Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
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Seit 10/2019
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur für Politische Ökonomie und Wirtschaftssoziologie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Seit 07/2017
Promotionsstudent bei Prof. Alexander Ebner, Goethe-Universität Frankfurt am Main
10/2014-05/2017
MA Politische Theorie, Goethe-Universität Frankfurt am Main
10/2010-01/2014
BA Politikwissenschaft und Biowissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Sommersemester 2025
Staat und Wirtschaft. Sozialwissenschaftliche Debatten zwischen Planung, Intervention und Selbstorganisation
Module: SOZ15-BA-SP, PW14-BA-SP, SOZ-MA-5, SOZ-MA-4, SOZ-MA-8, WiSOZ-MA-4, PW-MA-2a/3a/4a, PT-MA-5c
Die politische Ökonomie ist durch die
zentrale Debatte geprägt, im welchem Verhältnis Staat und Wirtschaft zueinander
stehen bzw. stehen sollen. Im Seminar wollen wir uns theoriegeschichtlich die
zentralen Diskurse anschauen und gemeinsam diskutieren. Angefangen mit der dem
Diskurs im 19. Jahrhundert zwischen Manchester-Liberalismus und
Staatssozialismus gehen wir über zur Socialist Calculation Debate in den 1920er
und 30ern. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob sich die Wirtschaft im
Ganzen planen lassen kann oder ob dieser Versuch aufgrund des fehlenden
Preissystems scheitern muss. Mit der Kybernetik nach dem 2. Weltkrieg wird
diese Debatte mit neuen Modellen erweitert. Hayek reagiert auf diese
Entwicklungen und erweitert seine Argumente für die Selbstorganisation des
Marktes. Aktuelle Entwicklungen von Big Data erneuern die alte Socialist
Calculation Debate. Auch Debatten der Soziologie über Steuerungsfähigkeit
komplexer Systeme wollen wir uns anschauen.
Wintersemester
2024/25
Evolution, endogene Krisen und Selbstregulation. Statik und Dynamik
von Wirtschaftssystemen
Module: SOZ15-BA-SP, PW14-BA-SP, SOZ-MA-5, SOZ-MA-4,
SOZ-MA-8, WiSOZ-MA-4, PW-MA-2a/3a/4a, PT-MA-5c
Eine systemische Betrachtung der
Wirtschaft bietet eine Alternative zum Modell des individuellen
Nutzenmaximierers der neoklassischen Volkswirtschaftslehre. Bereits die Idee
der unsichtbaren Hand von Adam Smith kann systemtheoretisch reformuliert und
auf ihre Konsistenz überprüft werden. Neben der Historische Schule der
Nationalökonomie, die sich gegen den methodologischen Individualismus
abgrenzte, haben sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der
Ausdifferenzierung der Kybernetik und der Theorie offener Systeme innovative
Ansätze, vor allem bei Parsons und Luhmann, entwickelt. Mit Einbezug von Hayek
und anderen wollen wir im Seminar die Möglichkeit von Selbstregulation der
Wirtschaft und die Möglichkeit der Entstehung endogener Krisen diskutieren.
Auch die evolutionäre Ökonomik soll besprochen werden.
Wintersemester
2023/24
Autoritäres Wirtschaftsdenken der AfD und der Neuen Rechte
Module: SOZ15-BA-SP, POWI-VS, PW14-BA-SP, WiSOZ-MA-1,
WISOZ-MA-4, WiSOZ-MA-7, PT-MA-5c, SOZ-MA-1; SOZ-MA-4; SOZ-MA-8
Wie ist die AfD
wirtschaftspolitisch einzuschätzen? Angefangen hat die Partei seit ihrer
Gründung mit einem dezidiert ordoliberalen und eurokritischen Parteiprogramm.
Seitdem hat sich die Partei grundlegend verändert. Sie ist nicht nur weiter
nach rechts gedriftet, sondern der Einfluss ordoliberaler Positionen und Personen
(wie zuletzt Meuthen) ist zurückgedrängt worden. Stattdessen gewinnen durch das
zunehmend Dominantwerden des "Flügels" sozialpolitische Themen und
der sogenannte solidarische Patriotismus immer stärker an Bedeutung. Daher ist
eine Analyse des sogenannten Vorfeldes unerlässlich, in dem diese
wirtschaftspolitischen Ideen - welche als Kapitalismuskritik von rechts
bezeichnet werden können - konzeptionell ausgearbeitet werden.