Liebe Studierende,
Sie finden nun eine aktualisierte Version des 'Guides zu wissenschaftlichen Arbeiten & Prüfungen' auf unserer Website unter 'Prüfungen' zum Download.
Des Weiteren können Sie den Guide auch hier downloaden.
"Willkommen am Schwerpunkt der Interpretativen Sozialforschung! Am Schwerpunkt lernen Sie, wie Sie gesellschaftliche Zusammenhänge mit ihren je eigenen Bedeutungen, Normalitäten und Praktiken erforschen. Wichtig ist uns dabei, dass die Fragestellungen, Methoden, Begriffe und Analysen, die Sie in Ihrer Forschung aufwenden, gegenstandsangemessen sind; dass also nicht Ihre Vorgehensweise den Gegenstand zuschneidet, sondern andersherum der Gegenstand Ihre Vorgehensweise. Sie lernen bei uns, wie Sie den Eigensinn und das Eigenleben eines Zusammenhangs erforschen – und dabei eigene Erwartungen, Standards, Normen, Begriffe zurückstellen bzw. einklammern. Sie werden sehen, dass dazu viele Grundregeln der standardisierten Forschung auf den Kopf gestellt werden müssen.
Die folgenden Hinweise sollen Ihnen Orientierung geben, mit welchen Erwartungen Sie in Ihrem
Studium am FB03 der Goethe-Universität Frankfurt konfrontiert sind und wie Sie diesen entsprechen
können. Erwartungen wie Tipps setzen grundsätzlich Ihre forschende, wissenschaftliche Haltung
voraus: Dies erfordert Methode, Diskussion und Reflexion – und schließt aus, dass drauflos ‚palavert'
werden kann oder keine ‚Gütekriterien' gelten. Im Folgenden werden Hinweise zur akademischen
Infrastruktur gegeben, das Verfassen von Texten in den verschiedenen Formaten erläutert und die Art
der hier am Schwerpunkt präferierten Prüfungen erklärt. Wir hoffen, Ihnen damit einen guten Einstieg
zu ermöglichen."
Im Rahmen der Berichterstattung der hessenschau zu den 'Demonstrationen gegen Rechts' (am letzten Samstag u.a. in Frankfurt/Main und Kassel) wurde Thomas Scheffer zur Einschätzung der aktuellen gesellschaftlichen wie politischen Lage für ein kurzes Interview in die Sendung vom 20.01.24 eingeladen.
Das Video zur Sendung finden Sie hier. Die Interviewsequenz dauert ca. von Minute 8:45-11:20.
"Klimawandel, Armutsmigration, Krieg: Wir stehen vor einer ganzen Reihe existenzieller Probleme, die spätmoderne Gesellschaften ebenso herausfordern wie deren Gesellschaftswissenschaften – und beide allem Anschein nach überfordern. Der Band fragt danach, wie der Problemschwere zunächst wissenschaftlich, sodann aber auch gesellschaftlich überhaupt Rechnung zu tragen wäre: Was bräuchte es, um den existenziellen Charakter von Problemen zu realisieren, also zum einen zu erkennen, zum anderen aber auch zur Leitlinie des eigenen Handelns zu machen? Was verhindert die so verstandene Realisierung der großen Fragen unserer Zeit? Und wie wäre es um die überkommenen Formen gesellschaftlicher Normalitätsproduktion bestellt, wenn existenzielle Probleme als solche anerkannt und angegangen würden? Das Buch ist als Debattenband konzipiert, in dem die Herausgeber auf kritische Repliken zu ihren jeweiligen Positionen gemeinsam Stellung beziehen."
Neben den Aufsätzen und Repliken der beiden Herausgeber finden sich im Buch Beiträge von Christine Hentschel, Susanne Krasmann und Henning Laux.