Laufende Forschungsprojekte

'ConTrust': Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit 

Förderung: Land Hessen, SprecherInnen: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Rainer Forst
PI in der
Arbeitsgruppe 'Demokratie': Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. & SFI Frankfurt)
Laufzeit: 2021-2025                                                                         

Konflikte sind in Gesellschaften nicht nur unvermeidbar; sie sind für demokratisches Zusammenleben und gesellschaftlichen Fortschritt unabdingbar. Doch wie können die Konfliktparteien sicher sein, dass der Streit nicht zerstörerisch wird? Das Geheimnis des gesellschaftlichen Zusammenhalts, davon geht das Forschungsvorhaben ConTrust aus, ist Vertrauen, das im und durch Konflikt gebildet und gefördert wird. Ziel ist eine Diagnostik der Dynamik von Vertrauen und Misstrauen in Konfliktsituationen.

Mitteilung der Goethe-Universität Frankfurt
Mitteilung des Forschungsverbunds Normative Orders, Goethe-Universität



Reproduktives Timing. Lebenspraktische Orientierungen im Kontext von Reproduktionsmedizin. 
Teilprojekt der DFG-Forschungsgruppe 'Medizin und die Zeitstruktur guten Lebens'


Förderung: DFG
Leitung des Teilprojekts Frankfurt: Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. &
SFI Frankfurt)
Sprecherin der Forschungsgruppe: Prof. Dr. Claudia Wiesemann (Univ. Göttingen)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Vera King: Pia Lodtka      
Laufzeit: 05/2021-04/2025                 

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Im Rahmen dieses Teilprojekts wird untersucht, wie sich normative und praktische Orientierungen in Bezug auf das Timing – die zeitliche Planung und Realisierung  von Elternwerden – im Horizont reproduktionsmedizinischer Möglichkeiten darstellen, insbesondere auch aus der Sicht medizinischer Expertinnen und Experten aus Gynäkologie und Reproduktionsmedizin.

Übergreifend geht es in diesem Projekt um Normen der Zeitlichkeit in Relation zu Vorstellungen 'guten Lebens', um ambivalente zeitbezogene Optimierungsimperative sowie die Folgen und Bedeutungen für Reproduktion aus soziologisch-sozialpsychologischer Perspektive.

Link zur DFG-Forschungsgruppe.



Das vermessene Leben. Produktive und kontraproduktive Folgen der Quantifizierung in der digital optimierenden Gesellschaft

Förderung: VolkswagenStiftung in der Förderlinie ‚Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft'
Sprecherin des Verbundprojekts: Prof. Dr. Vera King
Leitung der Teilprojekte: Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. & SFI Frankfurt),
Prof. Dr. Benigna Gerisch (IPU Berlin),
Prof. Dr. Hartmut Rosa (Univ. Jena und Max-Weber-Kolleg Erfurt)
MitarbeiterInnen von Prof. Dr. Vera King:
Dr. Julia Schreiber, Micha Schlichting, Maike Stenger
Laufzeit: 02/2018-01/2023

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Gegenstand des Projekts sind die ambivalenten Folgen einer in hohem Maße auf quantitative Steigerung ausgerichteten Optimierungslogik, wie sie im Zuge des digitalen Wandels an Bedeutung gewonnen hat. Mittels eines dreigliedrigen Projektdesigns sollen produktive und kontraproduktive Dimensionen der ‚Orientierung an der Zahl' und der Vermessung des Lebens im Kontext von organisationalen und individuellen digitalen Optimierungsprozessen und hinsichtlich ihrer intersubjektiven und psychischen Bedeutungen untersucht werden.
Das geplante Projekt baut somit auf das von der VolkswagenStiftung im Rahmen seines Programms ‚Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft' geförderte Projekt „Aporien der Perfektionierung in der beschleunigten Moderne. Gegenwärtiger kultureller Wandel von Selbstentwürfen, Beziehungsgestaltungen und Körperpraktiken“ (APAS) auf, das die Bedeutung und Folgen der Anforderungen an Optimierung sozialer Praxis in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern und Lebensbereichen und mit Blick auf Veränderungen kultureller Normen und Konstrukte von ‚Normalität' und ‚Pathologie' erforscht hat.

