Das Forschungsprojekt Religion zwischen Säkularisierung und
Fundamentalismus – Die (Re-)Politisierung von Religion untersucht,
inwiefern lokale Religionsgemeinschaften vor Ort auf gesellschaftlichen Wandel
reagieren und welche sozialen und politischen Konsequenzen hieraus folgen.
Dabei stehen religiöse Organisationen besonders unter Druck, da Säkularisierung
für sie nicht nur eine Krise darstellt, sondern ihre ganze Existenz in Frage
stellt. Im Forschungsprojekt untersuchen wir daher vor allem, welche
politisierten und innovativen Reaktionen religiöse Organisationen wählen, indem
sie sich entweder dem liberal-säkularen Mainstream annähern oder sich
diesem Trend aktiv entgegenstellen und konservativ-fundamentalistische
Positionen bestärken.
Unsere Forschung wird wichtige Erkenntnisse liefern, wie
Organisationen mit existenziellen Belastungen umgehen, und in einem zweiten
Schritt, wie sich dies auf ihre interne Kohärenz auswirkt, einschließlich
möglicher Zugewinne und Verluste an Mitgliedern je nach gewählter Strategie.
Wir vermuten, dass das lokale Vorgehen der Gemeinden dabei von verschiedenen
Faktoren, wie etwa der lokalen professionellen Führung, der sozialen
Zusammensetzung der Gemeinde oder etwa der höheren organisationalen Ebene
abhängt.
Das Forschungsprojekt, welches Prof.
Claudius Wagemann gemeinsam mit Prof. Sigrid Roßteutscher leitet, ist ein
Teilprojekt der zweiten Förderphase der der RISS-Forschungsgruppe
(Reconfiguration and Internalization of Social Structure) und wird von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Im Zuge des Projekts wird
unter anderem eine nationale Befragung lokaler religiöser Gemeinden
durchgeführt. Bei dieser Befragung mit dem Titel Religiöses Gemeindeleben in
Deutschland handelt es sich um die erste, breit angelegte und
repräsentative Befragung von Gemeinden, Pfarreien und Kirchengemeinden in
Deutschland. Innerhalb des Projekts wird durch diese Befragung ermöglicht,
die religiöse Gemeindelandschaft in Deutschland sowie die Wirkung religiöser
Akteur*innen auf Politik und Gesellschaft zu erfassen. Mehr Informationen über
die Gemeindebefragung finden sich hier.
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Soziologie mit dem Schwerpunkt sozialer Konflikt und sozialer Wandel
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Young European Federalists Germany
Landessportbund Sachsen
Bund der Deutschen Landjugend
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Im Fokus des von Dr. Benedikt Bender erstellten Datensatzes „Reform Monitor Politischer Konflikte“ (ReMoPo) steht die Frage nach politischen Konflikten von organisierten Interessen. Welche Positionen haben Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und politische Parteien in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Familienpolitik? Wie positionieren sie sich zum Kündigungsschutz, befristeter Beschäftigung, zum Arbeitslosengeld, Mindestlohn, KITA-Infrastruktur oder zum Elterngeld? Können Veränderungen über die Zeit und / oder Variationen innerhalb der Organisationen gezeigt werden, und wie stark unterscheiden sich die Positionen zu politischen Parteien? Ändern die Organisationen ihre Positionen in Krisenzeiten, wie der Wirtschafts- und Finanzkrise oder der Corona-Pandemie?
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Department Digital Design
IT University of Copenhagen
Department of Sociology
School of Arts and Social Sciences
University of London
College of Political Science Public Administration and Communication
Universitatea Babes-Bolyai
Department of Economics and Business Sciences
Università di Parma
ProDem investigates how interactions between citizens, social movements, and a specific breed of political parties (so-called 'movement parties', della Porta et al 2017; Kitschelt 2006; Mosca and Quaranta 2017) influence democratic quality in Europe. We approach democratic quality from a citizens' perspective as the acquisition of political, civil, and social citizenship rights through democratic institutions and processes (della Porta 2016:8-9). The interplay among citizens, media, and political organisations is at the heart of our inquiry into democratic quality.
