Forschungsaktivitäten ǀ Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

  • Soziologische Theorien und allgemeine Soziologie
  • Feministische Theorie und Geschlechterforschung
  • Politische Theorie und Soziologie
  • Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie
  • Soziologie der Naturverhältnisse und der Wissenschaften

Buchprojekt

Soziologie der Dependenz

Das Projekt erschließt den Abhängigkeitsbegriff als soziologischen Grundbegriff und kontextualisiert ihn soziologiegeschichtlich. Dafür wende ich mich sowohl soziologischen Klassikern als auch neueren Entwicklungen der soziologisch-theoretischen Diskussion zu. Dabei wird die gesellschaftstheoretische und analytische Kraft einer Soziologie der Dependenz ausgelotet, indem gegenwärtige Krisenerfahrungen als ein Erleben der Gleichzeitigkeit von Unverfügbarkeit und Abhängigkeit theoretisiert werden. Diese Erfahrungen wirken - so die These - als Abhängigkeitsvergegenwärtigungen. Die relativ unverfügbaren Ereignisse machen deutlich, wie sehr ‚wir' von heterogenen menschlichen und nicht-menschlichen Anderen abhängen: von Lieferketten, Infrastrukturen, natürlichen Ressourcen der Zuwendung durch andere Menschen etc. Die alltäglichen Verleugnungsleistungen moderner Gesellschaften werden angesichts gegenwärtiger Krisendynamiken spürbar und darin krisenhaft erlebt. Eine Analyse und begriffliche Reflexion dieser Abhängigkeitsverhältnisse kann sowohl einen grundbegrifflichen Beitrag zur allgemeinen Theoriediskussion leisten, als auch gesellschaftstheoretisch-gegenwartsdiagnostische Kraft entfalten.


Abgeschlossene Projekte

Abwehr und Gesellschaft: Der Fall Antigenderismus (10/2025-03/2026)
Kleines Gender Projekt, Goethe-Universität Frankfurt

Das Projekt erprobt die Anwendung psychoanalytischer Konzepte der Abwehrmechanismen für ein vertieftes Verständnis von Antigenderismus und Antifeminismus als tragende ideologische Säulen gegenwärtiger Autoritarismen. Die Beschreibungen projektiver Abwehrprozesse, die mit Antigenderismus und Antifeminismus verbunden sind, sollen verfeinert und erweitert werden, indem insbesondere (feministische) psychoanalytische Ansätze zur besseren theoretischen Durchdringung der genannten Phänomene herangezogen werden: So können hier Prozesse der Verleugnung und Verdrängung, der Rationalisierung oder Praktiken der Verschiebung eine Rolle spielen. Die zentrale These des Projekts lautet, dass Abwehr eine sozialpsychologische und kollektive Dimension aufweist, die für die Analyse von Geschlechterverhältnissen und insbesondere für ein vertieftes Verständnis autoritärer Angriffe auf alles, was mit „Gender“ und „Diversität“, somit mit „Andersheit“ assoziiert ist, produktiv gemacht werden können.

Forschungsprojekt zur Corona-Krise (2020-2022)

Was sind die sozialen Auswirkungen der Corona Krise?

Was vermissen Menschen, wenn der Zugang zum öffentlichen Raum so stark eingeschränkt ist wie jetzt?

In diesem Forschungsprojekt, das Lars Meier und Katharina Hoppe (unter Mitarbeit von Lukas Wratschko und Nils Richterich) durchführen, befragen wir Menschen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen zu ihren persönlichen Erfahrungen.

Das Projekt ist am Institut für Soziologie am Schwerpunkt Soziologie sozialer Ungleichheit angesiedelt.


Undergraduate Research Opportunities Program (UROP) der RWTH Aachen: »›Ihre Erinnerung ist ihre Wahrheit‹ – Möglichkeiten und Grenzen biographischer Quellen in der Wirtschafts- und Sozialgeschichtsschreibung«. Abschluss mit der Publikation des Sammelbands: Das »Massaker von Malmedy«: Täter, Opfer, Forschungsperspektiven; Auszeichnung des Projekts mit einem UROP-Stipendium (2009 – 2010)