Die Teilprojekte untersuchen dazu folgende Bereiche digital quantifizierender Optimierung:

  • Tp I (Jena): Die Bedeutung von und Orientierung an Zahlen in den Handlungspraktiken und Interaktionsmodi professioneller Organisationen.
  • Tp II (Frankfurt/M.): Die Bedeutung von und Orientierung an Zahlen, insbesondere in der Beziehungsgestaltung in Social Media in Relation zur nicht-digitalen und face-to-face- Kommunikation (Frankfurt) sowie in Relation zu PatientInnengruppen (Berliner Sample).
  • Tp III (Berlin): Die Bedeutung von und Orientierung an Zahlen unter besonderer Berücksichtigung der Körperpraxis von PatientInnen sowie in Relation zu Nicht-PatientInnen (Frankfurter Sample).

Das Projekt setzt in seiner dreigliedrigen transdisziplinären Untersuchungsanlage und mittels Methodentriangulation (quantitative und verschiedene qualitative Zugänge) den im APAS-Projekt erfolgreich eingeschlagenen Weg fort, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ebenen des Sozialen sowie die Spannung von Normierungen und Praxisveränderungen bis hin zu Überforderungs- und Pathologiepotenzialen zu analysieren sowie neue konzeptuelle und methodologische Zugänge zur Analyse der Vermittlungen von Gesellschaft und Individuum, Kultur und Psyche zu entwickeln.

Publikationen



Promotionskolleg: Psychosoziale Folgen von Migration und Flucht - generationale Dynamiken und adoleszente Verläufe


Förderung:
Hans-Böckler-Stiftung
Leitung: 
Prof. Dr. Vera King (SFI & Goethe-Univ. Ffm), Prof. Dr. Patrick Meurs (SFI Ffm. & Univ. Kassel), Prof. Dr. Heinz Weiß (SFI Ffm. & RBK Stuttgart)
in Kooperation mit Prof. Dr. Hans-Christoph Koller (Univ. Hamburg)
Sprecherin des Kollegs: Prof. Dr. Vera King
Koordination: Dr. Susanne Benzel
Stipendiat*innen: Irina Dannert, Franziska Heinz, Simon Heyny, Ina Kulić, Alexandra Litinskaya, Maximilian Richter, Tassilo Schuster, Hannes Weidmann (affiliert), Luisa Wirth
Laufzeit: Projektbeginn 12/2018

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Das Promotionskolleg zielt auf die transdisziplinäre Erforschung der psychosozialen Folgen von Migration und Flucht angesichts prekärer gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Gegenstand der qualitativen Untersuchung bilden insbesondere Familienbeziehungen, adoleszente Entwicklungen und Generationendynamiken im Kontext von Flucht und Migration.

Promotionsprojekte sind möglich in Soziologie und Sozialpsychologie, in erziehungswissenschaftlicher Erforschung von Bildungsbiographien, in Kinder- und Jugendpsychologie sowie in klinischer Psychoanalyse und Medizin/Psychosomatik.

Link zur Hans-Böckler-Stiftung
Beitrag von S. Benzel & V. King (2020) in GISo



Bedeutung von Social Media und Internetnutzung bei Personen mit psychischen Belastungen (Pilotstudie)

Förderung: Gleichstellungsbüro der Goethe-Univ. & Dekanat des FB 03, Förderlinie „kleine Genderprojekte“ zur Nachwuchsförderung
Wissenschaftliche Leitung
: Prof. Dr. Vera King und Dr. Susanne Benzel in Kooperation mit Prof. Dr. Heinz Weiß (SFI & RBK) und Dr. Gesche Janzarik (SFI)

Studentische Hilfskräfte: Franziska Elfers und Lukas Mayeres
Projektlaufzeit: seit 03/2022

Ausgehend von Befunden zu grundlegenden Veränderungen der Lebens- und Erfahrungswelten junger Erwachsener im Zuge fortschreitender Digitalisierungsprozesse untersucht die Pilotstudie die Bedeutung von Social Media und Internetnutzung für Personen mit psychischen Belastungen.