Since 2011 and in the wake of the European financial, economic, and migration crises, mass protests have engendered new social movements and political parties. This development has been interpreted in two main ways. Research into political culture describes the increase in protests as a consequence of long-term sociocultural change, leading to growing numbers of 'critical citizens' who question authority but remain committed to democratic values (Dalton and Welzel 2014; Norris 2011). Protesting therefore belongs to civic attitudes deeply rooted in European democracies (Klingemann 2014:139-140).
Researchers studying the 'quality of democracy' have developed a more ambivalent approach, regarding the spread of protests as symptomatic of democratic backsliding (Bermeo 2016; Foa and Mounk 2016; Krastev 2014). Dissatisfied with the performance of democracies, sizeable sections of the citizenry have protested by voting for populist parties, contributing to an erosion of liberal democratic standards (Pirro 2015). Some social movements and their populist party vehicles (e.g. Movimento 5 Stelle) have mobilised citizens by framing political conflicts as a confrontation between corrupt, unaccountable, foreign-controlled, mainstream media-supported elites and ordinary people (Mudde 2004) expressing their grievances on social media (Engesser et al. 2017; Neumayer 2016). Polarising worldviews, often coupled with nativist frames, tend to negate political pluralism and erode attachment to the norms underpinning liberal democracy (Mudde 2007; Levitsky and Ziblatt 2018). Activists have, however, also resorted to protest to resist illiberal policies (Dimitrova 2018; Fomina and Kucharczyk 2016).
ProDem comparatively assesses the medium- and long-term effects of this triple interaction between citizens, social movements, and movement parties on democratic quality in European democracies. We seek robust and innovative explanations for how social movements and movement parties, alongside shifting divisions in citizens' values, ideologies, and attitudes, have affected democratic quality in six European countries (Denmark, Germany, Hungary, Italy, Romania, and the UK) between the onset of a global wave of protests in 2011 and 2019. ProDem will generate new, timely insights from comparative analysis of democratic quality by combining concepts and methods from social movement studies, political behaviour and party politics, political culture, critical theory, media studies, and computational social science.
GDPR-compliance: The project collects data based on public profiles of political parties and social movements on social media platforms using publicly available information. This may include handles of users who interacted with these profiles.
Ein methodologischer Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf Qualitative Comparative Analysis (QCA) und verwandten mengentheoretischen Methoden. Unsere Arbeit beinhaltet vor allem Publikationen, sowohl im Bereich von Lehr- und Handbüchern, als auch in der fortgeschrittenen Spezialliteratur zu QCA.
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Das (Buch)Projekt zur Methodenanwendung in Europa untersucht führende nationale und internationale politikwissenschaftliche Zeitschriften hinsichtlich der verwendeten Methoden und geht der Frage nach, inwiefern nationale oder subdisziplinäre Unterschiede auszumachen sind, und ob sich Trends in der Methodenanwendung aufzeigen lassen. Die Arbeit beruht auf einer selbst erstellten Datenbank für die Jahre von 2010 bis 2020.
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Department of Social, Political and Cognitive Sciences
University Siena
während Gültigkeit
Wir führen an unserer Professur sowohl methodologische als auch inhaltliche Forschung durch. Hinsichtlich der methodologischen Forschung legen wir einen Schwerpunkt auf Qualitative Comparative Analysis (QCA) und andere mengentheoretische Ansätze sowie den Fallvergleich. Dazu kommen Handbuch- und Lehrbuchpublikationen. Zudem beschäftigen wir uns mit der Methodenanwendung in der europäischen Politikwissenschaft. Inhaltlich beschäftigen wir uns vor allem mit Themen der politischen Soziologie, wie politischen Haltungen von jungen Menschen auf dem Land, mit Protestverhalten seit der Corona-Pandemie und politischer Polarisierung in religiösen Organisationen. Ein weiteres inhaltliches Thema ist für uns das deutsch-italienische Verhältnis.