Dr. Martin Hauff

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften
Theodor-W.-Adorno-Platz 6 (HPF 13)
60323 Frankfurt

Gebäude: PEG/Raum: 3.G189
Telefon: (069) 798 36549

E-Mail: hauff@soz.uni-frankfurt.de

VITA

Seit 10/2019

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur für Politische Ökonomie und Wirtschaftssoziologie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Seit 07/2017

Promotionsstudent bei Prof. Alexander Ebner, Goethe-Universität Frankfurt am Main

10/2014-05/2017

MA Politische Theorie, Goethe-Universität Frankfurt am Main

10/2010-01/2014

BA Politikwissenschaft und Biowissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2025

Staat und Wirtschaft. Sozialwissenschaftliche Debatten zwischen Planung, Intervention und Selbstorganisation

Module: SOZ15-BA-SP, PW14-BA-SP, SOZ-MA-5, SOZ-MA-4, SOZ-MA-8, WiSOZ-MA-4, PW-MA-2a/3a/4a, PT-MA-5c

Die politische Ökonomie ist durch die zentrale Debatte geprägt, im welchem Verhältnis Staat und Wirtschaft zueinander stehen bzw. stehen sollen. Im Seminar wollen wir uns theoriegeschichtlich die zentralen Diskurse anschauen und gemeinsam diskutieren. Angefangen mit der dem Diskurs im 19. Jahrhundert zwischen Manchester-Liberalismus und Staatssozialismus gehen wir über zur Socialist Calculation Debate in den 1920er und 30ern. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob sich die Wirtschaft im Ganzen planen lassen kann oder ob dieser Versuch aufgrund des fehlenden Preissystems scheitern muss. Mit der Kybernetik nach dem 2. Weltkrieg wird diese Debatte mit neuen Modellen erweitert. Hayek reagiert auf diese Entwicklungen und erweitert seine Argumente für die Selbstorganisation des Marktes. Aktuelle Entwicklungen von Big Data erneuern die alte Socialist Calculation Debate. Auch Debatten der Soziologie über Steuerungsfähigkeit komplexer Systeme wollen wir uns anschauen.

Wintersemester 2024/25

Evolution, endogene Krisen und Selbstregulation. Statik und Dynamik von Wirtschaftssystemen

Module: SOZ15-BA-SP, PW14-BA-SP, SOZ-MA-5, SOZ-MA-4, SOZ-MA-8, WiSOZ-MA-4, PW-MA-2a/3a/4a, PT-MA-5c

Eine systemische Betrachtung der Wirtschaft bietet eine Alternative zum Modell des individuellen Nutzenmaximierers der neoklassischen Volkswirtschaftslehre. Bereits die Idee der unsichtbaren Hand von Adam Smith kann systemtheoretisch reformuliert und auf ihre Konsistenz überprüft werden. Neben der Historische Schule der Nationalökonomie, die sich gegen den methodologischen Individualismus abgrenzte, haben sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der Ausdifferenzierung der Kybernetik und der Theorie offener Systeme innovative Ansätze, vor allem bei Parsons und Luhmann, entwickelt. Mit Einbezug von Hayek und anderen wollen wir im Seminar die Möglichkeit von Selbstregulation der Wirtschaft und die Möglichkeit der Entstehung endogener Krisen diskutieren. Auch die evolutionäre Ökonomik soll besprochen werden.

Wintersemester 2023/24

Autoritäres Wirtschaftsdenken der AfD und der Neuen Rechte

Module: SOZ15-BA-SP, POWI-VS, PW14-BA-SP, WiSOZ-MA-1, WISOZ-MA-4, WiSOZ-MA-7, PT-MA-5c, SOZ-MA-1; SOZ-MA-4; SOZ-MA-8

Wie ist die AfD wirtschaftspolitisch einzuschätzen? Angefangen hat die Partei seit ihrer Gründung mit einem dezidiert ordoliberalen und eurokritischen Parteiprogramm. Seitdem hat sich die Partei grundlegend verändert. Sie ist nicht nur weiter nach rechts gedriftet, sondern der Einfluss ordoliberaler Positionen und Personen (wie zuletzt Meuthen) ist zurückgedrängt worden. Stattdessen gewinnen durch das zunehmend Dominantwerden des "Flügels" sozialpolitische Themen und der sogenannte solidarische Patriotismus immer stärker an Bedeutung. Daher ist eine Analyse des sogenannten Vorfeldes unerlässlich, in dem diese wirtschaftspolitischen Ideen - welche als Kapitalismuskritik von rechts bezeichnet werden können - konzeptionell ausgearbeitet werden.

FORSCHUNGSINTERESSEN

FORSCHUNGSINTERESSEN

Ideengeschichte der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Autoritäres Wirtschaftsdenken der Konservativen Revolution

Komplexitäts- und Systemtheorien, Complexity Economics