Aktuelles​ – 2025

 

Deep Chand received his PhD in 2024 with a dissertation entitled “Understanding the Escalation and De-Escalation of Conflict: A Case of Citizenship (Amendment) Act [CAA: 2019] in India” under the supervision of Thomas Scheffer.

He has now been awarded a two-year Walter Benjamin Fellowship at the University of Oxford. We at the Chair of Interpretive Social Research would like to congratulate him on this achievement.

 

Markus Rudolfi leitete eine Exkursion am Samstag, den 26.07.2025, die sich mit dem Thema "Naturschutzpraktiken und sozial-ökologische Transformation im Grenzraum Deutschland-Tschechien" befasste. Die Tour wurde so konzipiert, dass sie in das Thema seiner Promotion einleitet. 
Die Kooperationsveranstaltung wurde bereits zum vierten Mal im Grenzgebiet Bayerischer Wald-Šumava durchgeführt und von Gabriela Dafinger als Studiengangskoordinatorin für den M.A. "European Studies" an der Universität Regensburg organisiert. In diesem Jahr nahmen 17 Studierende aus 11 Ländern teil.
***
Markus Rudolfi led an excursion on Saturday, 26 July 2025, which focused on the topic of 'Nature conservation practices and socio-ecological transformation in the border region between Germany and the Czech Republic.' The tour was designed to introduce the topic of his doctoral thesis.
The collaborative event was held for the fourth time in the Bavarian Forest-Šumava border region and was organised by Gabriela Dafinger, programme coordinator for the M.A. 'European Studies' at the University of Regensburg. This year, 17 students from 11 countries took part.


Picture credits: Dr. Madeline Sporer


 

Wie wird Dringlichkeit in der Notfallmedizin bearbeitet? Und welche Bewertungen finden dabei statt? Diesen Fragen widmet sich William Frye in seinem Forschungsbericht „Eine Ethnographie in der Notaufnahme: Die notfallmedizinische Sichtung als Praxis der klinischen Bewertung“.

Auf der Grundlage teilnehmender Beobachtungen und Interviews mit Ärzt*innen analysiert Frye, wie die subjektiv empfundene Not von Patient*innen in die administrative Ordnung einer Klinik überführt wird.

Im Zentrum stehen Praktiken der Bewertung während des Triage Prozesses. Bereits bei der Ankunft in der Notaufnahme werden Fälle in verschiedene Dringlichkeitskategorien eingeteilt. Patient*innen in akut lebensbedrohlichen Situationen sollen so identifiziert und einer schnellen Versorgung zugeführt werden. Zum anderen soll die Triage für eine gerechtere Verteilung der zur Verfügung stehenden Ressourcen sorgen und stellt im Rahmen der Notfallmedizin damit einen zentralen Ordnungsmechanismus dar, der den nachfolgenden Behandlungsverlauf mitprägt.

In der Praxis zeigt sich, dass der Bewertungsprozess der Triage maßgeblich von der narrativen Darstellung einer konsistenten Geschichte der Patient*innen abhängt, welche den medizinischen Expert:innen vorgetragen wird. Diese muss gewissen Kriterien – u.a. einem konsistenten Sinnzusammenhang der Beschwerden, die Einhaltung der Reihenfolge gesundheitssystemischer Instanzen und der zeitlichen Aktualität der Beschwerden – erfüllen, um die Aktualität der Not erfolgreich vermitteln zu können, welche dann in die systemische Registratur eines Falls transformiert wird. Gleichzeitig bedeutet die Nichterfüllung dieser Kriterien nicht per se, dass Patient*innen in spe abgelehnt werden. Vielmehr kommt es zu einer situativen Abwägung, welche die aktuelle Ressourcenbelastung, Zustände der Patient*innen und Erfahrungsstände der triagierenden Person berücksichtigt. Begründen lässt sich dies unter anderem mit dem risikoaversen Verhalten der Angestellten in Notaufnahmen und dem hohen personellen und zeitlichen Aufwand, der mit einer Ablehnung einhergehen kann.

Der Beitrag ist hier verfügbar.

 

Tim Seitz ist am 10. Juli 2025 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen des Kolloquiums "Theoretische Empirie" von Herbert Kalthoff zu Gast. In seinem Vortrag "Theoretische Empirie im Werden. Phonographie, Ideographie, Diagrammatik" beschäftigt er sich mit der forschenden Textproduktion aus einer trans-sequentiellen Perspektive und geht dabei auf das Zusammenspiel von Schreib- und Zeichenpraktiken ein.

 

Aurora A. Sauter hat in Zusammenarbeit mit Lukas Nehlsen den Beitrag "Nur richtig erzählen muss man können? Narrativität und Klimakrise" im Sammelband "Vulnerabilität der Natur" publiziert. Der Sammelband wird von Prof. Dr. Martin Schnell herausgegeben.

Die Publikation können Sie hier finden.