Forschungsnetzwerk "Democratic Vistas: Reflections on the Altantic World"

Neuer Forschungsschwerpunkt am Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg
Leitung: Prof. Dr. Günter Hellmann und Prof. Dr. Johannes Völz (Goethe-Univ.)
Teilnehmerin für die Sozialpsychologie: Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. & SFI Frankfurt/M.)
Laufzeit: ab 2021


"Democratic Vistas" bringt eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschafter*innen der Goethe-Universität sowie internationale und regionale Partner aus den Feldern Geschichte, Internationale Beziehungen, Recht, Literatur, Medienwissenschaft, Philosophie, politische Theorie, Religionswissenschaft, Sozialpsychologie und Soziologie zusammen

Themen: Spielarten demokratischer Erfahrung, atlantische Demokratie im Anthropozän, digitale Öffentlichkeiten an den Grenzen der Demokratie, Demokratie und Ungleichheit


Abgeschlossene Forschungsprojekte


Aporien der Perfektionierung in der beschleunigten Moderne. Gegenwärtiger kultureller Wandel von Selbstentwürfen, Beziehungsgestaltungen und Körperpraktiken (APAS)



Förderung: VolkswagenStiftung, Förderinitiative „Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft“
Sprecherin des Verbundprojekts: Prof. Dr. Vera King
Leitung der Teilprojekte: Prof. Dr. Vera King (Universität Hamburg),
Prof. Dr. Benigna Gerisch (IPU Berlin),
Prof. Dr. Hartmut Rosa (Univ. Jena und Max-Weber-Kolleg Erfurt)
MitarbeiterInnen von Prof. Dr. Vera King: Julia Schreiber, Niels Uhlendorf, Katarina Busch
Laufzeit: 12/2012-04/2018

English Version

Ausgangspunkt des Projekts ist der Befund, dass sich moderne Gesellschaften westlichen Typs dynamisch reproduzieren, d.h. auf stetigem Wachstum und Innovation basieren, und dass sich im Zuge dessen die Modi der Effektivitätssteigerung verändern. So impliziert dynamisches Wachstum nicht nur die Beschleunigung sozialer Prozesse, sondern erfordert permanente Optimierung sozialer Praxis in unterschiedlichen Lebensbereichen. Die verschiedenen, teils auch im Verhältnis zueinander strukturell entgegengesetzten Optimierungslogiken in differenten Teilbereichen müssen auf der Ebene individueller Lebensführung wiederum integriert und in diesem Sinne zu perfektionieren versucht werden.
Projektleitend ist somit die Annahme eines spezifischen Zusammenhangs von Beschleunigung, Optimierung und Perfektionierung, dessen Untersuchung auf verschiedenen Ebenen des Sozialen aussteht. Ausgehend von der Vermutung, dass die Anforderungen an perfektionierte Lebensführung biografische Muster und Bewältigungsformen begünstigen, die systematisch die – für das gesellschaftliche Funktionieren und die Reproduktion zugleich unverzichtbaren – Ressourcen sozialer Beziehungen und psychischer Verarbeitungskapazitäten zu unterminieren neigen, untersuchen wir insbesondere die potentiell kontraproduktiven Folgewirkungen der Perfektionierungsansprüche.

Im Zentrum stehen daher für alle Teile des Projekts die Fragen, wie sich die fortwährende gesellschaftliche Dynamisierung des Wettbewerbs und der Anerkennungsstrukturen in Perfektionierungszwänge für die Subjekte übersetzt und welche Konsequenzen dies für soziale Beziehungen und Selbstentwürfe auch auf der Ebene der Körper-Selbstverhältnisse hat. Dazu wurde ein dreigliedriger, eng aufeinander bezogener, mehrere Ebenen des Sozialen vermittelnder und zugleich mehrdisziplinärer Zugang entwickelt, bei dem verschiedene qualitative und quantitative Methoden kombiniert werden:
Im ersten Teilprojekt (Rosa) wird aus makrosoziologischer Perspektive die Matrix einer Zeit- und Gesellschaftsdiagnose erarbeitet, die im zweiten Teilprojekt (King) durch eine biografieanalytische Mikroanalyse unter Einbezug generationaler Aspekte von Sozialisationsprozessen sowie psychischen Verarbeitungsmustern weiter ausdifferenziert wird, während im dritten Teilprojekt (Gerisch) die Auswirkungen auf den Ebenen des Psychischen mit Blick auf die Umschlagstelle von Selbstoptimierung und Autodestruktion fokussiert werden.

