration with Rainbow Refugees FrankfurtHessischer FlüchtlingsratLeTRa MünchenKölner Flüchtlingsrat and the UK Lesbian and Gay Immigration Group.


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Quo vadis Venezuela?

Eine Kooperation von medico international mit dem Schwerpunkt Süd-Süd- und Geschlechterforschung (Institut für Politikwissenschaft der Goethe-Universität) und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk (EPN) Hessen.

09.04.2019 Frankfurt
19:00 Uhr
Osthafenforum im medico-Haus
(ggü. Nr. 11)
Lindleystraße 15
60314 Frankfurt

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Bericht über die Colloquiumsreihe "Feminismen des Globalen Südens"

Esther M. Franke und Radwa Khaled schreiben im iz3w über "Feminismus Im Plural. Bericht über die Collouiumsreihe "Feminismen des Globalen Südens" des Cornelia Goethe Centrums an der Universität Frankfurt" die im Sommersemester 2018 stattfand.


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Recht auf Profit oder Recht auf Menschenrechte - Zur Kontroverse um eine verbindliche Regulierung der Globalen Wirtschaft

Hier finden sie die Aufzeichnung der Veranstaltung Recht auf Profit oder Menschenrechte - Zur Kontroverse um eine verbindliche Regulierung der Globalen Wirtschaft mit Anne Jung, Gesundheitsreferentin bei medico international.


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Frankfurter Forum Globale Entwicklung - Globale Gerechtigkeit

Friederike Habermann: Ecommony. UmCare zum Miteinander

im Gespräch mit Uta Ruppert (Goethe-Universität Frankfurt)

Mittwoch, 30. Mai 2018, 18 Uhr c.t.
Festsaal der Goethe-Universität, Campus Westend
Casino 823, Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt


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Feminisms from the Global South

Die aktuelle Reihe des CGC-Colloquiums wurde unter Federführung des Schwerpunktes in Kooperation mit Profin Helma Lutz und Jamila Adamou, Landeszentrale für Politische Bildung, konzipiert und vorbereitet.


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Frankfurter Forum Globale Entwicklung - Globale Gerechtigkeit

Eröffnung der Reihe des Schwerpunkts Entwicklungspolitik und Geschlechterforschung in Kooperation mit medico international und EPN Hessen

Jean Ziegler (UN-Menschenrechtsrat):

Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen

im Gespräch mit Thomas Gebauer (medico international)

Dienstag, 6. Februar 2018, 19:30 Uhr
Festsaal (Casino 823, Campus Westend)
Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt


Logo polytechnische

Podcast "Afrika: Kann Entwicklungszusammenarbeit Fluchtursachen beseitigen?"

Für die Vortragsreihe "Zukunft entdecken" der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt sprechen Prof. Dr. Mamadou Diawara, Georg Schmidt und Prof. Dr. Uta Ruppert über "Afrika: Kann Entwicklungszusammenarbeit Fluchtursachen beseitigen?".

Den Podcast zum herunterladen finden sie in der Vortragsreihe von 2017.


Feesmustfall web

#FeesMustFall

Aufstand der Studierenden in Südafrika?

Diskussionsveranstaltung mit Dr. Rirhandu Mageza-Barthel und Prof. Dr. Uta Ruppert

Dienstag, 8. Dezember 2015, 18 Uhr,
HZ 8, Hörsaalzentrum Campus Westend,
Goethe-Universität, Theodor-W.-Adorno-Platz 5,
60323 Frankfurt a. M.


Cross

Fürsorge und Emanzipation

Gesundheitskämpfe und Pflegearbeit in Südafrika

Diskussionsveranstaltung mit:
 - Anna Geru (South African Care Workers Forum)
 - Violet Kaseke (SECTION27)
Moderation: Anne Jung (Gesundheitsreferentin medico international)

Mittwoch, 21. Oktober 2015, 18 Uhr
Raum SH 0.101 (Seminarhaus), Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 4, 60323 Frankfurt am Main


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Ringvorlesungen 2010-2014

Hier finden sie Informationen zu den Ringvorlesungen "Afrika in Entwicklung - Entwicklung in Afrika" (WiSe 2009/10), "Afrika in Bewegung - Neue Perspektiven für Entwicklung" (WiSe 2010/11), "Gute Arbeit weltweit? Analysen - Perspektiven - Strategien zu globalen Arbeitsrechten und Sozialstandards" (SoSe 2011), "Afrikas asiatische Optionen: Neue Chancen durch neue Interaktionen?" (SoSe 2013) und der "Lecture Series Global Development" (WiSe 2014/15).