Absolvent*innenfeier

Informationen zur Absolvent*innenfeier 2026

Leider müssen wir die Absolvent*innenfeier 2026 aufgrund der aktuellen Haushaltslage und der Kürzungen absagen.

Absolvent*innenfeier 2025

Auch in diesem Jahr konnten wieder rund 180 Absolvent*innen der Bachelor- und Masterstudiengänge des Fachbereichs 03 ihre Abschlussurkunden im Beisein von Freund*innen und Familie persönlich entgegennehmen. Ende Mai fand dazu die Absolvent*innenfeier des Fachbereichs im Festsaal der Goethe-Universität im Casino statt. Mit rund 600 Anmeldungen war die Veranstaltung erneut gut besucht.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Alexander Schmidt-Catran. Seit seiner Wahl zum Studiendekan freue er sich auf diesen Abend, sagte der Studiendekan. Der Abend wurde musikalisch begleitet von Pianist Lan Phien Pham mit Stücken von Brahms bis Debussy.

Prof. Dr. Viera Pirker, Vizepräsidentin für Studium und Lehre gratulierte den Absolvent*innen „voller Anerkennung und voller Respekt“ zu ihrem Abschluss. Das Zeugnis sei auch ein Zeichen harter Arbeit und Entschlossenheit. Sie ermutigte die Absolvent*innen dazu, kritisch zu bleiben und sich für die Werte der Goethe-Universität einzusetzen.  Wie es sich für eine Absolvent*innenfeier der Goethe Universität gehört, wurde auch Namensgeber Johann Wolfgang Goethe zitiert: „Der Worte sind genug gewechselt, Lasst mich auch endlich Taten sehen“.

Auch Prof. Dr. Lars Meier, Dekan des Fachbereichs, gratulierte zum Abschluss und erinnerte besonders an die unterschiedlichen Start- und Studienbedingungen der jetzigen Absolvent*innen. Und doch: „Sie alle sind jetzt hier“. Mit der neuen gesellschaftlichen Position gehe jedoch auch eine Verantwortung einher. Vor dem Hintergrund des aufsteigenden Rechtsextremismus und der Verschärfung sozialer Ungleichheit betonte Prof. Meier die Verantwortung des Einzelnen.

Das studentische Grußwort wurde von Vertreter*innen der Fachschaft gesprochen. Beginnend mit einem herzlichen „Na geht doch!“ gratulierten auch sie ihren Kommiliton*innen und bedankten sich auch für deren soziales Engagement außerhalb des regulären Studiums.

„I am no longer accepting the things I cannot change, I am changing the things I cannot accept." – Angela Davis

Mit diesem Zitat der Schwarzen Bürgerrechtsaktivistin Angela Davis erinnerten die Fachschaftsmitglieder an die zahlreichen Studierendenproteste, die ihre Studienzeit geprägt haben. Außerdem hatten die Studierenden noch Tipps an Freund*innen und Familie der Absolvent*innen, was ihre Liebsten denn nun nach dem Studium machen könnten: „Fragen Sie bitte erst nach Weihnachten wieder“.

Der Festvortrag wurde in diesem Jahr von Prof. Dr. Stephan Lessenich gehalten. Unter dem Titel „Als ob nichts wäre“ sprach der Professor für Gesellschaftstheorie und Direktor des renommierten Instituts für Sozialforschung trotz aller Feierlichkeit über weniger Erfreuliches, aber dafür besonders Dringliches: „Diese Gesellschaft hat ein Problem mit ihren Problemen“, diagnostizierte Lessenich und sprach über die kollektive Realitätsabwehr der Gesellschaft vor existenziellen Problemen wie dem Klimawandel. Dieser habe zwar an Prominenz verloren, jedoch keineswegs an Relevanz. Die Tatsache, dass trotzdem weiter so getan werde, als könne alles so weitergehen wie bisher, sei soziologisch so bemerkenswert wie unheimlich. Der Vortrag unterstrich damit die Aktualität der für den Fachbereich historisch bedeutenden Kritischen Theorie. Die Frage „Was tun?“ sei nur schwer zu beantworten. Frei nach Neil Armstrong empfahl Lessenich den Anwesenden zunächst Respekt vor der Realität zu entwickeln. Dies sei ein großer Schritt für den Einzelnen, aber immer noch ein kleiner für die Menschheit.

Zum Schluss der Veranstaltung wurden den Absolvent*innen ihre Urkunden feierlich überreicht. Im Foyer wartete zudem ein Umtrunk und viele Teilnehmer*innen blieben in ausgelassener Runde bis spät am Abend.

Wir bedanken uns bei allen, die mit ihren Beiträgen zum Gelingen der Absolvent*innenfeier 2025 beigetragen haben und gratulieren auf diesem Wege noch einmal allen Absolvent*innen herzlich zu ihrem Abschluss!

Mit freundlicher Unterstützung von

Bildnachweis: (c) Kristin Langholz