Der innovative Gewinn dieses dreigliedrigen Forschungsansatzes liegt insgesamt in der Möglichkeit, den sozialtheoretisch offenen Fragen zur komplexen Vermittlung von Sozialem und Individuellem im Kontext der dargelegten kulturellen Wandlungsprozesse nachgehen zu können. Entsprechende Ergebnisse sind sowohl für die Sozialisations- und Entwicklungsforschung als auch für den klinisch-diagnostischen und präventiven Bereich relevant und darüber hinaus auch in gesellschaftstheoretischer Hinsicht von großem Interesse.

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Publikationen


Die soziale und psychische Bedeutung der Beziehung zu professionellen Betreuer/innen für Integrationswege und adoleszente Entwicklungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in vollstationären Jugendhilfeeinrichtungen (AUF-2)

Förderung: Heidehof Stiftung
Leitung: Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. & SFI Frankfurt/M.)
Mitarbeiterin: Mahsa Huston (ehem. Mitchell) (SFI Frankfurt/M.)
Laufzeit: 03/2019-09/2021

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Das Projekt befasst sich mit verschiedenen Aspekten der professionellen Beziehungsgestaltung zwischen Betreuer_innen und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in vollstationären Jugendhilfeeinrichtungen. Im Besonderen geht es auch anhand von Expert_inneninterviews um die Frage, welche Faktoren relevant sind für Integrationsprozesse und adoleszente Entwicklungen unter Fluchtbedingungen.
Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Förderung der sozialen und pädagogischen Arbeit mit UMF zu leisten. Die Befunde sollen Mitarbeiter_innen der Jugendhilfe bei der Beziehungsgestaltung mit diesen Jugendlichen unterstützen und so zur Verbesserung ihres psychosozialen Wohlergehens und damit auch ihrer sozialen Integration beitragen.



Integrationswege und adoleszente Entwicklungen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in vollstationären Jugendhilfeeinrichtungen (AUF-1) 

Förderung: Heidehof Stiftung
Leitung: Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. & SFI Frankfurt/M.)
Mitarbeiterin: Mahsa Huston (SFI Frankfurt/M.)
Laufzeit: 09/2017-02/2019

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Zentrales Anliegen des Projekts ist es, adoleszente Möglichkeitsräume, Integrationswege und Entwicklungsverläufe  unbegleiteter minderjähriger jugendlicher Flüchtlinge zu untersuchen, um einen Beitrag zur Förderung ihrer Integration zu leisten.
Hintergrund ist die deutliche Zunahme der Zahl der adoleszenten unbegleiteten Flüchtlinge in Deutschland in den letzten Jahren. Entsprechend groß sind die Herausforderungen - nicht zuletzt für die in diesem Projekt im Zentrum der Untersuchung stehenden vollstationären Jugendeinrichtungen, in denen sie untergebracht werden - hinsichtlich der Unterstützungsbedarfe und der produktiven, alters- und situationsangemessenen Begleitung der Adoleszenten mit oftmals sehr belastenden Fluchtbiographien.
Im Projekt wird das Zusammenspiel von biographisch erworbenen inneren Ressourcen mit den äußeren Verhältnissen im Kontext von Flucht, Asylsuche und/oder Neuorientierung in der Ankunftsgesellschaft analysiert und mit Blick auf Entwicklungsverläufe, auf Ressourcen, Hindernisse und Integrationswege der unbegleiteten adoleszenten Flüchtlinge rekonstruiert. Ziel ist dabei, strukturelle und persönliche Faktoren herauszuarbeiten, die unterstützend oder hemmend auf den Prozess ihrer Integration und produktiven psychosozialen Entwicklung wirken. Die Ergebnisse sollen u.a. auch in Empfehlungen für die praktische Arbeit mit UMF münden.


