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Institut für Soziologie

Unsere Forschung an der Professur für Arbeitssoziologie

Unsere Forschungsidee

Unser zentraler Ansatz in der "Soziologie der Arbeit" ist es, alle Facetten von Arbeit zu erforschen und nicht nur bezahlte Tätigkeiten in Betracht zu ziehen. Um ein wirklich umfassendes Verständnis der Soziologie der Arbeit zu entwickeln, müssen sowohl bezahlte als auch unbezahlte Arbeit gemeinsam betrachtet werden. Dabei erforschen wir, inwiefern bezahlte und unbezahlte Arbeit  von Geschlechternormen und diskriminierenden Praktiken beeinflusst werden.
Die gesamte Dynamik von bezahlter und unbezahlter Arbeit, Geschlechterbeziehungen, Familie und demografischen Veränderungen unterliegt einem ständigen Wandel, der eng mit wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Bedingungen verbunden ist. Genau hier setzen wir mit unserer Forschung an.
Wir forschen interdisziplinär, das heißt wir nutzen eine Vielzahl von Methoden, um Antworten zu finden. Darum setzen wir moderne qualitative Methoden wie QCA (Qualitative Comparative Analysis) genauso ein quantitative Ansätze wie die Sequenzanalyse.
Unsere Forschung (und Lehre) konzentriert sich auf drei übergeordnete Bereiche:
  •     Die Soziologie der Arbeit
  •     Arbeit und Geschlecht
  •     Arbeit und Familie

Besonders interessieren wir uns für internationale vergleichende Aspekte, politische Elemente und Stratifizierungsprozesse im Lebensverlauf. Durch unsere Forschung tragen wir dazu bei, ein tieferes Verständnis von Arbeit und ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen zu gewinnen.

DFG Forschungsgruppe "Rekonfiguration und Internalisierung sozialer Strukturen" (RISS)

RISS Project No 6: Intergenerational Transmission of Work-Family Trajectories in Germany

In diesem Projekt vergleichen wir die beruflich-familiären Lebensverläufe von Eltern, die zwischen 1930 und 1949 in Deutschland geboren wurden, mit denen ihrer erwachsenen Kinder (geboren 1958-1981). Zusätzlich betrachten wir den beruflich-familiären und sozioökonomischen Status (SES) von Geschwisterpaaren, darunter Mutter-Tochter-, Vater-Sohn-, Bruder-Bruder- und Schwester-Schwester-Paare. Unser Ziel ist es, den Beitrag der inter- und intragenerationalen Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede in den Lebenslaufmustern zur Rekonfiguration der Sozialstruktur in Deutschland nach der Wiedervereinigung zu untersuchen.

Im Rahmen unserer Forschung stellen wir uns folgende Fragen:
1. Unter welchen Bedingungen haben Söhne und Töchter die beruflichen und familiären Verläufe ihrer Eltern reproduziert oder davon abgewichen?
2. Unter welchen Bedingungen weisen Geschwister ähnliche oder unterschiedliche Arbeits-Familien- und SES-Verläufe auf?

Die enormen wirtschaftlichen, demografischen und kulturellen Veränderungen in Deutschland in jüngster Zeit lassen vermuten, dass Kinder die Lebensverläufe ihrer Eltern und die damit verbundenen Positionen in der Sozialstruktur nicht einfach wiederholen. Zudem können Geschwister sehr unterschiedliche Lebensverläufe aufweisen, wobei auch Ost-West-Unterschiede wahrscheinlich sind.
Für unsere empirische Analyse greifen wir auf das SOEP (Sozio-oekonomisches Panel) zurück, das Längsschnittdaten aus einer repräsentativen Stichprobe von rund 11.000 deutschen Haushalten und über 20.000 Personen bietet. Durch das SOEP können wir Befragte aus zwei Generationen sowie Geschwister innerhalb einer Familie miteinander verknüpfen und ihre Entwicklungen über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen.

Dieses Projekt ist Teil der DFG-Forschungsgruppe RISS (Rekonfiguration und Internalisierung sozialer Strukturen) / FOR 5173.


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Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit

10/2021 – 09/2025

Kontaktperson

Prof. Heather Hofmeister, Ph.D.

Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Arbeitssoziologie

PEG 3G 118
+49 69/798-36509
arbeitssoziologie@em.uni-frankfurt.de

Website
CLBO Frankfurt


Subin Chang

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

PEG 3G 149
s.chang@em.uni-frankfurt.de

RISS
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Extern


Vertrauen in Organisationen - CLBO

In einer Welt, die von Unsicherheiten sowohl auf materieller als auch auf sozialer Ebene geprägt ist, gewinnt die Frage nach Vertrauen eine neue Dringlichkeit. Unternehmen dienen als wichtige Forschungsumgebungen und bieten spannende Einblicke in Themen wie den Generationenwechsel, Veränderungen von Rollen und Erwartungen der Arbeitnehmerinnen und Eltern, die Bedeutung von bezahlter Arbeit im Lebensverlauf, die steigenden Forderungen nach Vielfalt und Einbeziehung von Mitarbeiterinnen und Führungskräften sowie den Druck, neue Führungsstile und vielfältigere Arbeitsformen wie Telearbeit, flexible Arbeitszeiten oder ergebnisorientierte Arbeitsumgebungen einzuführen.
Das Center for Leadership and Behavior in Organizations (CLBO) hat mit finanzieller Unterstützung der Karl-Schlecht-Stiftung ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, in dem wir das Vertrauen innerhalb von Arbeitsplatzorganisationen aus soziologischer Perspektive untersuchen. Unser Fokus liegt dabei auf dem Vertrauen zwischen Teamleiter*innen und Teammitgliedern sowie unter den Teammitgliedern selbst. Um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen, werden wir innovative empirische Daten sowohl qualitativ als auch quantitativ in sechs Unternehmen mit unterschiedlichen Merkmalen wie Größe, Hierarchieebenen und Digitalisierungsgrad erheben.
Durch dieses Projekt streben wir an, ein tieferes Verständnis für die Dynamiken des Vertrauens in Organisationen zu gewinnen und zur Entwicklung praxisrelevanter Erkenntnisse beizutragen. Unser Ziel ist es, Organisationen dabei zu unterstützen, ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld zu schaffen, das die individuelle und kollektive Leistungsfähigkeit fördert.
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Finanzierung

Karl-Schlecht-Stiftung

Laufzeit

02/2023 - 01/2026

Kontaktperson

Prof. Heather Hofmeister, Ph.D.

Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Arbeitssoziologie

PEG 3G 118
+49 69/798-36509
arbeitssoziologie@em.uni-frankfurt.de

Website
CLBO Frankfurt


Maximilian Becker

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

PEG 3G 142
m.becker@soz.uni-frankfurt.de
CLBO

ScienceBurn: Karrieren in der Wissenschaft während und nach der Arbeit an einer Eliteeinrichtung

Die Frage der unzureichenden Repräsentation von Frauen in der Wissenschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten große Aufmerksamkeit erlangt. Eine mögliche Erklärung für den geringen Aufstieg von Frauen in Spitzenpositionen der Wissenschaft liegt in ihrer geringen Präsenz in bestimmten Bereichen auf Einsteiger- und Aufstiegsebene. Eine andere Erklärung besteht darin, dass Frauen seltener an Eliteeinrichtungen aufgenommen werden, die die Wahrscheinlichkeit von Netzwerkbildung und Sichtbarkeit, die für eine erfolgreiche Karriere von Bedeutung sind, erhöhen oder unterstützen. Aber was ist, wenn diese beiden Erklärungen nicht zutreffen?
In unserem Projekt untersuchen wir die Rolle der akademischen Institution in Bezug auf die Karrieren von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Dazu wählen wir eine führende europäische Eliteeinrichtung aus, in der Frauen und Männer in einem Bereich mit langjährig starker weiblicher Präsenz in gleichem Maße auf Vordoktoranden- und Postdoktorandenebene vertreten sind. Wir führen Gespräche mit aktuellen Postdoktoranden, leitenden Wissenschaftlern und ehemaligen Wissenschaftlern dieser Einrichtung, um herauszufinden, welche Karrierewege sie nach dem Verlassen dieser Institution einschlagen und wie sie ihre nächsten Schritte planen. Dabei gehen wir der Frage nach, wie das Ausscheiden von Frauen aus der akademischen Wissenschaft erklärt werden kann, wenn die Qualität der Institution und der "Pipeline" keine ausschlaggebenden Faktoren mehr sind.
Unser Projekt wird durch das Postdoc-Förderprogramm Fokus A|B 2016 finanziert und hat zum Ziel, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die dazu beitragen, die Geschlechterungleichheit in der Wissenschaft zu verstehen und mögliche Lösungsansätze zu identifizieren. Indem wir den Einfluss von Eliteeinrichtungen auf die Karrieren von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern genauer untersuchen, wollen wir dazu beitragen, eine inklusivere und gerechtere wissenschaftliche Landschaft zu schaffen.

Finanzierung

Postdoc Förderprogramm Fokus A|B 2016

Laufzeit

seit 2016

Kontaktperson

Prof. Heather Hofmeister, Ph.D.

Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Arbeitssoziologie

PEG 3G 118
+49 69/798-36509
arbeitssoziologie@em.uni-frankfurt.de

Website
CLBO Frankfurt


Paul Sinzig

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

PEG 3G 149
sinzig@soz.uni-frankfurt.de
Linked in

Extern

Prof. Dr. Anne Kronberg

Silvia Krömmelbein's Lehrforschung

Visuelle Soziologie: Stadtkontraste

Reflexive Lehrforschung als "Professionalisierung von unten"

Rodrian-Pfennig, Margit/Reitz, Sandra/Krömmelbein, Silvia/Heitz, Sylvia. 2014: Einleitung: Reflexive Lehrforschung als "Professionalisierung von unten" , in: Rodrian-Pfennig, Margit/Reitz, Sandra/Krömmelbein, Silvia/Heitz, Sylvia/Bürgin, Julika (Hrsg.) 2014: Reflexive Lehrforschung an der Hochschule. Partizipations-, Forschungs- und Praxisorientierung in sozialwissenschaftlichen Lehr-/Lernverhältnissen, Budrich Verlag, Opladen, Berlin, Toronto, S. 7-18

Dr. habil. akad. Silvia Krömmelbein

Akademische Oberrätin
kroemmelbein@em.uni-frankfurt.de

Dr. habil. Silvia Krömmelbein

PEG 2.G 171

Sprechstunden
Anmeldung per E-Mail
Dienstag 15:00