Elternschaft durch Reproduktionsmedizin. Veränderungen von Familienplanung und Geschlechterbedeutungen (Pilotstudie)

Förderung: Gleichstellungsbüro der Goethe-Universität + Dekanat des FB 03, Förderlinie ‚kleine Genderprojekte' zur Nachwuchsförderung
Leitung: Prof. Dr. Vera King (Goethe-Univ. + SFI), Dr. Julia Schreiber (Goethe-Univ. + SFI)
Laufzeit: 12/2018-04/2022

English Version

Die Pilotstudie zielt auf die Untersuchung von Elternschaft durch Reproduktionsmedizin. Es wird explorativ erforscht, wie sich Familienplanung sowie Bedeutungen von Geschlecht und Elternschaft im Zuge der wachsenden Möglichkeiten zur Optimierung der biografischen Planung und Realisierung des Elternwerdens verändern. Insbesondere werden Motivlagen und Folgewirkungen von reproduktionsmedizinischen Behandlungen analysiert.
In der Pilotstudie werden anhand von Interviews mit (werdenden Eltern), die sich einer reproduktionsmedizinischen Behandlung unterzogen haben, Vorstellungen und Präsentationen von Geschlecht und Elternschaft im Kontext von Reproduktionsmedizin mit Blick auf folgende Fragestellungen untersucht: Wie werden individuelle Erfahrungen mit reproduktionsmedizinischen Behandlungen narrativ präsentiert und biografisch gedeutet und wie stehen sie im Zusammenhang mit Optimierungsanforderungen in Biografie und Lebensführung? Welche Bilder und Deutungen von Geschlecht und Elternschaft werden in den Interviews wirksam und auf welche gesellschaftlichen Vorstellungen und geschlechtsspezifischen Stereotype wird dabei Bezug genommen? Auf welche Weise fließen normative Orientierungen zu Reproduktionsmedizin in die Selbstpräsentationen und Genderkonstruktionen ein?



Geschlechtstypische adoleszente Selbst- und Körperdarstellungen in Social Media (Pilotstudie)

Förderung: Gleichstellungsbüro der Goethe-Universität + Dekanat des FB 03, Förderlinie ‚kleine Genderprojekte' zur Nachwuchsförderung
Leitung: Prof. Dr. Vera King, Dr. Susanne Benzel, 
unter Mitwirkung von Simone Rassmann, den stud. Hilfskräften Jana Kim und Arthur Polunin sowie Tamara Schwertel und Laila Hamdi (Praktikantinnen)
Laufzeit: 10/2017-04/2018

Die kleine Pilotstudie zielte auf die Untersuchung von geschlechterbezogenen Selbst- und Körperdarstellungen Adoleszenter in Social Media. Von besonderem Interesse sind dabei die Spannung zwischen Erweiterung und Normierung von Kommunikationsspielräumen im Zuge der Digitalisierung sowie die Relationen von Online-Selbst- und Körper-Darstellungen einerseits und Offline-Darstellungen andererseits aus der Sicht der Jugendlichen (vgl. dazu King 2016 (“If you show your real face, you'll lose 10 000 followers" – The Gaze of the Other and Transformations of Shame in Digitalized Relationships. In: CM: Communication and Media Vol 11, No 38 /2016) sowie King 2018 (Geteilte Aufmerksamkeit. Kultureller Wandel und psychische Entwicklung in Zeiten der Digitalisierung. In: Psyche – Z Psychoanal, 72. Jahrgang, Heft 8, 640-665).
Dazu wurden Selbst- und Körperdarstellungen in Social Media u.a. mit Blick auf folgende Fragestellungen untersucht: Wie stellen sich weibliche und männliche Heranwachsende in Social Media dar und welche Visualisierungsstrategien wenden sie dabei an? In welcher Weise stehen Visualisierungs- und Darstellungspraxen mit Anerkennungsdynamiken in Verbindung? Wie werden darüber adoleszenzspezifische Entwicklungsthemen bearbeitet?



Erfolgreiche und nicht-erfolgreiche Bildungsverläufe junger Männer aus italienischen Migrantenfamilien - Transmission und Transformation in adoleszenten Generationenbeziehungen

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderinitiative „Empirische Bildungsforschung“, Bereich „Chancengerechtigkeit und Teilhabe/Bildungsverläufe und individuelle Bildungsprozesse“
Leitung: Prof. Dr. Vera King (Hamburg), Prof. Dr. Hans-Christoph Koller (Hamburg)
MitarbeiterInnen: Kathrin Böker, Michael Tressat
Laufzeit: 11/2011-02/2015

Anknüpfend an das DFG-Projekt ‚Bildungskarrieren und adoleszente Ablösungsprozesse bei männlichen Jugendlichen aus türkischen Migrantenfamilien', stand auch hier eine komplexe multimethodische qualitative Untersuchung im Zentrum, die die Migrationsbiographien der Eltern und psychosoziale Entwicklungen der adoleszenten Söhne in Verbindung mit ihren Bildungskarrieren nachzeichnete. Zentrale Forschungsfragen lauteten: Wie wirken sich die Migrationsgeschichten italienischer Familien, insbesondere die Bedingungen und Arten ihrer Bewältigung, auf die Generationenbeziehungen aus - und inwiefern beeinflussen sie die psychosoziale Entwicklung der Kinder sowie die Bildungsverläufe in der Adoleszenz?
Dazu wurden 63 biografisch-narrative Interviews mit 28 jungen Männern zwischen 18 und 27 Jahren mit italienischem Migrationshintergrund geführt. Zusätzlich wurden ihre Eltern in 35 Interviews befragt. Die interviewten Söhne unterschieden sich hinsichtlich ihres formalen Bildungserfolgs: Etwa die Hälfte hatte Abitur oder einen vergleichbaren Bildungsabschluss, die andere Hälfte nicht. Zwischen der Generationenbeziehung, der Entwicklung der Jugendlichen und den Bildungsverläufen zeigten sich typisierbare Zusammenhänge.

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Publikationen (Auswahl)  



Bildungskarrieren und adoleszente Ablösungsprozesse bei männlichen Jugendlichen aus türkischen Migrantenfamilien

Förderung: DFG
Leitung: Prof. Dr. Vera King (Hamburg), Prof. Dr. Hans-Christoph Koller (Hamburg)
MitarbeiterInnen: Javier A. Carnicer, Janina Zölch
Laufzeit: 01/2008-12/2011

Um den bisher wenig erforschten Gründen für das schlechtere Abschneiden der jungen Männer mit Migrationshintergrund nachzugehen, gelten qualitative Untersuchungen als Desiderat, die sowohl positive als auch negative Bildungskarrieren nachzeichnen und deren Bedingungen rekonstruieren. An diesem Punkt setzt das Projekt an, das das Ziel verfolgt, biographische Verläufe erfolgreicher und nicht-erfolgreicher Bildungskarrieren von männlichen Adoleszenten aus türkischen Migrantenfamilien zu rekonstruieren und zu kontrastieren, um dadurch Aufschlüsse darüber zu gewinnen, was zu den Unterschieden in den Bildungsverläufen führt. Den theoretischen Hintergrund des Vorhabens bildet die Annahme, dass Bildungskarrieren entscheidend von der Art und Weise beeinflusst werden, in der die Jugendlichen die doppelte Herausforderung bearbeiten, die mit Adoleszenz und Migration verbunden ist. Im Zentrum der Untersuchung stehen deshalb die Wechselbeziehungen zwischen adoleszenten Ablösungsprozessen und Bildungsverläufen unter Migrationsbedingungen. In der folgenden Projektphase sollen in diesem Zusammenhang insbesondere die Art der elterlichen Bewältigung der eigenen Migrationserfahrung und ihre Folgen für die Adoleszenz der Söhne, sowie die im Zuge der Migration veränderten Positionen des Vaters und die Rolle der Geschwister genauer untersucht werden.

Link zu gepris
Zusammenfassung der Projektziele und -ergebnisse

Publikationen (Auswahl)



Lebensentwürfe und Lebensgeschichten Jugendlicher mit Migrationshintergrund in Deutschland und Frankreich: Bildungsprozesse und Sozialisation

Deutsch-französisches Kooperationsprojekt
Förderung: Deutsch-französisches Jugendwerk
Leitung: Prof. Dr. L. Colin (Paris), Prof. Dr. V. King (Hamburg), Prof. Dr. B. Müller (Berlin/Hildesheim), Prof. Dr. A. Terzian (Paris)
Beteiligte NachwuchswissenschaftlerInnen und Mit-AutorInnen der Abschlussmonographie aus Deutschland: Prof. Dr. Marga Günther, Elvin Subow, Michael Tressat, Dr. Martin Bittner, Dr. Anke Wischmann, Janina Zölch
Laufzeit: 2008-2012

In diesem deutsch-französischen, zweisprachigen und interkulturellen, Forschungsprojekt wurden biographische Interviews mit jungen Männer und Frauen erhoben und analysiert, deren Leben von Migration nach Deutschland und Frankreich geprägt ist. Es wurde untersucht, wie in beiden Ländern die Bedingungen des Aufwachsens und individuelle Strategien der Bewältigung aufeinander einwirken.
Wie beschreiben junge Männer und Frauen mit Migrationshintergrund sich selbst, ihr Leben, ihre Entwicklung und den Blick des Anderen in Deutschland und in Frankreich?
Welche Transformationsprozesse, Lebensentwürfe und Zukunftsperspektiven sind damit verbunden?
Ein Untersuchungsgegenstand sind die bislang noch wenig ausgeloteten Erkenntnismöglichkeiten und methodischen Fragen bi-nationaler interkultureller Forschung.

Das 2013 erschienene Buch ‚Lebensentwürfe und Lebensgeschichten Jugendlicher mit Migrationshintergrund in Deutschland und Frankreich: Bildungsprozesse und Sozialisation' ist Ergebnis der binationalen Forschungswerkstätten mit wissenschaftlichem Nachwuchs – Postdocs, Promovenden und Studierende, aus beiden Ländern, unter der Leitung von den Herausgebern Vera King und Burkard Müller, gemeinsam mit Lucette Colin und Anna Terzian von der Universität Paris VIII.
Herausgeberinnen der französischen Fassung: ‚Chercher sa voie. Récits de jeunes issus des migrations en France et en Allemagne. Téraèdre, Paris, erschienen 2016, sind Lucette Colin und Anna Terzian.

Publikationen   
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Adoleszente Individuation, soziale Herkunft und Studienerfolg, am Beispiel von Studierenden der Informatik (Pilotstudie)

Förderung: Finanzierung aus Mitteln des Projekts „Lernwelten“ (Prof. Dr. T. Häberlein), gefördert im Rahmen der Förderlinie 'Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre' des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft durch die Dieter Schwarz Stiftung
Leitung: Prof. Dr. Vera King in Kooperation mit Prof. Dr. Tobias Häberlein (Informatik, Hochschule Albstadt-Sigmaringen)
Mitarbeiterin: Nina Berding
Laufzeit: 05/2013-09/2013

   

   

Bildung und soziale Ungleichheiten (‚class', ‚gender' ethnicity'): Rekonstruktion von Bildungsaufstiegsbiografien junger Männer und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

Förderung: Max-Traeger-Stiftung
Leitung: Prof. Dr. Vera King
Laufzeit: 2006

In diesem Projekt wurden ca. 60 narrative bildungsbiographische Interviews mit weiblichen und männlichen Studierenden mit und ohne Migrationshintergrund, deren Eltern kein Abitur hatten, durchgeführt und ausgewertet – im Zuge dessen wurden verschiedene Typen der Verarbeitung der mit Bildungsaufstieg verbundenen Anforderungen herausgearbeitet. Im Zentrum standen insofern auch die verschiedenen Mechanismen der (Reproduktion und) Transformation sozialer Ungleichheiten. Das Projekt begann als Lehrforschungsprojekt, weitere Erhebungen und Auswertungen wurden finanziert aus universitären Mitteln und unterstützt von der Max-Träger-Stiftung.
Als Bildungsaufstieg wurden Konstellationen gefasst, bei denen Kinder aus bildungsfernen Familien bildungserfolgreich sind und in diesem Sinne Herkunftsbedingungen umgestalten. Es wurden Verläufe ohne Migrationshintergrund und mit Migrationshintergrund (aus verschiedenen Herkunftsländern) kontrastiert und übergreifend typische Varianten der Bewältigung strukturellen Anforderungen des Bildungsaufstiegs rekonstruiert. Ziele waren insofern die Bestimmung des im Falle einer Transformation von Herkunftsbedingungen zu Bewältigenden sowie die empirische Rekonstruktion typischer Bewältigungsmuster – u.a. auch mit Blick auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Bildungsaufstiegs mit und ohne Migrationshintergrund.

Publikationen

Forschungsschwerpunkte


Neuerscheinungen


King, V., Gerisch, B. & Rosa, H. (Hrsg.) (2021). Lost in Perfection. Zur Optimierung von Gesellschaft und Psyche. Berlin: Suhrkamp. Link zum Buch.

King, V. & Sutterlüty, F. (Hrsg.) (2021). Destruktivität und Regression im Rechtspopulismus. Schwerpunktheft. WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, 18(1). Link zum Heft

King, V. (2022). Unwiderstehliche Medien – Psychische Entwicklungen der Adoleszenz im digitalen Zeitalter. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Zeitschrift für Psychoanalyse und Tiefenpsychologie (KJP), H. 194: Digitale Welten – Psychoanalyse und digital space.

King, V. (2022). Weitergabe und Anverwandlung in Generationenbeziehungen. Adoleszente Neugestaltungen von Subjektivität im Lichte der Sozialisationstheorie Alfred Lorenzers. In Dörr, M. u.a. (Hrsg), Zwang und Utopie - das Potenzial des Unbewussten. Zum 100. Geburtstag von Alfred Lorenzer,  Weinheim, 94‒107.

King, V. (2022). Neue Matrix des Zusammenlebens. Die Folgen der Digitalisierung für Kultur und Psyche. Netzkultur ‒ Leben in der digitalen Gesellschaft, Die Politische Meinung, Nr. 573, 67. Jg., 16‒20. Link zum Artikel.

Schlichting, M., Stenger, M., King, V., Gerisch, B., Salfeld, B. & Schreiber, J. (2022). „Es hat schon so ein gewisses Suchtpotential“: Selbstvermessung als neue digitale Normalität. In Manzei-Gorsky. A. u.a. (Hrsg.), Digitalisierung und Gesundheit. Baden-Baden, 357‒382. Link zum Buch


King, V. (2021). “The Assault of the Present on the Rest of Time" - Optimization and the Dissolution of Temporal Boundaries in Accelerated Modernity. Pléyade. Journal of Humanities and Social Sciences, 27, S.42
‒60. Link zum Heft.

King, V. (2021). ,Ewiger Aufbruch'. Umgang mit Vergänglichkeit und Generationenspannung in der Gegenwartsgesellschaft. In: Benthien, C., Schmidt, A., Wobbeler, Ch. (Hg.): Vanitas und Gesellschaft. De Gruyter, 67‒80. Link zum Artikel.

King, V. (2021). Autoritarismus als Regression. WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, 18(1), 87‒102.






King, V. (2021). Die Illusion des ewigen Aufbruchs. Zur Sozialpsychologie der Krisenbewältigung oder was aus der Pandemie gelernt werden könnte. Forschung Frankfurt. Das Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität, 2021(1), S. 54‒57. Link zum Heft.

King, V., Gerisch, B., Schreiber, J., Lindner, D., Lodtka, P., Schlichting, M., & Stenger, M. (2021). Zum Sinn der Zahl in digitalen Lebens- und Arbeitswelten. Ambivalente Bedeutungen des Messens und Vergleichens. In Ch. Schnell, S. Pfeiffer, & R. Hardenberg (Hrsg.), Gutes Arbeiten im digitalen Zeitalter. Frankfurt/M.: Campus, S. 100‒118. Link zum Buch.

King, V. & Rosa, H. (2021). Vom Dringlichen zum Wichtigen. In unseren explodierenden To-do-Listen steht oft nicht ganz oben, was wirklich zählt. Lehrt uns Corona, das zu ändern? In Th. Kaspar & St. Hebel (Hrsg.), Heile Welt. 32 Ideen für ein Leben nach Corona. Frankfurt/M.: Societäts-Verlag Frankfurter Rundschau, 142‒147. 

Findeis, C., Salfeld, B., Voigt, S., Gerisch, B., King, V., Ostern, A., & Rosa, H. (2021). Quantifying self-quantification: A statistical study on individual characteristics and motivations for digital self-tracking in young- and middle-aged adults in Germany. New Media & Society, 1-21. Link zum Artikel.


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Kontakt

Prof. Dr. Vera King
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Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60629 Frankfurt am Main
Raum 3.G 018
king@soz.uni-frankfurt.de


Sekretariat Goethe-Universität
Daniela Charlesworth
PEG-Gebäude Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 6 / PF 33
60629 Frankfurt am Main
Raum PEG 3.016

Tel. +69 798 36530
Charlesworth@soz.uni-frankfurt.de


Sekretariat Sigmund-Freud-Institut
Sonja Helfmann
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt
Raum 3.OG Raum 3.12

Tel. 069-971 204-148
helfmann@sigmund-freud-institut.de


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